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Thema: Flashback # 13: Review und Analyse zum SummerSlam 1990

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    Standard Flashback # 13: Review und Analyse zum SummerSlam 1990

    Sonntag geht es beim Marktführer wieder einmal ums Überleben, heute erst einmal um einen weiteren Rückblick auf die Wrestling-Geschichte der WWE: Der SummerSlam 1990 steht auf dem Flashback-Programm! Und – wen würde dies ernsthaft wundern – auch bei diesem Event war zu Beginn einmal mehr alles so, wie man es von Vince McMahons Promotion in den Monaten und Jahren zuvor gewohnt war: Der Chef persönlich pushte die größte Party des Sommers schon im Intro mit einer Stimme, die gerade am Ende des Segments befürchten ließ, dass sich der Mann kurz vor einem Herzinfarkt befand. Im Fokus des Interesses stand dabei natürlich der Doppel-Main-Event, bestehend aus den Paarungen Hulk Hogan gegen Earthquake und dem WWF-Champion Ultimate Warrior gegen Rick Rude in einem Steel-Cage-Match. Man versuchte also tatsächlich, den Warrior als neues Face neben Hogan zu etablieren.

    Nachdem die Fans auf diese Weise in Bezug auf die drei vor ihnen liegenden Stunden ins rechte Licht gesetzt wurden, ging es live in die Arena (dieses Mal war man im „Spectrum“ in Philadelphia zu Gast), wo Vince McMahon und Roddy Piper die knapp 20.000 Fans in der Halle und alle anderen an den TV-Bildschirmen begrüßten. Mit Entsetzen musste ich zur Kenntnis nehmen, dass Jesse Ventura nicht mehr mit von der Kommentatoren-Partie war! Ich wollte es kaum glauben, aber mein unangefochtener Lieblingskommentator wurde allen Ernstes im August 1990, also kurz vor dem SummerSlam, entlassen. Der Hintergrund für diesen Schritt war geradezu grotesk-erbärmlich: Ausgerechnet ein Streit um Videospiele beendete Venturas glanzvolle Ära!!! Vince McMahon hatte einen Vertratg mit Nintendo und wollte daher Jesse untersagen, für den damals großen Konkurrenten Sega zu werben. Jesse, wie immer ein Freund klarer Worte und seiner eigenen Meinung, widersetzte sich der Legende nach heldenhaft – und durfte daraufhin genauso heldenhaft seine Koffer packen. Ein schwerer Schlag für alle Freunde der Wrestlingunterhaltung gleich zu Beginn der Show…

    Zum Weinen blieb gleichwohl wenig Zeit, denn der Opener stand schon unmittelbar nach der Begrüßung an.

    1. Match
    Tag Team Match
    Power and Glory (Paul Roma and Hercules) (with Slick) gewannen gegen The Rockers (Shawn Michaels and Marty Jannetty) via Pin

    Die Ehre, den SummerSlam zu eröffnen, hatten die Rockers, die einmal mehr unter großem Jubel in die Halle stürmten. Sie traten gegen die bereits im Ring wartenden Power and Glory an. Dieses Team wurde eigentlich aus der Not geboren: Hercules war als Singles Wrestler zwar immer mitten drin, aber nie wirklich dabei (oder andersrum?); Paul Roma seinerseits durfte zunächst zwar mit Jim Powers die Young Stallions bilden, konnte aber mit dem Team (und erst Recht danach als Einzelkämpfer) kaum etwas retten. Daher taten sich Herc und Roma zum Team der Gestrandeten zusammen.
    Wie es sich für richtige Heels gehört, griffen Power and Glory die rockenden Faces schon an, bevor diese richtig im Ring angekommen waren, wobei insbesondere Hercules mit seiner Eisenkette das rechte Knie von Shawn Michaels intensiv bearbeitete. Dieser fiel daraufhin für den Rest des Matches verletzungsbedingt aus, so dass Marty Janetty in der Folge quasi ein Handicap-Match zu bestreiten hatte (und dabei anfangs von den beiden Heels im Ring gleichzeitig auseinandergenommen wurde). Gleichwohl: Dieses Match wusste zu gefallen (wie gut wäre es wohl geworden, wenn es eine andere Storyline bekommen hätte und Michaels hätte mitwirken dürfen?). Marty zeigte klasse Moves, feines Selling und harmonierte mit Hercules und Paul Roma im Ring richtig gut. Es war schlicht und einfach ein kurzweiliges und überzeugend geworktes Match. Am Ende hatte Marty der Übermacht nicht mehr viel entgegenzusetzen – und nach ein paar stiffen Moves der Heels kam es dann zu ihrem (aus meiner Sicht ziemlich coolen) Finishing-Move, dem Powerplex (dabei gab es zunächst einen Superplex von Hercules gegen den auf dem obersten Seile der Ringecke sitzenden Janetty, dem folgte unmittelbar darauf ein Big Splash vom obersten Seil der daneben liegenden Ringecke von Paul Roma gegen den nunmehr in der Mitte des Rings liegenden Rocker).
    Wie gesagt, der Opener war alles andere als schwach, da auch die Fans voll mit dabei waren. Leider kann er (wie so viele andere Matches) als Sinnbild für die Karriere der Rockers gesehen werden: Sie lieferten im Ring meist stark ab, waren aber letztlich – trotz der konstant hoch bleibenden Beliebtheit beim Publikum – nur Midcarder. So auch dieses Mal: Sie mussten sogar für die Tag-Team-„Notlösung“ Herc und Roma die Aufbaugegner spielen. Das tat mir schon ein klein wenig im Herzen weh. Geholfen hat dies alles Power and Glory in der Folgezeit freilich eher wenig: Das Team bestand nur bis ins Jahr 1991 und holte keinen Titel. Erst als Roma in die WCW wechselte, war ihm Titelgold beschieden: Er durfte dreimal die WCW Tag Team Championship erringen.
    Wie dem auch sei: Nach dem Match nahmen die bitterbösen Hercules und Roma die angeschlagen Rockers mit Tritten weiter auseinander, so dass erst diverse Offizielle eingreifen und den armen Shawn mit einer Trage abtransportieren mussten. Dieser sellte seine Beinverletzung genauso überzeugend, wie er das auch in den folgenden Jahren tun sollte.

