„…and I came here for one reason: to attack and keep coming”

Dieses Mal bleibt das Vorwort einzig und alleine dem ersten Helden meiner langen Wrestling-Fan-Karriere vorbehalten.
Der plötzliche Tod von Jim Hellwig, dem Ultimate Warrior, trifft auch jemanden wie mich schwer. Fast noch schwerer trifft mich allerdings die im Wrestling so weit verbreitete Verlogenheit. Der Tod vereint sie plötzlich immer alle. War der Warrior bis vor wenigen Monaten noch beinahe der Prototyp des verhassten ehemaligen Angestellten und Kollegen, der geldgierige Egomane über den sich bis zum Tage seines Todes noch alle lustig gemacht haben. Wird er von heute auf morgen in einem Licht präsentiert, welches ihn wie eine tadellose Legende erscheinen lässt. Ein Vollprofi der von seinen Kollegen immer gemocht und respektiert wurde. Wir alle wissen, dass das anders ist und gerade Triple H war immer darauf bedacht den Warrior in ein schlechtes Licht zu rücken. Wenn so jemand dann, bei einer Tribute Show die hauptsächlich dazu genutzt wird mit dem Verstorbenen dieses bescheuerte „WWE Network“ zu bewerben, in der ersten Reihe der Trauergäste steht und lautstark „Warrior Chants“ anstimmt, dann kommt mir echt das Kotzen. Helmsley kam nie über seine Squash-Niederlage bei Wrestlemania XII gegen den Warrior hinweg. Er wollte damals ein längeres Match. Er wollte den Warrior „gut aussehen“ lassen. Der Warrior hingegen wollte sein Ding durchziehen. Das einzige wobei er wirklich gut aussieht. Er stürmt beinahe aus dem Nichts auf dich zu, hämmert in demütigender Weise auf dich ein und haut dann schnell wieder ab. Diese Vergewaltigung hat Helmsley dem Warrior immer übel genommen. Dabei sollte er froh sein bei seinen damaligen Status bei einer Wrestlemania der Gegner einer solch großen Legende gewesen zu sein. Immerhin stellt er diese Ansprüche heutzutage auch an andere.
Kaum stirbt jemand ist er plötzlich schon immer der Beste gewesen. Chris Benoit… Leute, der Kerl hat seine Familie ermordet. Kaltblütig. Eine Frau und ein kleines Kind. Sein eigen Fleisch und Blut. Und trotzdem erzählen seine ehemaligen Kollegen nur Gutes über ihn.
„Zu mir war er immer nett.”
Ja, Hitler hat mir persönlich auch nie etwas getan. Trotzdem ist er einer der größten Wichser die jemals unter uns gelebt haben. Am Ende des Tages sind das alles verlogene, kleine Stricher. Ganz ehrlich…

