The Streak is over… Daniel Bryan ist auch over. Deswegen darf er jetzt WWE World Heavyweight Champion sein. Zumindest bis den Verantwortlichen etwas anderes eingefallen ist.

Was für eine Wrestlemania! Der über die Jahre mit Schwachsinn und Unfug degenerierte Bewohner des WWE Universe scheint zufrieden zu sein mit einer Veranstaltung die auch gut und gerne unter dem Banner „In Your House“ hätte laufen können.
„In Your Houes: Streak vs. Beast“ oder „In Your House: Goat vs. The World”.
Irgend sowas. Ja ich gebe es gerne zu. Wrestlemania war wirklich nicht so schlecht wie zu erwarten war. Da gab es in den letzten Jahren wirklich grottigere Großveranstaltungen. Zum Beispiel alle Wrestlemanias seit John Cena. Glücklicherweise hat der in diesem Jahr nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Im Gegensatz zu Brock Lesna
Ich glaube ich habe es noch nicht erwähnt aber… Wie scheiße muss man in der Birne sein etwas solch Prestigeträchtiges wie die Streak des Undertakers so einem Affen wie Lesnar in seinen verwöhnten Arsch zu schieben!? Ich hätte es ja irgendwie verstanden, wenn man die Streak für jemanden wie John Cena geopfert hätte. Ja ok natürlich hätte ich mich auch darüber aufgeregt, aber es wäre zumindest logisch gewesen, da Cena noch etwas benötigt, um den Status einer Legende rechtfertigen zu können, denn wirklich etwas erreicht an was man sich auch bei Wrestlemania 50 noch erinnern wird hat er bisher nicht.
Brock Lesnar… Der Typ dem sie damals mit einem Zehn-Jahres-Vertrag an den Eiern gekitzelt haben und der dann aber nach relativ kurzer Zeit feststellte, dass Arbeiten ja anstrengend sein kann und sich dazu entschloss lieber einen Beruf zu wählen für den er so ungeeignet ist, dass er keinen Finger krumm machen muss. Wie Football zum Beispiel. In so etwas wie der XFL wäre er der Star gewesen, da die XFL im Football ungefähr das war, was die MLS im Fußball ist. Für was braucht jemand wie Lesnar so einen Sieg? Das war vollkommen verschenkt. Das war wie Auto auftanken und das Auto dann in Brand stecken. Ja sogar Triple H hätte ich Zähne knirschend hingenommen, der hat bis aufs Einsamen ja auch nicht wirklich etwas Glorreiches geleistet. Der Undertaker hingegen hat das bekommen was er verdient hat. Der senile alte Zirkusaffe hat sich für Lesnar als Gegner eingesetzt und wohl auch den Startschuss für das Ende der Streak gegeben. Hätten sie ihn nicht schon wegen seiner Verletzungen die Lesnar ihm beigefügt hat mit dem Krankenwagen eskortiert, hätte ich persönlich dafür gesorgt, dass er diesen Abend niemals vergessen wird. Wenn man sich anschaut wie er da aus dem Hotel gelaufen kommt. Wie so ein alter Alzheimer-Patient. Der Mythos Undertaker hat damit einen großen Schaden erhalten und wenn ich Sting wäre würde ich mir überlegen vielleicht doch lieber gegen jemand anderen bei Wrestlemania 31 anzutreten oder es gar komplett zu lassen, denn ein Match gegen den Undertaker bei Wrestlemania hat seit Sonntag nun endgültig keinen Stellenwert mehr. Sting soll sich in die Hall of Fame aufnehmen lassen und dann wieder verschwinden.
Aber was solls. Zum letzten Mal haben wir hoffentlich die nach einem Mobbing-König benannte „31-Mann-Battle-Royal“, gesehen. Wie unnötig. Zwar schön für Cesaro, dass er hier den Sieg abstauben konnte, aber dieses Chaos braucht doch so kurz nach dem Rumble keine Sau.
Cesaro selbst ist der diesjährige Breakout-Star von Wrestlemania. Leider hat WWE die Entscheidung darüber dem Publikum abgenommen und Cesaro in diese Rolle hinein gebookt. In den letzten Jahren war es ja bekanntlich dem Eigenleben des Publikums zu verdanken, dass man bei WWE nach Wrestlemania jemand pushen musste den man im Prinzip gar nicht auf dem Schirm hatte. Hoffentlich ergeht es Cesaro nun nicht so wie Bryan 2012 und Fandango 2013, denn der Junge hat echt Potential und wenn er Amerikaner wäre hätten wir in Sachen Top-Dog schon lange eine Ablösung für Cena gefunden. Nur wird der stolze Amerikaner und Republikaner Vince McMahon niemals einen Schweizer zum Gesicht der Company machen.