    In dem nachfolgenden Videosegment erklärte Mr. Perfect (begleitet von Bobby Heenen) einem andächtig lauschenden Sean Mooney, warum er einfach nur pefekt sei: Perfekter Körper bei perfektem Verstand führten eben zum perfekten Worker. Da bekommt das lateinische Sprichwort „Mens sana in corpore sano“ doch gleich die perfekte Verkörperung, was will man mehr? Dass er seinen Gürtel heute noch gegen den Texas Tornado verteidigen sollte, störte ihn daher auch nicht mal am Rande…

    2. Match
    Intercontinental Championship
    "The Texas Tornado" Kerry Von Erich gewann gegen Mr. Perfect (c) (with Bobby Heenan) via Pin (Titelwechsel)

    Und genau mit diesem Match ging es auch weiter. Mr. Perfect kam in seiner typischen Pose an den Ring. Sein Gegner, der Texas Tornado, war in der Liga zwar noch ein eher unbekanntes Gesicht, aber er nahm die WWF – Achtung, Scherz zum Fremdschämen – im Sturm! Die Lebensgeschichte des mich optisch ein wenig an den Ultimate Warrior erinnernden Tornados ist eine der schillerndsten überhaupt im Wrestlingbusiness: Bereits in der High School war er ein überragender Leichtathlet und stach insbesondere beim Diskuswerfen hervor. Als Wrestler war er zunächst in der WCCW sehr erfolgreich, es deutete sich eine ganz große Karriere an. Aber am 4.6.1986 verunglückte er schwer mit dem Motorrad und hätte bei dem Unfall nur um ein Haar sein Leben verloren. Im Rahmen der nachfolgenden Operation musste sogar sein rechter Fuß amputiert werden! Gleichwohl erhielt er eine Prothese, mit der er es tatsächlich schaffte, seine Karriere fortzusetzen (die Amputation hielt er aber gegenüber der Öffentlichkeit und anderen Workern geheim – der Legende nach duschte er sogar in seinen Wrestling-Boots, um das Geheimnis nicht in der Umkleidekabine zu offenbaren). Die Amputation des Fußes führte allerdings zu anhaltenden Schmerzen und somit auch dazu, dass Kerry von Schmerzmitteln abhängig wurde und auch generell Drogenprobleme bekam, was wiederum dazu führte, dass er immer häufiger mit dem Gesetz in Konflikt geriet. Da vier seiner Brüder in jungen Jahren bereits vor ihm starben (bei Mike und Chris ist Selbstmord als Todesursache sicher, bei David ist es umstritten, Jack starbim Alter von sechs Jahren nach einem Stromschlag) fühlte sich Kerry nach den Worten von Bret Hart von seinen Brüdern „gerufen“, so dass er von Schmerzen und Drogen gezeichnet am 18.2.1993 mit einem selbst angesetzten Kopfschuss aus dem Leben schied. Für die Jüngeren unter euch: Nun könnt ihr erahnen, wieso man in Bezug auf die Von Erichs immer wieder vom „tragischen Familienschicksal“ spricht.
    Über das Match beim SummerSlam 1990 gibt es indes nicht wirklich viel zu sagen. Letztlich war es ein von Technik und Mr. Perfects Selling geprägter Kampf, der dann recht schnell nach der Iron Claw und dem Discus Punch von Kerry beendet wurde. Ehrlich, das Ganze ging gerade mal gute fünf Minuten – und wir reden hier von einem Titelmatch! Gerade bei einem eher bedächtigen und von Technik lebenden Match ist das wirklich keine Ewigkeit. Aber ein beeindruckender Fakt wird mir wohl für alle Zeiten in Erinnerung bleiben: Auch wenn man weiß, dass Kerrys Fuß amputiert war und er mit einer Prothese antrat – man merkt es in seinen Matches so gut wie gar nicht. Hätte ich es nicht gewusst, es wäre mir schlicht nicht aufgefallen. Macht einfach selber mal den Test.

    Danach gaben Bobby Heenan und Mr. Perfect im Interview mit Gene Ukerlund zwischen den Zeilen deutlich erkennbar zu verstehen, dass der eben erfolgte Verlust des Gürtels in dieser Form irgendwie so gar nicht geplant gewesen war und sich alles andere als perfekt anfühlen würde. Überhaupt sei die perfekte Schulter bei zwei oben gewesen – alles sei an und für sich schon ein großer Skandal, da müsse unbedingt das Rematch her!

    3. Match
    Singles Match
    Queen Sherri gewann gegen Sapphire, da Sapphire nicht antrat

    Das Protokoll zeigte sich von solcherlei Gefasel unbeeindruckt, daher ging es mit einer im Ring wartenden und in einem gewagtem silbernen Mutantenkatzen-Outfit einmal mehr modisch alles richtig machenden Sensational Sherri weiter, die eigentlich gegen Saphire antreten sollte, die aber ihrerseits trotz der wiederholt einsetzenden Musik nicht in der Halle auftauchte. Sherri gewann daher das Match ohne Kampf, was einmal mehr ganz großer Mist war, zumal ich Sherri gerne in Aktion gesehen hätte (zur Not auch im Ring, hähää hähää, hähääää!).
    Backstage erklärte ein aufgelöster Dusty Rhodes, dass auch er keine Ahnung haben würde, wo sich Saphire aufhalten könnte. Sie sei einfach verschwunden. Mysteriös, verstörend, angsteinflößend… Sogar „Hacksaw“ Jim Duggan konnte keine das Dunkel erhellenden Auskünfte über ihren Aufenthaltsort geben, versprach aber, tapfer weitersuchen zu wollen (wenn in einer solchen verzwickten Situation jemand hilfreich sein konnte, dann sicher Jim „Sherlock John Holmes“ Duggan…).

