Colby Covington mit harter Kritik an UFC und Dana White: "Entlass mich doch, wenn du die Eier hast!"

Normalerweise lautet das Sprichwort "wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte", doch im Falle der UFC Welterweight Division stritten sich drei und am Ende war Colby Covington (14-1) schlichtweg der Verlierer einer monatelangen Debatte. Zu Beginn dieser Woche wurde, wie wir bereits HIER berichteten, bekannt, dass UFC Welterweight Champion Tyron Woodley (19-3-1) seinen Titel bei UFC 235: Jones vs. Smith am 02. März 2019 gegen den Nigerianer Kamaru Usman (14-1) verteidigen wird und Colby Covington ins Leere schauen muss.

Lange Zeit schien es so, als wären sich alle Beteiligten darüber einig, dass Colby Covington den nächsten Titelkampf bekommt. Spätestens nachdem er im vergangenen Jahr Rafael dos Anjos (28-11) besiegte und sich so die Interim UFC Welterweight Championship sicherte, schien klar, wie der nächste Gegner von Tyron Woodley heißt. Doch dann kam alles anders. Zunächst musste Tyron Woodley aufgrund einer Handverletzung seine nächste Titelverteidigung weiter hinauszögern und dann sorgten schließlich Probleme zwischen den Verantwortlichen des American Top Team und der UFC für sich verzögernde Verhandlungen. Dennoch betonten alle Seiten stets, darunter auch Tyron Woodley, dass Colby Covington der nächste Herausforderer sein wird. Doch nun kam alles anders.

Kurz nach Bekanntgabe des Titelkampfes zwischen Tyron Woodley und Kamaru Usman war Covington in der MMA Hour zu Gast und schilderte seine Sicht der Dinge. So erklärte er, dass er bei UFC 228 die Möglichkeit hatte kurzerhand gegen Tyron Woodley um den Titel anzutreten, doch zu diesem Zeitpunkt erholte er sich noch von einer Operation, weshalb er diese Chance nicht wahrnehmen konnte. In der Folge erhielt der Brite Darren Till (17-1-1) den Titelkampf und unterlag Woodley via Submission in der zweiten Runde. Für UFC 230 und UFC 233 waren in der Folge weitere Titelkämpfe von Colby Covington im Gespräch und er war auch bereit, aber letztendlich konnte man sich mit dem Lager von Tyron Woodley nie einigen, auch weil dieser noch an einer im Kampf mit Darren Till erlittenen Handverletzung laborierte. In der Zwischenzeit kämpfte sich Kamaru Usman mit Siegen über Demian Maia (25-9) und Rafael dos Anjos nach vorne und somit offensichtlich auch in der internen Hackordnung der UFC vor Colby Covington.

Laut Colby Covington wirft die UFC ihm vor, dass er nicht bereit war bei UFC 228 gegen Tyron Woodley anzutreten. Zunächst hieß es, dass er dann eben später seine Chance auf die UFC Welterweight Championship erhält, doch als man in die unbequeme Situation kam und sich zwischen zwei Kämpfern entscheiden musste, machte man ihm das auf einmal zum Vorwurf und nannte seine Absage bei UFC 228 als Grund für die Nichtberücksichtigung. Bei seiner Schilderung richtete er sich auch direkt an UFC-Präsident Dana White und ließ kein gutes Haar am 49-Jährigen. Er ging sogar soweit und forderte White auf, ihn zu entlassen, doch dazu hat der UFC-Präsident laut Covington keine Eier, da er zu wichtig für die Division und somit auch für die Promotion sei. Diese Forderungen wiederholte er im Verlauf des Interviews mehrfach und erhob schwere Vorwürfe gegen die Promotion. Nachfragen zu den Gerüchten, nach denen er im Januar einen Title Eliminator gegen Kamaru Usman nicht annehmen wollte, ignorierte er.

Weiter erklärte er, dass Dana White und die UFC das Business ruinieren. So signalisieren sie ihren Kämpfern ihre Gesundheit zu ignorieren und in jedem Fall zu kämpfen, egal welche Konsequenzen das Ganze mit sich bringt. Aber ihn wundert nichts mehr bei einer Promotion, die für einen Typen, der dreimal durch einen Dopingtest gefallen ist, einen ganzen Pay-Per-View in eine andere Stadt verlegen. Ihm wird im Gegenzug aber mangelnde Professionalität vorgeworfen, weil er einen Titelkampf nicht angenommen hat.

Seine Schimpftirade gegen die UFC zieht sich in der Folge durch das ganze Gespräch. Dabei beschwert er sich auch, dass ihm Dana White die Entscheidung nie persönlich mitgeteilt hat und auch ein Treffen mit Covington ablehnte. Nach dieser ganzen Geschichte ist Covington nach eigenen Angaben nicht mehr bereit den "Vollidioten" für die UFC zu spielen. So muss sein nächster Kampf endlich sein lange versprochener Titelkampf gegen den Sieger aus Tyron Woodley vs. Kamaru Usman sein oder er wird die Liga verlassen.

In den letzten beiden Tagen ruderte Covington aber ein wenig zurück, als Gerüchte bzgl. eines anstehenden Kampfes gegen Darren Till aufkamen. So sei er nun offenbar doch bereit einen solchen Fight anzunehmen, wenn denn die Bezahlung stimmt. Demnach wäre Colby Covington nach seiner Sicht der Dinge zum jetzigen Zeitpunkt bereits Champion, wenn er denn fair behandelt worden wäre und dementsprechend möchte er auch wie ein UFC Champion bezahlt werden. Die Verhandlungen für besagten Kampf stehen aber noch ganz am Anfang und es ist derzeit mehr als fraglich, ob sich die UFC in der aktuellen Situation mit Colby Covington einigen kann.

