Viele aktuelle und ehemalige Pro-Wrestler und Pro-Wrestlerinnen waren im Laufe der letzten Woche in verschiedenen Interviewformaten zu Gast und standen Rede und Antwort. Wir haben für euch einige Highlights zusammengefasst! Viel Spaß beim Diskutieren!

Cody Rhodes sprach kürzlich mit "BuffaloNews.com" und gewährt unter anderem einen Einblick in seine Gefühlslage bezüglich seines verstorbenen Vates Dusty Rhodes, so wie zu dessen Erbe. Dies und mehr könnt Ihr hier nachlesen.

Über den aktuellen Staus der Wrestling-Industrie:

„Ich könnte mich täuschen, aber ich habe das Gefühl das uns ein ähnlicher “Boom“ wie in den 90er Jahren bevorsteht. Damals war unser Familiengeschäft mit das coolste, was es auf der Welt gab. Es ging alles so schnell. In einem Moment war ich der einzige Wrestling-Fan in der Klasse und im nächsten bin ich auf „Nitro“-Partys und feiere mit anderen den „Monday Night War.“ Ich habe das Gefühl, wir befinden uns in einer richtig guten Phase für das Geschäft und für deren Akteure. Natürlich ist es aus finanzieller Sicht sehr lukrativ, aber auch die Fans haben sehr viele Auswahlmöglichkeiten. Man kann auf New Japan World gehen und die Shows sind mit englischem Kommentar abrufbar. Ring of Honor ist mittlerweile über eine App zu sehen. Das WWE Network ist jederzeit und überall verfügbar. Es ist für jeden etwas dabei.“
Über das Vermächtnis als Sohn von Dusty Rhodes:

„Damit habe ich regelmäßig meine Probleme. Wäre mein Vater nicht berühmt gewesen, dann hätte ich ihn mit niemandem geteilt. Dadurch, dass er ein Star war, musste ich ihn mit der Welt teilen und damit auch sein Vermächtnis, welches unter anderem durch “Starrcade“ und die “War Games“ entstanden ist.“

„Ich will ehrlich sein. Oft sind nicht viele mit meiner Meinung einverstanden. Es gibt keine Anleitung dafür, wie ich mit gewissen Situationen umgehen soll. Ich weiß nicht immer, was das Richtige ist, aber ich weiß, dass einige seiner Nachlässe und Kreationen in Besitz der WWE sind. Das heißt nicht unbedingt, dass ich damit einverstanden bin und ich versuche so gut wie möglich sein Erbe von meinem Familienstandpunkt zu schützen. Er hätte aber auch gewollt, dass ich mich hauptsächlich um mich selber kümmere."

Kevin Owens war zu Gast beim "In This Corner"-Podcast und sprach unter anderem über sein Segment mit Vince McMahon, welches vor kurzem bei "Smackdown Live" stattfand. Seine Meinung dazu findet Ihr hier.

Über das zeigen von Blut im Wrestling:

„Blut ist heutzutage eine echte Seltenheit. Manchmal passiert es einfach, ob wir es wollen oder nicht. Was wir hier tun ist sehr belastend für den Körper und daran kann man nichts ändern. Wie damals, als ich gegen CJ Parker antrat. Ich bin mir sicher, dass er mir nicht die Nase brechen wollte, aber es ist passiert. Das hat die ganze Sache zu einem sehr speziellen Moment gemacht. Blut kann Sachen viel dramatischer machen. Es war wohl ein glücklicher Zufall für mich, wobei ich mir nicht sicher bin, ob glücklich das richtige Wort dafür ist. Wenn es schon mal passiert, dann kann man daraus aber auch einen Vorteil ziehen.“
Ob er nervös war Vince McMahon gegenüberzustehen:

„Ich war nicht nervös. Um ehrlich zu sein, ich werde gar nicht mehr nervös. Ich habe so viel Vertrauen in meine Fähigkeiten über die Jahre gesammelt, dass es einfach nicht mehr vorkommt. Damit will ich nicht sagen, dass ich nie aufgeregt bin. Das bin ich immer. Ich freue mich jedes Mal wieder in den Ring zu dürfen. Ich bekomme schon Schmetterlinge in Bauch, besonders wenn man mit einer Persönlichkeit wie Vince McMahon im Ring steht, aber das hat nichts mit Nervosität zu tun.“

„Als ich das erste Mal bei Monday Night Raw auftrat und John Cena gegenüberstand, da wusste ich, hier gehöre ich hin. Nach zweieinhalb Jahren bin ich sicherer geworden, was das Auftreten vor den Kameras und den großen Zuschauermengen betrifft. Dafür habe ich 15 Jahre hart gearbeitet, um hierher zu kommen und ich bin mir immer treu geblieben. Ich fühle mich nicht mehr nervös, sondern ich fühle mich wie zu Hause.“
Über seine bisherigen Erfolge:

„Ich habe das bereits zu meinen engen Freunden und Bekannten gesagt. Es gibt einige bedeutende Momente für mich, die ich bisher erreicht habe. Meine Debüts bei Monday Night Raw und NXT, der Gewinn der Intercontinental Championship und natürlich meine erste WWE Universal Championship. Aber mit Vince McMahon im Ring zu stehen und ihm die größte Tracht Prügel aller Zeiten außerhalb eines Matches zu verpassen, war etwas ganz Besonderes. Ich glaube nicht, dass jemand Vince jemals so fertiggemacht hat, wie ich es tat. Das wird für eine lange Zeit eines meiner Highlights sein. Wenn meine Karriere ihr Ende findet, wird dieses Segment ganz weit oben auf meiner Liste stehen, mit Sicherheit.“

Jerry Lawler sprach in seinem "Dinner With The King"-Podcast über die aktuelle Situation von Roman Reigns und verrät einige Sachen über das Backstageverhalten von Brock Lesnar. Neugierig was "The King" zu erzählen hat? Hier könnt Ihr es nachlesen.

Über das Match Roman Reigns vs. John Cena:

„Der Sinn diese Matches war es, die Fackel förmlich an Roman Reigns weiter zu geben. Innerhalb der WWE gab es schon immer eine Rangordnung und die wird es auch immer geben und meistens gibt es dann auch eine Person, die über allen anderen steht. Diesbezüglich hat offensichtlich Vince McMahon das letzte Wort. Manchmal sind die Fans nicht mit der Entscheidung einverstanden und lehnen diese ab.“
Ob Roman Reigns nun das Gesicht von WWE geworden ist:

„Ich denke schon. Wollt ihr was Witziges dazu wissen? Wenn man diesen Status erreicht, zieht man sich nicht mehr in derselben Umkleide wie die anderen um. Man hat seinen eigenen Bus und seine eigene Umkleide. Man glaubt, dass das Gesicht der Promotion auch der Anführer Backstage wäre, aber das ist nicht der Fall. Brock Lesnar zum Beispiel. Man sieht ihn nie. Er ist immer in seinem Bus und da bleibt er, bis er an der Reihe ist. Er geht raus, kommt zurück und ist dann weg.“

Sami Zayn sprach kürzlich mit Joe.co.uk und erzählte dabei einiges über seine Familie und seine arabische Herkunft. Dies und mehr haben wir hier für euch zusammengefasst.

Über seinen multikulturellen Hintergrund und seine Familie:

„Ich bin, wer ich bin. Ein Araber, ein Kanadier und ich habe rote Haare. Das alles gehört zu mir. Als ich die Möglichkeit hatte bei der WWE zu unterschreiben und einen Charakter zu spielen, der eine Version von mir ist, war das schon ziemlich cool. Ich bin stolz darauf die Fans aus den Mittleren Osten in einer Art repräsentieren zu können, wie es nicht oft der Fall ist. Es wirkt einfach echt. Ich will nicht sagen, dass ich das Aushängeschild Arabiens bin, aber es ist definitiv etwas näher dran als der Iron Sheik oder ähnliches.“

„Bevor meine syrischen Familienmitglieder nach Kanada kamen, da kannten Sie mich Größtenteils nur aus dem Fernsehen. Sie sind Wrestling-Fans und in Syrien aufgewachsen. Ich bin in Kanada aufgewachsen, dementsprechend kennen wir uns kaum. Sie kennen mich mehr als Sami Zyan, als mich als privaten Menschen. Das ist schon sehr lustig. Die Söhne meiner Cousine sind 15 Jahre alt und sagen immer, dass Sami Zayn vorbeikommt. Ich muss sie dann immer bremsen und sagen, dass ich vorbeikomme und nicht Sami."
Über den Lebensstil als Pro-Wrestler:
„Nicht nur unsere Szene hat sich geändert, sondern auch die Welt. Unglücklicherweise mussten viele aus der ehemaligen Generation einen sehr hohen Preis dafür zahlen. Es wäre sehr dumm für unsere Generation, wenn wir aus ihren Fehlern nicht lernen würden. Die Wellness Policy ist ein gutes Beispiel dafür. Man behält die Leute im Auge. Unter dem Strich muss ich aber sagen, dass die Qualität der Matches noch nie so hoch war wie heute. Noch nie gab es so viele gute Athleten und noch nie war die Auslastung so hoch.“
Über das Berufsrisiko im Vergleich zu früher:

„Auch wenn die Härte etwas nachgelassen hat, wir führen viel mehr Aktionen aus als früher und viele davon sind mit Risiko verbunden. Es hat sich viel verändert. In den 80er Jahren hat man Schläge und Tritte verteilt, einen Headlock angesetzt, dann einen Suplex gezeigt und das hat für 25 Minuten gereicht. Das ist jedoch lange vorbei und man muss sich nun anpassen.“

„Als ich mit dem Wrestling angefangen habe, war das in einer Phase, in welcher immer mehr gefährliche Aktionen und Stunts gezeigt wurden. Das ist mittlerweile wieder etwas zurückgegangen. Es werden mehr technische Fähigkeiten für die Aktionen benötigt, als wenn man beispielsweise von einem Gerüst stürzt. Die Stunts sind weniger geworden und ich denke, das ist etwas Gutes.“

Edge und Christian begrüßten kürzlich Randy Orton im „E & C Pod of Awesomeness“-Podcast und sprachen mit Ihm unter anderem über seine Fehde mit Christian aus dem Jahre 2011. Was er dazu zu sagen hat und warum er besonders auf Kevin Owens neidisch ist? Hier erfahrt Ihr es.

Wie schwierig es ist seine Statur beizubehalten:

„Es ist lästig immer ins Fitnessstudio zu gehen und darauf zu achten, was man isst. Als ich noch jung war, konnte ich essen, was ich wollte. Es hat keinen Unterschied gemacht. Jetzt bin ich fast 40 Jahre alt und ich spüre praktisch, wie mein Stoffwechsel nachlässt. Das heißt ich muss mich mehr anstrengen, um in Form zu bleiben. Wir alle wissen wie das ausgeht, ich habe darauf nicht wirklich Lust (lacht). Leider muss ich es tun, da ich gezwungen bin das selbe Outfit zu tragen, wie ich es schon seit 15 Jahren tue. Ich hätte nichts lieber getan, als der Wyatt Family beizutreten und für den Rest meiner Karriere eine Jeans und ein schmutziges Tanktop zu tragen. Das wäre echt klasse gewesen. “

„Mein Gewicht geht ständig hoch und runter. Entweder ich bin 2 Wochen auf Tour und verliere 10 Kilo an Gewicht oder ich habe ein paar Wochen Pause und nehme 10 Kilo zu. Es ist echt stressig. Ich denke, Kevin Owens hat den Dreh raus. Er hat seine Karriere fett begonnen und er wird sie fett beenden. Noch dazu kann er sehr gute Kämpfe abliefern. Dieser Glückspilz. Ich finde das wirklich klasse und beneide ihn dafür.“

„Bei meiner letzten Verletzung fiel ich etwa neun Monate aus. In der Zeit habe ich mich nicht rasiert, mich nicht gebräunt, nicht rasiert und wie verrückt gegessen. Als ich zurückkam und mein Outfit anprobieren wollte, fingen die Nähte an zu reißen. Ich hatte es neun Monate nicht an und war blass wie ein Geist. Das hat mich echt mental fertiggemacht. Es hat nur kurz bedauert, bis ich mir ins Gedächtnis gerufen habe, dass ich hiermit meinen Lebensunterhalt verdiene. Ich werde dafür bezahlt halbnackt gegen andere Männer anzutreten und das Ganze auch noch vor Kameras. Also habe ich mich zusammengerissen, denn immerhin habe ich Rechnungen zu bezahlen.“
Über seine Fehde mit Christian aus dem Jahre 2011:
„Ich sage euch was, das war mit Abstand eine meiner besten Fehden. Die Geschichte war cool und wie der Titel ständig hin und her gewechselt ist. Ich muss schon sagen, ihr Kanadier könnt echt atemberaubende Matches im Ring abliefern. Ich konnte so viel aus mir herausholen. Es ging hin und her, der RKO auf die Treppe und die ganzen kleinen Manöver die wir gezeigt haben. Ich habe kein Problem zuzugeben, dass 90 Prozent der Fehde die Idee von Christian waren. Ohne ihn wäre ich heute wohl nicht hier. Diese Fehde hat mir damals enorm weitergeholfen. Ich hatte wieder Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten. Ihr Jungs wart immer gut zu mir und habt mich motiviert. Ich bin sehr dankbar dafür und besonders für das Programm, was ich mit Christian 2011 zeigen durfte.“

Quellen: E & C Pod of Awesomeness, Joe.co.uk., Dinner With The King, In This Corner & BuffaloNews.com