Viele aktuelle und ehemalige Pro-Wrestler und Pro-Wrestlerinnen waren im Laufe der letzten Woche in verschiedenen Interviewformaten zu Gast und standen Rede und Antwort. Wir haben für euch einige Highlights zusammengefasst! Viel Spaß beim Diskutieren!


Dave "Batista" Bautista sprach kürzlich mit „Cinemabuzz.com“, um seinen neuen Film „Blade Runner 2049“ zu bewerben. Dabei sprach er unter anderem über sein Engagement als Schauspieler und wie er dem Image des ehemaligen Pro-Wrestlers entkam. Mehr Informationen dazu findet Ihr hier.

Darüber als Schauspieler die Schublade als ehemaliger Pro-Wrestler überwunden verlassen zu haben:
"Als ich das Wrestling verlassen habe, wollte ich eine ernsthafte Karriere als Schauspieler anstreben. Ich wusste, dass es ein steiniger Weg werden würde. Viele Rollen habe ich abgelehnt. Typische Rollen, die man einem ehemaligen Wrestler halt anbietet. Hauptsächlich Actionrollen. Ich habe diese Rollen abgelehnt, weil ich ein Schauspieler sein will und kein Filmstar. Dementsprechend war der Weg auch sehr lang, aber ich habe gefallen an dieser Branche gefunden. In den letzten Jahren hatte ich das Gefühl, dass sich meine Arbeit endlich auszahlt. Die Leute beginnen mich als Schauspieler zu akzeptieren. Man erkennt mich mittlerweile immer öfters aufgrund meiner Auftritte als Schauspieler. Einige Leute wussten sogar gar nicht, dass ich mal als Pro-Wrestler tätig war.

Ich glaube, das größte Problem war mich von der Rolle, die ich in der WWE verkörpert habe, loszulösen. Ich muss nicht mehr in einen Raum kommen und alle einschüchtern, rumschreien, oder Leute mit einem Stuhl verprügeln (lacht). Sicherlich ist das schwierig, anfangs kam ich nur sehr schwer an ein Vorsprechen ran. Jedes Mal musste ich Leute davon überzeugen, mich nicht auf meine Statur zu reduzieren, aber das ist nicht leicht, wenn man wie ein Gorilla gebaut ist. So sehe ich eben nun mal aus und so mag ich das auch. Daran werde ich nichts ändern.

Steve Austin war zu Gast im „The Bone with Baby Huey and Bimbo Jimbo“-Podcast und sprach unter anderem über das Booking von Braun Strowman gegen Brock Lesnar beim "No Mercy"-PPV, über die Reaktionen der Fans bezüglich John Cena und Roman Reigns, sowie die Möglichkeit eines neuen Booms. Die Highlights dazu findet ihr nachfolgend.

Über Brock Lesnars eindeutigen Sieg gegen Braun Strowman beim "No Mercy"-PPV:

"Vom Ausgang des Matches war ich überrascht. Beide betrachte ich als Freunde von mir. Man hat Strowman als ein Monster unter Menschen dargestellt. Vielleicht hätte man ihn mehrere F-5´s einstecken lassen, oder ihn stark zusetzen sollen, bevor er letztendlich besiegt wird. Ich habe das Match nicht gesehen, aber von dem was ich gehört habe, finde ich schon, dass man es hätte anders machen sollen."
Ob es je wieder eine Phase wie die "Attitude Ära" geben wird:
"Ich würde es klasse finden, wenn Sie es mit den heutigen Mitteln schaffen würden. Ob ich glaube, dass es passieren wird? Nun, der Trend wie die Leute diesen und anderen Sport konsumieren, hat sich stark geändert. Man kann die Shows streamen, oder es über andere Wege verfolgen. Es ist einfach eine andere Welt als damals."
Über die Reaktionen der Fans auf die Fehde zwischen Roman Reigns und John Cena:
"Ich glaube, die Leute interpretieren die Charaktere einfach und reagieren dementsprechend. Heels und Faces folgen heute immer noch dem gleichen Konzept wie damals. Jeder liebt und respektiert John Cena. Ob man nun mit ihm sympathisiert, oder es liebt ihn zu hassen, jeder respektiert ihn. Der Mann hatte eine unglaubliche Karriere. Ich denke, bei Roman Reigns haben die Fans dahingegen den Eindruck, dass er ihnen aufgezwungen wird und das schon über einen langen Zeitraum. Daher haben sie einfach das Gefühl, ihn ausbuhen zu müssen. Er hat noch einen weiten Weg vor sich und muss sich weiterentwickeln."

Edge und Christian begrüßten kürzlich John Cena im „E & C Pod of Awesomeness“-Podcast und sprachen mit ihm unter anderem über Shuinsuke Nakamuras Start im Main Roster, die Probleme von Roman Reigns und darüber, warum es nie zu einem Match zwischen ihm und dem Undertaker bei "Wrestlemania" kam. Dies und mehr findet ihr hier.

Über Shinsukes Nakamuras Start im Main Roster:
"Am Anfang hatte er ein paar Startschwierigkeiten, aber nach den Matches mit Randy Orton und mir habe ich das Gefühl, dass es langsam vorangeht. Bei einem Mann wie Nakamura muss man erzählen, was das Interessante an ihm ist. Ich mag seinen Einzug, aber wenn man ehrlich ist, dann gibt es in unserem Roster niemanden mit schlechten Fähigkeiten. Die Frage ist jedoch, wer sind diese Leute? Nakamura ist interessant und erfrischend anders, aber irgendwann muss er den Leuten zeigen, was ihn ausmacht."
Über seine Fehde mit Roman Reigns und dessen Probleme:
"Jedes Mal, wenn ich da rausgehe, zeige ich echte Emotionen. Ich versuche die Geschichte rüber zu bringen und genau da liegt das Problem von Roman. Er schwächelt, wenn es darum geht, mit den Fans zu kommunizieren. Er ist ein toller Kerl und ich weiß, dass er das kann, aber bisher konnte es niemand aus ihm herauskitzeln.