„The family that I live for only breathes the air that smells of combat.
Wenn man keine Ideen hat macht man halt ein Turnier. Und anstatt etwas zu tun was logisch ist, zum Beispiel ein „King of the Ring“-Turnier, dessen Gewinner der neue Herausforderer für den Intercontinental Championship wird, lässt man es lieber ohne klang- und stilvollem Namen ablaufen. Hier hat auch Rob Van Dam seinen ersten größeren Auftritt, nachdem er bisher im Prinzip nur dafür zurück gekehrt war Damien Sandow wie einen Idioten aussehen zu lassen. Diese Aufgabe hatte dieses Mal The Big Show. Der hat ja sonst nix zu tun. Zum Glück. Jedenfalls erschließt sich mir ein Grund für die Rückkehr von RVD nicht. Eigentlich sollte man für einen Star wie RVD etwas bereit halten. Er sollte einen Grund haben plötzlich wieder zu kommen. Man hätte hier eine nette Midcard-Fehde mit Alberto Del Rio aufbauen können. Da man aber jede Minute für die komischen Vorkommnisse im Main Event und für John Cena braucht, steckt man RVD und Del Rio einfach sinnlos in das erste Turnier-Match. RVD gewinnt. Fehde vorbei.
Ich verstehe es einfach nicht. Warum hat man es in den Achtzigern und Neunzigern geschafft halbwegs unterhaltsame Fehden in der Midcard zu platzieren und dem Main Event trotzdem genug Aufmerksamkeit und Zeit übrig zu lassen? Heute bekommen sie es nicht mal hin ihren Main Event anständig zu promoten und vorzubereiten. Schaut euch einfach mal PPV’s aus den Achtziger und frühen Neunzigern an. Leute wie der Big Boss Man waren immer Undercarder, aber sie hatten stets eine halbwegs unterhaltsame Fehde mit zumindest einem Hauch von Sinnhaftigkeit.
Aber Hauptsache dieses scheiß Evolution-Stable feiert seine Rückkehr. Und dann auch noch ohne Ric Flair, obwohl WWE ihn unter Vertrag hat. Wahrscheinlich sieht Triple H sich als den neuen Ric Flair. Aber nur weil er Potenzprobleme wie ein über Sechzigjähriger hat ist er noch lange kein Ric Flair. Und die Kommentatoren… Früher hat man wenigstens versucht die Rückkehr eines solchen Stables als „must see“-Moment zu verkaufen. Am Montag sind sie da am Pult beinahe eingeschlafen, als „Line in the Sand“ von Motörhead erklang. Aber vielleicht waren sie einfach derselben Meinung wie das Publikum, denn die Zuschauer haben sich einen Scheißdreck für den nächsten Versuch interessiert Randy Orton und Batista im Main Event der Shows zu zementieren. An Triple H hat man sich mittlerweile gewöhnt. Der hält an seinem Spot fest. Wie ein Betriebsratsvorsitzender der nach langer Zeit abgewählt wurde und dem nun droht seinen alten Job als Schichtarbeiter wieder antreten zu müssen.
Wo sie mit Bray Wyatt und John Cena hin wollen kann ich mir auch nicht vorstellen. Wyatt wird Cena bei Extreme Rules unter Garantie nicht vernichtend schlagen. Wollte man einen Fehden-Sieg des Sektenführers hätte man ihn bereits bei Wrestlemania gewinnen lassen. So hat Cena doch im Prinzip schon die bösen Geister besiegt und Wyatt hat keinerlei Ansprüche Cena erneut herauszufordern. Aber der einzige der Cena aus dem Main Event vertreiben darf ist eben Triple H und so lange der meint die halbe TV-Time für sich beanspruchen zu müssen wird Cena auf Wartestellung gesetzt. Irgendwann darf er dann wieder den Retter spielen. Wahrscheinlich wenn Batista sich den WWE Championship holt und man Bryan aus dem Main Event kickt.

Nach längerer Pause lohnt es sich diese Woche vielleicht sogar mal wieder etwas über TNA zu schreiben. Dort lieben sie es ja bekanntlich WWE zu kopieren. Auch in der letzten Woche ging der Spaß weiter. Da hat WWE einen potentiellen Midcarder und Jobber mit Bart als World Champion und schon muss Dixie Carter das kopieren. Keine Frage ich freue mich für Eric Young. Wenn man den Mann so einsetzt wie er es verdient hat ist er einer der Besten bei TNA. Aber wie glaubwürdig ist ein Aushängeschild wenn es vor kurzem noch Knockout-Tag-Team-Champion war oder sich vor seinem eigenen Feuerwerk erschreckt bzw. so verwirrt ist, dass es mit einem falschen Championship durch die Gegend läuft und denkt es wäre der aktuelle World Champion der Company? Eric Young ist vom Standing her kein Daniel Bryan bei TNA, sondern wenn er Glück hat ein Santino Marella oder Hornswoggle. Aber diese dumme Kuh versteht sowas nicht. Die handelt einfach ohne nachzudenken und denkt dann sie würde alles richtig machen. Genau wie wenn ihr Mann so tut, als ob sie ihn gerade befriedigt hat. Dabei ist er schwul und fickt hinter ihrem Rücken mit Jeff Jarrett. Magnus haben sie nun endlich erlöst. Er wird in die Geschichte eingehen als potentielles Beispiel dafür wie man jemandem mit einem World Title um die Hüften demontieren kann.
Und ich bleibe dabei. Egal was das Wrestling-Universum labert. Das einzige was bei TNA rockt ist und bleibt Sam Shaw. Der spielt seine Rolle einfach genial. TNA versteht es nur wieder einmal nicht diesen Charakter auszubauen. Da wirft man so jemanden lieber dem schon mehrfach gescheiterten Mr. Anderson zum Fraß vor. Was will man aus dem noch heraus holen? Wie viele Championships will man ihm noch in den Arsch schieben? Bisher hat er sie alle sofort wieder raus geschissen und nochmal drauf gepisst. Der ist sowas von ungeeignet als Champion. Entweder verletzt er sich oder er verletzt andere. Anderson ist sowieso ein Typ der sofort uninteressant wird wenn er Champion ist. Ähnlich wie Samoa Joe verliert er plötzlich alles was vorher an ihm besonders war.
Hmm… Genau das ist es was TNA übrigens kaputt macht.

In diesem Sinne…
„Every man’s heart one day beats its final beat. His lungs breathe their final breath. And if what that man did in his life makes the blood pulse through the body of others and makes them believe deeper in something larger than life then his essence, his spirit, will be immortalized.