    4. Match
    Singles Match
    The Warlord (with Slick) gewann gegen Tito Santana via Pin

    Während die Suche nach einer Person weiterging, die eigentlich keinem so wirklich fehlte, musste Tito Santana gegen den Warlord antreten. Der Warlord sollte als Singles-Wrestler auf den Weg gebracht werden, brauchte also Aufbaugegner – und auf diesem Level war Santana mittlerweile angelangt. Das Match war weder sonderlich gut, noch stank es total ab. Es war einfach ein Match, viel mehr kann ich gar nicht dazu sagen. Santana durfte einigermaßen gut mithalten und zeigte einige Aktionen, aber am Ende war er doch chancenlos – nach einem Power Slam des Worlords war alles vorbei. Es war eigentlich wie immer bei Matches von Santana: Der Junge war kein schlechter Worker, aber seine Matches nahmen mich nie wirklich mit…

    Backstage sagte Sean Mooney, dass mittlerweile drei Demolierer bei Demolition am Start waren: Man hatte sich mit dem jungen und in perfekter Vokuhila (die 80’er waren doch eigentlich schon vorbei!?) auftretenden Crush verstärkt (Hintergrund war, dass Ax in die Jahre kam und außerdem an einer Allergie litt. Vince McMahon wollte daher einen Worker in der Hinterhand haben, falls Ax nicht mehr antreten können sollte – so kam es für die Tag Team Champions zur Anwendung der Freebird-Rule). Aber die Gerechtigkeit forderte, dass pro Match immer nur zwei Akteure antreten und am Ring zugegen sein durften. Das führte natürlich – und hier lag der Hase im Pfeffer – zu der Frage, der das wohl beim SummerSlam sein würde? Heissa, da war die Spannung ja kaum mehr zu bremsen. Crush trat übrigens vor seiner Zeit bei der WWF bei NJPW und danach bei WCW an und war ein guter Freund von Randy Savage. Richtig alt wurde auch er übrigens nicht: Am 13.8.2007 starb er mit 43 Jahren an den Folgen eines Cocktails bestehend aus Schmerzmitteln, Muskelentspannungspräparaten und einigem anderen Teufelszeug…

    5. Match
    Two out of Three Falls for the WWF Tag Team Championship
    The Hart Foundation (Bret Hart and Jim Neidhart) gewann gegen Demolition (Smash and Crush) (c) via Pin mit 2: 1 (Titelwechsel)

    Im Ring wurde das Geheimnis um die Zusammensetzung von Demolition (die mittlerweile zum ersten Mal nach 1988 zu Heels geturnt worden waren) nach dem Einzug der Demolierer schnell gelüftet: Crush und Smash traten gegen die unter riesigem Jubel eintretende Hart Foundation an, die wieder einmal um die Titel kämpfen durften – und das in einem 2-out-of-3-Falls-Match.
    Es ging mit einigen Haltegriffen und flotten Aktionen los, um sich zu einem immer besser werdenden Match zu entwickeln, in dem die Harts zunächst über weite Strecken die Oberhand hatten. Die Crowd war von Anfang an voll drin, aber mit jeder Aktion wurde die Stimmung noch größer, so dass jedes Cover der Harts mitgezählt wurde. Gleichwohl ging der erste Fall (nach dem Matchverlauf überraschend) nach einem Decapitation gegen Bret Hart an Demolition.
    Der Hitman musste dann auch die nächste Runde beginnen und erstmal ordentlich einstecken, wodurch gut Spannung bei der Crowd auf den Hot-Tag aufgebaut wurde. Der kam dann auch, Anvil räumte auf – und die Fans wurde immer intensiver. Nach dem Finisher der Foundation, der Hart Attack, wollte der Referee gerade das Cover durchzählen, wurde mittendrin aber von Crush kurzerhand weggetragen. Es folgte die fällige DQ, so dass es nun eins zu eins stand. Die Crowd wurde nun richtig laut.
    Zu Beginn des dritten Falls kam dann Ax überraschend dazu – und versteckte sich raffiniert unter dem Ring. Man plante von Seiten Demolition wohl Verschlagenes… Und so war es auch: Als Bret Hart gerade dabei war, Smash im Ring auseinanderzunehmen, purzelte dieser wie zufällig aus dem Ring, versteckte sich und ein frischer Ax brachte sich ins Match. Ein Skandal! „Ja, ist der Referee denn blind? Das ist doch Twin-Magic für ganz Arme!“ mag der Mark vom Brettergymnasium da mit Tränen der Verzweiflung in den Augen in Richtung Fernseher geschrien haben. Wie dem auch sei, Demoltion räumten nun im Ring auf, bis irgendwann das komplette Chaos ausbrach. Als Ordnungshüter der Verdammten kam wie aus dem Nichts die Legion of Doom an den Ring, sorgte für Gerechtigkeit – und nach einem Einroller sicherten sich die Harts in diesem Durcheinander den dritten Fall und damit einmal mehr die Titel, während sich Demolition wutentbrannt auf den Weg machten, um die Legion of Doom hinter den Kulissen zu stellen.
    Dieses Match habe ich seinerzeit zum ersten Mal mit 15 Jahren gesehen – und es hat mich damals einfach nur umgehauen! Bret Hart war einer meiner absoluten Helden, die Crowd war unglaublich – alles hat mich damals schlicht beeindruckt. Heute sehe ich das alles natürlich deutlich reservierter, aber man muss auch jetzt noch sagen, dass dieses Match für damalige Verhältnisse klasse aufgebaut war und daher stellenweise ganz feine Unterhaltung bot.