Quelle: MMAFighting.com

Rose Namajunas verteidigt UFC Women's Strawweight Championship bei UFC 237

Für den 11. Mai 2019 ist in Curitiba, Brasilien der Pay-Per-View UFC 237 geplant. Wie UFC-Präsident Dana White nun verkündete, wurde für dieses Event nun der erste große Kampf angesetzt. So wird niemand geringeres als UFC Women's Strawweight Championesse Rose Namajunas (8-3) ihren Titel bei dieser Veranstaltung gegen die einheimische Brasilianerin Jessica Andrade (19-6) verteidigen. Der Kampf soll als Co-Main Event der Veranstaltung fungieren.

Die 26-jährige Rose Namajunas ist aktuell die sowohl bei Männern, als auch bei Frauen Division übergreifend jüngste Titelträgerin der UFC. Seit ihrem UFC Debüt musste "Thug" Rose nur eine einzige Niederlage via Split Decision hinnehmen, als sie Karolina Kowalkiewicz (12-3) im Juli 2016 unterlag. Von ihren anderen sechs UFC-Kämpfen konnte sie drei per Rear-Naked-Choke beenden. Besonders für Aufsehen sorgte ihr Titelgewinn bei UFC 217: Bisping vs. St. Pierre, als sie die langjährige Titelträgerin Joanna Jędrzejczyk (15-3) per KO in der ersten Runde besiegen konnte. Den direkten Rückkampf bei UFC 223: Khabib vs. Iaquinta konnte Namajunas per Decision ebenfalls für sich entscheiden. Dies war allerdings ihr bisher letzter Kampf, da ihr in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 eine Nackenverletzung längere Zeit Probleme bereitete.

Die 27-jährige Jessica Andrade wechselte im Jahr 2016 aus der Bantamweight Division in die deutlich leichtere Strawweight Division. Dort verhalf ihr eine Siegesserie von drei Kämpfen zu ihrem ersten Titelkampf bei UFC 211: Miocic vs. dos Santos 2 gegen die damalige Championesse Joanna Jędrzejczyk, welchen sie allerdings deutlich per Decision verlor. Nun wird Andrade ihren zweiten Titelkampf erhalten, nachdem sie sich momentan wieder auf einer Serie von drei Siegen in Folge befindet. Der letzte davon war besonders beeindruckend, als sie mit Karolina Kowalkiewicz (12-3), eine andere ehemalige Titelherausfordererin in der ersten Runde KO schlagen und sich den "Performance of the Night"-Bonus sichern konnte.

Quelle: ESPN.com

Top-Talent verlängert seinen Vertrag bei UFC und erhält großen Kampf bei der UFC Fight Night 145

Das russische Top-Talent Petr Yan (11-1) hat am gestrigen Donnerstag via Twitter bekanntgegeben, dass er seinen Vertrag bei der Ultimate Fighting Championship (UFC) um vier weitere Kämpfe verlängert hat. In diesem Zusammenhang wurde auch der nächste Kampf des 25-Jährigen aus Krasnoyarsk bekannt. Er wird bei der UFC Fight Night 145: Blachowicz vs. Santos auf den US-Amerikaner John Dodson (20-10) treffen. Zwar steht eine offizielle Bestätigung der UFC noch aus, doch beide Kämpfer haben dem Kampf bereits zugestimmt, sodass die Bekanntgabe der UFC nur noch eine Formalie ist. Die UFC Fight Night 145 wird am 23. Februar in der O2 Arena in der tschechischen Hauptstadt Prag über die Bühne gehen.

Der ehemalige UFC Flyweight Title Contender John Dodson wird der größte Prüfstein in der noch jungen Karriere von Petr Yan sein. In seiner Zeit im Flyweight dominierte Dodson die Division nach Belieben und kam lediglich an Demetrious "Mighty Mouse" Johnson (27-3-1) nicht vorbei, welcher in dieser Zeit der unüberwindbare Champion der leichtesten Gewichtsklasse der UFC war. Nach seiner zweiten Niederlage in einem Titelkampf gegen Johnson wechselte Dodson zurück ins Bantamweight und steht seitdem bei einem Record von 3-3. Zuletzt unterlag er Jimmie Rivera (22-2) bei UFC 228: Woodley vs. Till nach Punkten. Möchte Dodson noch einmal angreifen und in Richtung eines Titelkampfes gehen, benötigt er gegen Petr Yan dringend einen Sieg.

Dieser hat hingegen seine letzten sechs Kämpfe allesamt gewonnen, wobei drei unter dem Banner des Marktführers im Mixed Martial Arts stattfanden. Zuletzt gewann er vor genau zwei Wochen bei UFC 232: Jones vs. Gustafsson 2 gegen den Brasilianer Douglas da Silva Andrade (25-3, 1 NC) via TKO. Zudem gewann Yan in seiner Zeit bei UFC gegen den Japaner Teruto Ishihara (10-6-2) und den Südkoreaner Jin Soo Son (9-3). Seine einzige Karriereniederlage musste Yan noch in seiner Zeit in Russland, bei der Promotion Absolute Championship Berkut (ACB), einstecken, als er seinem Landsmann Magomed Magomedov (16-2) in einer höchst umstrittenen Split Decision unterlag. Einen Rückkampf gegen Magomedov gewann Yan ein gutes Jahr später und sicherte sich dabei auch noch die ACB Bantamweight Championship, welche er bis zur Bekanntgabe seines Wechsels zu UFC trug. Seitdem sorgt Petr Yan bei der größten Promotion der Welt für Furore und gilt als ein potenzieller Top-Star der UFC Bantamweight Division.

Quelle: MMAFighting.com, MMAJunkie.com