Bei den Promos habe ich mir vorgenommen ihn zu zerreißen, bis er endlich sagt „Es reicht!“. Ich glaube, dass er den Bogen langsam rausbekommt. Die letzte Promo von ihm fand ich brillant. Man konnte in seinen Augen sehen, dass er das fühlt, was er sagt. Er ist der aufstrebende Star, der meinen Platz will, aber ich will diesen nicht hergeben. Das war bisher seine beste Arbeit, aber nach dieser Fehde muss er sich weiterhin behaupten. Wenn man hier an die Spitze will, muss man dafür arbeiten. Es wird einem Nichts geschenkt."
Warum er nie bei "Wrestlemania" gegen den Undertaker angetreten:
"Die WWE muss jedes Jahr für "Wrestlemania" die besten Fehden und Matches zusammenstellen. Das Match stand einfach nie wirklich zur Debatte. Natürlich wäre ich gern gegen ihn angetreten. Manche Jungs Backstage mögen es nicht, wie "Wrestlemania" aufgezogen wird, aber ich finde, man muss das tun, was die Promotion für das Beste hält, und daraus eben dann das Beste machen. Wenn ich für den Erfolg der WWE was anderes machen soll, dann tue ich es."
Warum Roman Reigns gegen John Cena nicht bei "Wrestlemania" stattfand:
"Darüber kann ich nur spekulieren. Nichts gegen "Wrestlemania", aber ich glaube man will zeigen, dass es auf dem "WWE Network" über das ganze Jahr hinweg gute Matches gibt. Natürlich spielen auch mein steigendes Alter und meine Verpflichtungen außerhalb der WWE eine Rolle. Es ist mittlerweile schon so, dass ich überlegen muss, ob ich jetzt solange ich kann alles zeige, oder ob ich was für den April aufspare."

Eric Bischoff sprach nun in seinem Podcast „Bischoff on Wrestling“ über die jüngsten Blading Vorwürfe gegenüber Vince McMahon. Was der ehemalige Präsident der WCW von diesen Anschuldigungen hält, könnt ihr nachfolgend nachlesen.

Ob Vince McMahons Platzwunde bei "Smackdown Live" wirklich durch Kevin Owens Headbutt entstanden ist:

„Ich glaube schon. Es ist auch nicht wirklich schwierig. Habt Ihr Mal jemanden einen Headbutt gegeben? Es ist grässlich. Ich habe es mal vor 30 Jahren bei einem Freund gemacht und habe mir das Nasenbein gebrochen. Einmal habe ich es bei meinem Bruder gemacht, als wir auf der Jagd waren. Wir haben etwas rumgealbert und so getan, als wären wir Barkeeper, die sich prügeln würden. Mein Bruder hat wie verrückt geblutet. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass McMahon sich die Wunde vorher selbst zugefügt hat. So gut kenne ich ihn zwar nicht, aber er ist durchaus der Typ dafür. Der Mann hat einfach keine Angst.“

Im „Two Man Power Trip of Wrestling“-Podcast sprach der ehemalge WWE United States Champion MVP kürzlich unter anderem über die Entstehung seines Gimmicks. Mehr dazu findet ihr hier.

Darüber wie sein Gimmick entstanden ist:
"Ich hatte zahlreiche Probeauftritte und irgendwann habe ich John Laurinaitis angesprochen. Er war beschäftigt und ich habe nachgefragt, ob ich zwei Minuten seiner Zeit beanspruchen könnte. Oder zumindest 30 Sekunden. Irgendwann hat er nachgegeben und ich habe ihn einfach gefragt, was verdammt noch mal ich machen soll, damit ich einen Vertrag bekomme. Das hat ihn ziemlich erschrocken, denn eigentlich redet so niemand mit ihm. Er sagte mir, dass sie mich mögen würden, aber momentan nichts für mich haben. Ich sollte mir eine auffallendere Persönlichkeit zulegen. Ich war angepisst, weil ich das Gefühl hatte, sie hätten mich aussortiert.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich als Türsteher in einigen Klubs gearbeitet. Dort habe ich einige überbezahlte Athleten ein und ausgehen sehen, die glaubten, ihnen gehöre die Welt. Ich erinnere mich an Leute wie Shaquille O’Neal, Bary Sanders und Dr. J, die sehr höflich waren. Sie haben Hände geschüttelt und sich mit den Leuten unterhalten, aber so waren nicht alle. Viele gescheiterte Athleten oder unbedeutende Rookies haben keinen Respekt gezeigt und waren mega arrogant. Sie hatten nichts Bedeutendes geleistet, aber führten sich auf als wären sie die größten aller Zeiten. Irgendwann habe ich mir gedacht, so etwas hat das Wrestling in dieser Form noch nicht gesehen. Immer wenn man die Sport News sah, ging es um irgendeinen Athleten, der etwas Dummes getan oder gesagt hat. Daraus habe ich ein Gimmick gebastelt, was es in dieser Form noch nie bei World Wrestling Entertainment gegeben hatte."

Quellen: Cinemabuzz.com, "Two Man Power Trip of Wrestling"-Podcast, "Bischoff on Wrestling"-Podcast, "E & C Pod of Awesomeness"-Podcast, "The Bone with Baby Huey and Bimbo Jimbo"-Podcast