    In dem nach dem Match stattfindenden Interview stellten Hawk und Animal klar, dass sie in jedes Bild passen würden und dass Demolition sie nun nicht mehr würden ignorieren können. Die frisch gekrönten Tag Team Champions kamen auch noch dazu und gaben bekannt, dass man sich hinter den Gürteln verstecken werde. Ansonsten bleibt in Erinnerung, dass Hawk genauso schön Anvil’s Bart streicheln konnte, wie dieser selbst. Das ist doch auch was…
    Natürlich ging auch die Suche nach der auf mysteriöse Weise verschwundenen Sapphire weiter. Sensational Sherri lieferte zur Aufklärung des Sachverhalts aber eher wenig konstruktive Hinweise, sondern feierte sich lieber selber. Wie gut müsse man sein, wenn die Gegnerin nicht mal den Mut hat, zum Match anzutreten? Da kam doch ein ganz schlimmer Verdacht auf: Sollte Sherri am Ende gar etwas mit dem Verschwinden eines Menschen zu tun haben? Fragen über Fragen. Wir blieben dran…

    6. Match
    Singles Match
    Jake Roberts geann gegen Bad News Brown via Disqualifikation

    Kanalratten gegen Würgeschlangen – unter diesem Motto stand das folgende Match. Bad News Brown gab im Vorfeld mehrfach bekannt, dass er die freundlichen Nagetiere sehr schätzen würde (wer auch nur Fotos von solchen ausgehungerten Exemplaren gesehen oder die Schilderungen in Georges Orwells „1984“ gelesen hat, der weiß, dass ihr Knuddelfaktor deutlich unter dem der Tribbles aus Star Trek liegt). Von daher schrieb sich die Storyline für dieses Match quasi von alleine. Dass bei dieser animalischen Auseinandersetzung ein normaler Ringrichter nicht die Ordnung würde aufrechterhalten können, verstand sich dabei von selbst. Daher wurde kein geringerer als der Big Boss Man als Gastringrichter eingesetzt, der im Vorfeld sicherheitshalber kundtat, dass er keine Angst vor Schlangen und Ratten haben würde, dabei aber deutlich machte, dass er damit nur den untauglichen Versuch startete, sich selber zu beruhigen…
    Roberts bekam bei seiner Entrance unglaublich gute Reaktionen, fast könnte man sagen, er befand sich auf seinem Zenit. Brown indes absolvierte beim SummerSlam 1990 sein letztes Match für die WWF, nachdem er von Vince McMahon enttäuscht war, da dieser sein Versprechen gebrochen habe, ihn zum ersten farbigen WWF-Champion in der Geschichte zu machen. Übrigens: Wie tough und respektiert Brown im Roster war, macht folgende kleine Anekdote deutlich, die von Dynamite Kid überliefert worden ist: Während einer Busfahrt soll kein geringerer als André the Giant eine abfällige Bemerkung über NJPW gemacht haben (für diese Promotion arbeitete Brown für kurze Zeit). Brown tat so, als hätte er das überhört, sorgte aber dafür, dass der Busfahrer den Bus anhielt, ging dann zu André, schrie ihn an und forderte ihn auf, die Sache mit ihm auf dem Parkplatz auszutragen. André soll sich keinen Zentimeter von seinem Sitz bewegt, sondern sich vielmehr wortreich und aufrichtig entschuldigt haben. Mit jemandem wie Brown hätte man sich also wohl eher nicht anlegen wollen…
    Das Match selber war nichts für Feinschmecker und lebte von den erfolglosen DDT-Versuchen von Roberts. Ansonsten zeigte sich der Boss Man als Referee völlig überfordert: Einen Angriff mit einem Stuhl gegen Roberts durch Brown ahndete er drakonisch mit einer lieb gemeinten Verwarnung (sogar Roddy Piper forderte hier on air die fällige DQ). Nach dieser illegalen Aktion kontrollierte Brown das Geschehen, Matchfluss kam gleichwohl nicht auf. Aber natürlich kam Jake zurück ins Match, zeigte die kurz gezogene Clotheline – und das Publikum forderte lautstark den DDT. Der sollte auch kommen, aber Brown konnte kontern und setzte abermals den Stuhl als Waffe ein. Frei nach dem Motto „Einmal ist keinmal, aber zweimal ist einmal zu viel“ dachte sich der Boss Man, dass eine DQ jetzt doch eine runde Sache sein könnte und disqualifizierte den Rattenfreund. Der schien aber sowieso mittlerweile ganz andere Pläne zu haben: Denn während sich der Boss Man außerhalb des Rings um Roberts kümmerte, schnappte sich Brown den Sack, in dem die Schlange Damien vor sich hinträumte, und wollte einen Legdrop darauf setzen. Gut, dass der Boss Man gerade noch rechtzeitig zur Stelle war und das Reptil retten konnte. Leider kehrte er danach dem bösen Brown den Rücken zu, so dass dieser nunmehr ihn angreifen konnte. In der Zwischenzeit hatte sich nun wiederum der Schlangenmann erholt, Damien aus dem Sack befreit (für Freunde des ganz erbärmlichen Humors: Jake holte seine Schlange aus dem Sack – ja, ich schäme mich…) und konnte Herrn Brown damit publikumswirksam in die Flucht schlagen.