Nach dieser relativ, ja… soliden Wrestlemania mit einem Abschluss den sich die Fans erwünscht haben wird es nun spannend wie WWE den neuen Champion bookt. Im Prinzip können wir davon ausgehen, dass Bryan mal wieder jemand sein wird der in die Underdog-Rolle schlüpfen muss und weitestgehend durch Hilfe von anderen überleben wird. Am Montag fing es damit ja schon an. Bryan wird von der immer noch aktive Authority (ist ja nicht so, als ob Triple H im Jahr 2013 schon genug Screentime hatte) vermöbelt was das Zeug hält und am Ende kann er sich mit der Hilfe von The Shield retten. Noch viel schlimmer ist, dass Randy Orton und Batista auch immer noch mitmischen. Tolles Eigentor übrigens mal wieder von WWE. Erst dieses bescheuerte Gefasel von wegen sie würden die Tag Team Division stärken und anstatt dann auch mal wirklich gute Leute oder Star Power in die Division zu stecken, um die Championships wichtig erscheinen zu lassen, stellt man die Titel für die Main Eventer als bedeutungslos dar und Orton sowie Batista werden mit einem Match gegen die aktuellen Tag Team Champions bestraft. Und zwar nicht weil die Champions so bedrohlich sind, sondern weil solch ein Match on Air als heftige Degradierung verkauft wird. Diese Titel könnt ihr euch in den Arsch schieben. Genauso wie diesen scheiß Divas Championship. Da ist keine WWE-Diva in der Lage den Titel zu gewinnen und AJ setzt sich sogar gegen alle Diven gleichzeitig durch, aber plötzlich kommt irgend so eine NXT Amateuse und Simsalabim ist das komplette Damen-Roster degradiert. Macht nur weiter so.
Der ganze Käse wird bald nur noch um den Main Event aufgebaut. Je mehr Zeit sie bei RAW haben, umso weniger Zeit bekommt die Midcard. Und wenn man dann mal jemanden braucht, weil im Main Event irgendeiner wegbricht, ja dann wird auch mal ganz schnell aus einem Jobber wie Cesaro plötzlich ein Paul Heyman Guy. Und wenn man dann auf einmal wieder merkt „Hoppla wir haben ja gar nicht so viel Platz auf der Card!“, wird so einer wieder durchgereicht, damit es sich Randy Orton zwei Stunden mit seiner Schwuchtel-Pose auf der Ringecke gemütlich machen kann oder eine Geldvernichtungsmaschine wie Batista ohne Daseinsberechtigung durch den Ring fällt, Promos und Moves botcht, sowie Werbung für Unterhosen macht. Ich kann es nicht mehr sehen, ich kann es nicht mehr hören und ich will es schon gar nicht riechen! Demnächst lege ich mir eine zweite Waschmaschine und einen zweiten Trockner zu, nur um meine Wäsche danach lieber in einem Waschsalon oder in der Autowaschanlage zu reinigen! Dieses „Geschäftsmodell“ von WWE ist der reinste Schwachsinn.
Aber bald wird ja alles besser. Endlich gibt es eine weitere Alternative zu WWE. Der erfolgreichste Promoter und Lügen-Champion Jeff Jarrett gründet seine zweite Promotion. Das Konzept scheint eine Mischung aus NXT und ROH zu sein. Unbekannte junge Wrestler sollen ohne Publikum einen Markt befriedigen den es nicht gibt und in ein paar Jahren, wenn Sting Global Force Wrestling Champion, Vince Russo Chef-Booker und die Geldgeber die heimlichen Chefs sind, dann wird Jarrett wieder bei jeder Gelegenheit vor der Kamera daran erinnern wer hier eigentlich der „Founder“ ist. Das ist dann immer der Startschuss für seinen Absturz. Meist steht man dann auch kurz vor der Verpflichtung von Scott Steiner. Der Rest des Rosters, bestehend aus gescheiterten NXT-Workern und ROH-Altlasten, bummelt so durch die Shows, kloppt sich um einen wertlosen Television Championship, während Sting jeden Monat turnt und einen alten Weggefährten over bringt.

Wrestlemania hat den verspäteten Startschuss für 2014 gezündet und mit Daniel Bryan einen großen Schritt nach vorne gemacht. Jedoch ziehen sie immer noch viel zu viele Altlasten mit sich herum die sie nicht bereit sind in den Mülleimer zu werfen. Hinzu ist da auch immer noch John Cena, der auch bald wieder Ansprüche stellen wird. Ich sehe da langfristig leider keinen Platz für Bryan und Cesaro.