    Wenngleich mir dieses Match ziemlich lang vorkam, es dauerte keine fünf Minuten! Da bis auf die beiden Main Events und das Tag Team Titelmatch aber auch alle anderen Paarungen immer nur um und bei fünf Minuten gingen, stellt sich rückblickend natürlich schon irgendwie die Frage, wie man die Zeit für den SummerSlam 1990 überhaupt vollbekommen hat. Die Antwort: Mit ausgesprochen vielen Interviewsegmenten – und mit Brother Love! Der allseits (un)beliebte Schweinebackenmann trat auch beim SummerSlam im Jahr der deutschen Wiedervereinigung zu seiner Show an und hatte in Philadelphia, der Stadt der brüderlichen Liebe, natürliche ein gefühltes Heimspiel, verteilte wie gewohnt seine Liebesbeteuerungen – und hieß dann Sergeant Slaughter herzlich willkommen. Der zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Abschluss seines 42. Lebensjahres stehende US-Soldat blickte zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine bewegte Karriere zurück, während derer er schon bei der WWF, bei AWA und auch bei NWA unter Vertrag stand. Zwar gewann er nur ein einziges Mal den WWF-Gürtel (und das als bitterböser und politisch sein Vaterland verratender Heel), aber dennoch gehört er in Deutschland bei der etwas älteren Generation immer noch zu den bekannteren Wrestlern. Im Ring im Alter immer zurückhaltender agierend, verfügte er doch über ein Charisma, das in Bezug auf sein Gimmick einfach passte wie die Faust aufs Auge. Und auch in den späteren 90’er Jahren zeigte er stellenweise noch, dass er auch gegen jüngere Worker über längere Distanzen gehen konnte, um sie over zu bringen (wofür er sich selten zu schade war).
    1990 war Slaughter gut im Futter und sollte als Heel präsentiert werden, der Amerika als schwach und verweichlicht darstellte (dass es Vince aber auch in politisch pikanten Zeiten nie lassen konnte, mit den Streichhölzern in der Nähe von Benzinkanistern zu spielen!). Da Slaughter also in ganz Amerika nur Schwächlinge vorfand, er aber unbedingt seinen „Great Amerika Award“ loswerden wollte, bekam ihn kurzerhand Brother Live, der sich wie ein kleines glückliches Ferkel im Schmutz darüber freute. Und dann wurde es langsam geschmacklos: Slaughter erklärte Nikolai Volkoff den Krieg, da Amerika zu feige sei, jemandem den Krieg zu erklären. Zur Erinnerung: Am 2.8.1990 begann der Eroberungskrieg des Iraks gegen Kuwait. Am 27.8.1990 fand der SummerSlam statt. Nur einen Tag später wurde Kuwait von Irak annektiert – und am 16.1.1991 begann die internationale Koalition unter Führung der Amerikaner mit der Befreiung Kuwaits. Zum Zeitpunkt des SummerSlam war die Lage im mittleren Osten also politisch mehr als nur leicht brisant (Slaughter nahm darauf auch wörtlich und ohne mit der Wimper zu zucken Bezug). Inwiefern vor diesem Hintergrund Aussagen wie „Amerika ist zu feige, den Krieg zu erklären“ einfach nur widerlich sind oder schon kriegstreiberisch (und damit vielleicht sogar ziemlich im Sinne der obersten Heeresleitung, um das Volk der Rednecks auf Kurs zu bringen), das muss wie immer jeder selber entscheiden.

    Kommen wir zum nächsten amerikanischen Feindbild in den frühen 90ern, den Japanern: Der Orient Express gab mit Mr. Fuji ein Interview, in dem er mit seinem bösesten Gesichtsausdruck kundtat, dass seine Japaner auch die Koalition zwischen den USA und der UdSSR besiegen würden. Bevor ich mich übergeben konnte, wurde schnell zu Mean Gene geschaltet, der „Breaking News“ hatte: Sapphire war wirklich aufgetaucht, stapfte allerdings nur erbost in ihre Kabine (Wow!). Das Rätsel, das ihr geheimnisvolles Verschwinden umgab, blieb also zunächst nach wie vor unaufgeklärt (nochmal: Ich dachte, ich wäre hier beim SummerSlam gelandet, nicht bei RTL im wöchentlichen Nachmittagsprogramm!!!).

    Die neue Völkerfreundschaft zwischen der Sowjetunion und den USA wurde im Interview zum nun folgenden Tag Team Match beschworen: Jim Duggan und Nikolai Volkoff standen Sean Mooney Rede und Antwort. Und meine Güte, war das widerlich: Duggan gab sich noch moderat und sprach von Volkoff als einem Mann, den er einen Freund und Nachbarn nennen würde. Und selbstredend erfüllte es ihn mit Stolz, ihn als Tag Team Partner in seiner Ecke zu haben. So weit, so platt. Schlimm wurde es dann, als Volkoff an der Reih war: Er musste allen Ernstes sagen, dass er die USA lieben würde und – ACHTUNG – dass Jim Duggan sein Idol (!!!) sei (ja, gegen den Gedankengiganten Hacksaw wirken Leute wie Tolstoi oder Dostojewskij wie intellektuelle Chorknaben). Der Orient Express mache ihm keine Angst, denn er und Hacksaw seien der American Express. Zu so viel Schrott fiel auch Hacksaw nicht viel mehr ein, als vor Entsetzen laut „Hooo“ zu schreien. Und allen, die jetzt sagen: „Wieso regt sich der Schreiberling denn jetzt so auf? Erst nervt ihn das ewige Beschwören des Feindbildes Russland, und dann gibt die WWE das endlich auf, es ist aber trotzdem nicht richtig. Wieso heulst Du denn so rum?“ – Antwort: Weil das alles so platt und geheuchelt war! Und genaugenommen war die ganze Aktion auch nicht einmal ein platter Beitrag zur Völkerverständigung, vielmehr wurden nur die Feindbilder ausgetauscht: Die in den letzten Atemzügen röchelnde Sowjetunion würde gegen die seinerzeit als wirtschaftlich hellster Stern am Ökonomiehimmel strahlenden Japaner ausgetauscht. Fertig war die neue Lauge. Und überhaupt: Am Horizont zeichnete sich bereits sehr konkret der Krieg gegen den Irak ab – wie das storylinemäßig ausgeschlachtet wurde, das sollen die folgenden Flashbacks zeigen.

    7. Match
    Tag Team Match
    Nikolai Volkoff und Jim Duggan gewannen gegen The Orient Express (Pat Tanaka and Sato) (with Mr. Fuji) via Pin

    Doch zunächst gab es nach politisch gewagten Segmenten und langweiligen Verschwindibusgeschichten aus Versehen auch mal wieder Wrestling: Der Orient Express musste gegen Duggan und Volkoff ran. Als diese zusammen „God bless America“ sangen, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Als Duggan alle tapferen Amerikaner im mittleren Osten grüßte, wusste ich es – und entschied mich einmal mehr für Übergeben…
    Über das Match muss man nicht viel sagen: Nachdem zuerst Volkoff einstecken musste, kam schnell der Wechsel, Duggan räumte auf und nach seinem Finisher war dann auch Schluss, so dass die Halle jubelte. Das hört sich jetzt schlimm an, aber viel besser hätte man dieses Match kaum aufziehen können, da die Paarung einfach nicht viel mehr hergab. So war es immerhin kurz und knackig (man muss eben auch mal nach dem Positiven suchen!).

    Danach ging es weiter mit der uns alle in keiner Weise beschäftigenden Frage, was denn nun mit Sapphire los war? Auch Dusty Rhodes drang nicht zu ihr vor, was ihn schier zum Verzweifeln brachte, da er sie unbedingt in seiner Ecke brauchen würde. Entspannter zeigte sich da der Macho King, der auf seinem Thron sitzend im Interview mit Sean Mooney andeutete, dass ihn das ganze Gerede um Sapphire eher langweilen würde (wen nicht?).

    8. Match
    Singles Match
    Randy Savage (with Queen Sherri) gewann gegen Dusty Rhodes via Pin

    In einem bombastischen Einzug kam Savage auf seinem von vier Männern getragenen Thron und begleitet von Sherri an den Ring – doch gerade, als der Kampf hätte losgehen sollen, meldete sich der Million Dollar Man per Mikrophon vom anderen Ende der Halle zu Wort, der wie immer klarmachte, dass alles nur eine Frage des Geldes sei. Wer kauft, gewinnt! Und seine jüngste Investition präsentierte er auch gleich: Es war Sweet Sapphire! Das also war des Pudels Kern! Es war ja kaum zu glauben! Dusty jedenfalls wollte sich gerade völlig erschüttert auf den Weg zu DiBiase machen, wurde aber dabei hinterrücks von Savage angegriffen, so dass das Match tatsächlich doch noch losging. Na ja, Match wäre wohl etwas zu viel gesagt: Zuerst schlug Savage auf Rhodes ein, dann Rhodes auf Savage – und schließlich zog Savage irgendwann in einem Gewirr dem amerikanischen Traum die Handtasche von Sherri über. Dusty war daraufhin ausgeknockt, wurde gepinnt – und das Match war damit vorbei. Das einzige, was ich hierzu noch groß sagen möchte: Savage erhielt für seinen Sieg als böser Heel von Seiten der Fans (zumindest soweit ich das mitbekommen habe) sogar einigen Jubel (der Mann war einfach nicht totzukriegen).

    Der ganze Skandal schrie natürlich nach Aufklärung! Daher fragte Sean Money beim Million Dollar Man persönlich nach. Der sagte auf dem Weg zu seiner Limo nur, dass es absolut nichts geben würde, was sein Geld nicht kaufen könne. Rhodes wollte die Limo noch aufhalten, sah den Wagen aber nur noch von hinten. So kanns gehen…

    9. Match
    Singles Match
    Hulk Hogan (with Big Boss Man) gewann gegen Earthquake (with Jimmy Hart and Dino Bravo) via Countout

    In der Halle kam es derweil zum ersten Main Event: Earthquake kam entschlossen mit Dino Bravo an den Ring, ihm folgte Hogan, der seinerseits den Bog Boss Man im Schlepptau hatte (und, soweit ich das hören konnte, wieder einen riesigen Pop bekam).
    Der Kampf selber war ein typischer Hogan-Kampf. Er steckte zuerst ein, kam dann zurück, wurde durch eine illegale Aktion aus dem Flow gebracht, streckte wieder ein, um dann heldenhaft nach zwei Earthquake-Splashes nochmals zurückzukommen und das Match (natürlich nach dem obligatorischen Bodyslam und Legdrop) strahlend zu gewinnen. Das alles wurde professionell und solide abgespult – wieso nicht, wenn die Fans es kaufen? Und das taten sie im Sommer 1990 zum großen Teil noch. Spannung und feine Matchführung sehen freilich anders. Ein Stück weit beeindruckt war ich aber wieder von der Beweglichkeit Earthquakes, der sich seine Sumo-Vergangenheit zu Nutze machte und körperlich sehr agil wirkte. Auch steckte er während des Matches richtig übel ein (schaut euch mal seinen Rücken nach dem Kampf an!).
    Das übliche Ende wurde ein wenig modifiziert, da das Match nach dem Legdrop noch nicht vorbei war, sondern Jimmy Hart eingriff. So ging es außerhalb des Rings noch kurz weiter, wo Hogan einen weiteren Slam gegen Earthquake auf einen Stuhl ansetzte (was ziemlich unglücklich aussah, da der Stuhl heil blieb, der Slam also nicht präzise angesetzt wurde), so dass Earthquake ausgezählt wurde. Das Match war wie gesagt typisch Hogan, aber rückblickend muss ich sagen, dass mir der Aufbau dieses Ma immerhin etwas besser gefallen hat, als dies bei manch anderen Hogan-Matches der Fall war. Gut im eigentlichen Sinne war das Match dennoch nicht. Bei der Siegesfeier war auch alles wie immer (Hogan würdigte den Boss Man kaum eines Blickes, feiern durfte nur der Hulkster).

    Im folgenden Interview mit Rick Rude machte dieser optisch deutlich, dass die 80er mittlerweile weit hinter ihm lagen: Von der Wolfgang-Petry-Matte war nichts mehr geblieben! Sie musste einem feschen Kurzhaarschnitt weichen – dem Oberlippenbart blieb Rude aber nach wie vor treu.
    Hogan indes war sich nach seinem Sieg selbst genug und freute sich. Earthquake demgegenüber machte klar, dass der Krieg gegen Hogan gerade erst begonnen habe.
    Und wer am Ende dieses Interviewsegments noch nicht eingeschlafen war, der durfte erleben, wie der Warrior unter Aufbringung seiner ganzen linguistischen und grammatikalischen Kenntnisse backstage fröhlich durch die Gegend grunzte.

    10. Match
    Steel Cage Match for the WWF Championship
    The Ultimate Warrior (c) gewann gegen Rick Rude (with Bobby Heenan) via Escape

    Und dann ging es mit dem Main Event los: Der Steel Cage stand, Rick Rude kam an den Ring (und beleidigte erst einmal charmant das Publikum), während es der Warrior anschließend vorzog, sinnbefreit um den Ring herumzulaufen. Rude half fürsorglich und wies ihm den Weg in den Ring – und los ging die wilde Fahrt. Beide hatten in der Vergangenheit einige ordentliche Matches gegeneinander absolviert, also durfte man hoffen, dass es dieses Mal ähnlich gut werden könnte. Und so sehr beide sich auch mühten, es wurde eine ihrer schwächeren Partien, da der Steel Cage einfach nicht viel an Technik und Matchfluss zulässt. Rude zeigte zwei beachtenswerte Sprünge vom Käfig in den Ring (es wurden zwar nur zwei Faustschläge, aber immerhin). Heenen schlug dem Warrior natürlich irgendwann die Käfigtür ins Gesicht (muss ja so sein), aber irgendwie war die Crowd nicht so drin, wie es bei Hogan der Fall war. Stellenweise lag eine merkwürdige Stille in der Arena. Erst als der Warrior Rude die Hose herunterzog kam wieder Stimmung in den Laden. Der Höhlenkrieger drehte daraufhin durch und auf, flüchtete aus dem Käfig und gewann somit den Kampf. Das Match war wie gesagt nicht überragend, aber hatte immerhin Impact – und am Ende sah man beiden Workern an ihren Gesichtern an, was sie körperlich geleistet hatten.

    Fazit: Am Ende steht ein irgendwie merkwürdiger SummerSlam in den Geschichtsbüchern. Die beiden Main Events gingen irgendwie schon in Ordnung, aber der Rest? Schwache Matches, viele unsägliche Interviews und Sequenzen, dazu eine Story um Sapphire, die keiner wirklich brauchte. Der Opener war gut, das Tag Team Title Match sogar klasse, aber davon abgesehen bleibt nicht viel in Erinnerung. Besonders das Segment mit Sergeant Slaughter und der Bezug auf den drohenden Irakkrieg hinterlassen bei mir einen sehr faden Nachgeschmack: Aber es war schon immer so, dass Vince McMahons Redneck-Liga die Heimatfront stets mit plattem Pathos und gefährlicher Schwarz-Weiß-Malerei auf Vordermann brachte. Das sollte in den folgenden Monaten noch deutlicher zu Tage treten…
    Geändert von Silentpfluecker (16.11.2015 um 19:29 Uhr)
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    Verlorene Wette gegen CM Punk BITW: Royal Rumble, den 26.Januar 2015 und den 19. Juli 2015.

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  5. #3
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    Ich wollte gerade fragen wer ihn geschrieben hat xD.
    Wieder wunderbar geschrieben. Ich selbst habe ihn noch nie gesehen obwohl er aus meinem Geburtsjahr stammt.
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  6. #4
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    Sauber, da krieche ich nach einem Nachtflug vom Flughafen direkt ins Büro und frage mich, ob es denn noch Gutes auf der Welt gibt, und da war er auch schon, der neue Flashback. Schauen wir mal, was wir dieses Mal hatten.

    Ventura verklagte Vince später übrigens wegen Tantiemen aus seiner Kommentatorentätigkeit, was Vince Millionen kostete. Irgendwie schaffte es Ventura, gerichtlich durchzukloppen, dass seine Kommentierung nur weiterhin genutzt werden darf, wenn er dafür Kohle bekommt. Das bringt ihm laut Ventura angeblich immer noch sechsstellige Summen pro Jahr, und Vinnie ist bis heute sauer. Tja, Verträge zu machen ist halt nicht leicht. Del Rio und CM Punk haben es ihm in jüngerer Vergangenheit ja auch noch mal gezeigt.

    Die Von Erichs - die "Kennedys des Wrestling" - waren in Texas echte Rock Stars, ehe das Massensterben einsetzte. Es ist schrecklich, was da abging, und wer TNA verfolgt hat kennt Kerrys Tochter Lacey von Erich, die in die Fußstapfen ihrer Familie treten wollte. So süß sie auch ist, aber im Ring war sie eher eine Eva Marie. Dann zeigte sich aber ihre Klasse, denn sie selbst trat aus genau diesem Grund aus Repekt vor der Familie selbst zurück. Mittlerweile hat sie glaube ich einen Sohn und leitet eine eigene erfolgreiche Werbeagentur in Los Angeles. Papa Kerry wäre stolz gewesen. Leider erschoss er sich einen Tag vor einer erwarteten Verurteilung wegen seiner Drogengeschichten, die wohl zu einer längeren Gefängnisstrafe geführt hätte. Der Ruf seiner Brüder war einfach zu stark, und Knast war wohl auch keine Option. Schade, ich habe diesen Underdog immer gemocht.

    Saphire wurde gekauft! Tja, nicht so ganz, in der Realität ging der Split nämlich von Dusty aus, da er wohl plötzlich nicht mehr sah, was man aus der Nummer noch machen kann. Saphire soll bis zu ihren Krebstod vor einigen Jahren recht sauer gewesen sein. Keine Ahnung worauf, wohl auf die ausbleibende Kohle. Ich fand sie zu keiner Zeit auch nur ansatzweise interessant oder unterhaltsam.

    Ax und Crush - wie einst Schwarzenegger und Danny DeVito im Film "Zwillinge" - nur ihre Mutter kann sie auseinander halten... Diese "Twin Magic" wandte Demolition im Trio massig an, was WIRKLICH bescheuert rüberkam, da Crush und Ax wie Khali und Hornswoggle wirkten. Und die Ringrichter? Hmmm, also weiß sind ja beide Gesichter angemalt, wenn auch manchmal mit unterschiedlichem Muster... Ja, doch, muss die gleiche Person sein... Ich war trotzdem ein großer Fan von Demolition, solange sie ein Duo waren. Das Match gegen die Harts war auch für mich ein echter Knaller und eine meiner ersten prägnanten Erinnerungen im Wrestling.

    Der Witz der Zeit war der schön umschriebene Schwachsinn um USA-Irak-UdSSR-RestDerWelt. Slaughter spielte seine Rolle in der ganzen Nummer bei allem Unsinn recht gut. Ich erinnere mich SEHR gut, dass ich wirklich sehen wollte, wie der Kriegshetzer ordendlich was vor die Omme bekommen sollte. Na ja, man kann erahnen, wer diese Ehre bekam... Und wer Volkoff hier schon scheiße fand, der kann mal versuchen, die Einspieler aus der Zeit zu bekommen, in denen seine Amerikanisierung gezeigt wurde. Peinlich hoch tausend war die Verleihung eines Pfadfinderordens, bei der er Rotz und Wasser heulte und salutierte, als hätte er gerade alleine den zweiten Weltkrieg gewonnen. Richtig peinlich. Stellt euch vor, ihr würdet zum Ehrenwölfling in Wanne-Eickel ernannt. Wer würde da nicht Rotz und Wasser heulen?

    Abgesehen vom Demolition-Match war der Flashback sicherlich um einiges spannender als die echte Veranstaltung, aber das ist ja nicht das erste Mal.

  7. #5
    Avatar von Silentpfluecker
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    Herrlich, wie mein @Overtaker immer noch Ergänzungen reinbringt. Ich schaue immer vieles nach, aber er hat immer noch ein paar richtig wichtige Ergänzungen, von denen ich noch nie gehört habe.
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    Zitat Zitat von Silentpfluecker Beitrag anzeigen
    Herrlich, wie mein @Overtaker immer noch Ergänzungen reinbringt. Ich schaue immer vieles nach, aber er hat immer noch ein paar richtig wichtige Ergänzungen, von denen ich noch nie gehört habe.
    Ich hab eigentlich gedacht das du diesen Flashback nicht geschrieben hast?????
    Wossap meint, meine Signatur wäre schwul!
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  10. #7
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    Zitat Zitat von ebe3:16 Beitrag anzeigen
    Ich hab eigentlich gedacht das du diesen Flashback nicht geschrieben hast?????
    Doch, doch, ich schreibe alle Flashbacks, ist ja "meine" Kolumne! Mein guter Nexus war nur so lieb, das zu posten, da ich zwei Wochen ohne Internet war.
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  11. #8
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    Zitat Zitat von Silentpfluecker Beitrag anzeigen
    Doch, doch, ich schreibe alle Flashbacks, ist ja "meine" Kolumne! Mein guter Nexus war nur so lieb, das zu posten, da ich zwei Wochen ohne Internet war.
    Hmmmmmmm.....ich wollte nämlich erst schreiben, das sich dieser Flashback irgendwie anders hat lesen lassen und man merkt, das du den nicht geschrieben hast. Glück gehabt, nicht ganz zum Horst gemacht. lol
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  12. #9
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    Zitat Zitat von ebe3:16 Beitrag anzeigen
    Hmmmmmmm.....ich wollte nämlich erst schreiben, das sich dieser Flashback irgendwie anders hat lesen lassen und man merkt, das du den nicht geschrieben hast. Glück gehabt, nicht ganz zum Horst gemacht. lol
    Interessant. Ich lese mir die nochmal alle durch und prüfe mal, ob mir das aufgefallen wäre.
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  14. #10
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    Zitat Zitat von Silentpfluecker Beitrag anzeigen
    Interessant. Ich lese mir die nochmal alle durch und prüfe mal, ob mir das aufgefallen wäre.
    Aber dennoch, er war gut geschrieben, also nicht falsch verstehen. XD
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