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Thema: Stillstand in verschiedenen Gewichtsklassen

  1. #1
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    Standard Stillstand in verschiedenen Gewichtsklassen

    Middleweight:
    Seit dem 7.12.2017 wurde der Titel nicht mehr verteidigt - wobei der Kampf Whitaker vs Romero stattfand, aber Romero halt das Gewicht verpasst hat.

    Welterweight:
    Seit dem 29.7.2017 fanden zwei Titelkämpfe statt.

    Lightweight:
    Seit dem 12.11.2016 fanden nur zwei Titelkämpfe statt - der letzte bereits am 6.10.2018.

    Featherweight:
    Seit dem 12.12.2015 fanden drei Titelkämpfe statt.

    Bantamweight:
    Seit dem 30.12.2016 fanden nur zwei Titelkämpfe statt.

    Women's Bantamweight:
    Seit dem 6.7.2016 gab es drei Titelkämpfe.

    Women's Strawweight:
    Seit dem 4.11.2017 gab es einen Titelkampf.



    Das sind jeweils (über) die Hälfte der Gewichtsklassen bei den Männern bzw Frauen (wobei McGregor ja gleich zwei Klassen für gut zwei Jahre still gelegt hat). Und es ist ja nun nicht so, dass man in allen Klassen mögliche Herausforderer/-innen mit dem Fernglas suchen müsste.

    Ich erwarte ja nun nicht, dass jeder Titel 4mal im Jahr verteidigt wird. Aber so 2-3 mal sollte das schon passieren. Und wenn jemand ankündigt, erst mal mindestens ein Jahr auszusetzen (McGragor) oder nicht kämpfen kann und/oder will (zB Namajunas), sollte die UFC da mMn dann schon die Titel für vakant erklären. Die Frage ist, wie lange ein solcher Zeitraum definiert sein sollte. Ich denke, wenn jemand 9 monate lang seinen/ihren Titel nicht verteidigen kann/will, sollte der Titel für vakant erklärt werden.
    Eine andere Frage ist, ob man einen Titelkampf ansetzen soll, nur damit ein Titelkampf stattfindet oder ob man einen Titelkampf ansetzt, weil der/die Herausforderer/-in sich diesen Kampf verdient hat. Bevorzugt werden sollte natürlich zweiteres, aber ich persönlich sehe lieber einen kämpfenden Champion, auch wenn es dann vielleicht nicht unbedingt die "richtige" Ansetzung ist.

    Was denkt ihr?

  2. #2
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    Würde ich dir prinzipiell recht geben, die Titel sollten mehrmals im Jahr verteidigt werden!

    Jetzt speziell im Middleweight ist es halt eine unglückliche Geschichte mit den Verletzungen von Robert Whittaker: Eine direkt im Kampf gegen Romero, da verstehe ich es auch, dass man ihm nicht den Titel direkt abnimmt nachdem er ihn verteidigt hat und dann halt nochmal eine Verletzung kurz vor dem Titelkampf gegen Gastellum. Davor war es im Middleweight ja aber auch schon sehr schlimm mit Bisping da wurden die Contender ja auch ewig hingehalten und mussten sich sogar noch hinter GSP anstellen.

    Von mir aus könnte man gerne in den Regeln festhalten, dass der Titel innerhalb von 6 Monaten verteidigt werden muss sonst wird er vakant oder es gibt einen Interimtitel o.Ä.
    And as the spirits seem to whistle on the wind
    A shot is fired somewhere another war begins

    And all because of it you'd think that we would learn
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  3. Thanks Doh thanked for this post
  4. #3
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    Ich bin nicht wirklich ein Freund von Interimstiteln. Hat immer etwas von einer Notlösung...

    Sicherlich ist da auch etwas Pech dabei gewesen, aber zB im Fall von McGregor hätte man da viel eher reagieren müssen.

  5. #4
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    Zitat Zitat von Doh Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht wirklich ein Freund von Interimstiteln. Hat immer etwas von einer Notlösung...

    Sicherlich ist da auch etwas Pech dabei gewesen, aber zB im Fall von McGregor hätte man da viel eher reagieren müssen.
    Da fand ich früher die klassischen #1 Herausforderer-Kämpfe noch besser. Mit dem Interims-Titel ist einem ja mittlerweile nicht Mal mehr der nächste Titelkampf sicher, wie der Fall Covington zeigt.

    Allgemein finde ich Verallgemeinerungen schwer. Klar sind aktive Titelträger gut, aber es muss auch die passenden Contender geben. Z.B. Demetious Johnson hatte dann halt einen Ali Bagautinov als Gegner, der sich nicht unbedingt nen UFC-Titelkampf verdient hatte. Oder wenn ich dran denke was man Jon Jones jetzt so vor die Nase setzt. Und sowas würde solche Zeitfristen, wie alle 6 Monate eine Verteidigung, dann noch versträrken.

    Liegt auch stark daran, dass die Kämpfer immer mehr mitreden dürfen: Ich will nicht gegen den kämpfen, ich will nen Super-Kampf, blablabla. UFC Matchmaking ist mittlerweile doch nur noch Politik. Ein Grund mehr warum ich PFL gerne sehe, wo du vorher klar weißt was du bekommst.


  6. #5
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    Und dann kommen im MMA halt immer noch Verletzungen dazu. Will garnicht daran denken wie viele Top-Kämpfe uns dadurch schon entgangen sind.


  7. #6
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    Ist zwar was älter, aber eigentlich immer noch eine relevante Diskussion, die Situation hat sich ja nicht wirklich verbessert und wird es vermutlich auch nicht.

    Zum einen ist es richtig, dass die UFC sehr inkosequent ist mit Champions wie Woodley, die mehr fordern als bieten. Da tu ich mich aber auch schwer, diesen Champions den Vorwurf zu machen, weil es ja offenbar funktioniert.

    Das Problem sehe ich teilweise aber auch darin, dass die UFC sehr bedacht darauf ist, dass die Titelherausforderer sich den Titelkampf erarbeiten (es sei denn Bisping ist Champion ). Vor allem in größeren Gewichtsklassen wirst du mit einer 2-3 Statistik in den letzten fünf Kämpfen keinen Titelkampf bekommen, selbst wenn du die beste Option bist. In den höheren, weniger dicht besetzten Gewichtsklassen zeigt sich das relativ deutlich. Im HW wurde die letzten Jahre der Titel durchschnittlich 1-2 mal im Jahr verteidigt und nun haben wir eine Situation, in der es keinen frischen Herausforderer gibt, nicht mal in Sichtweite. Und wäre Cormier nicht hoch gegangen wären das noch mal zwei Titelkämpfe weniger gewesen und trotzdem wäre die Division leer gefegt. Im Boxen z.B. kann man durchaus sagen, dass in 6 Monaten verteidigt werden muss, weil jeder Weltverband immer mindestens drei Leute hat, die unbesiegt sind und damit wesentlich vermarktbarer. Darunter leidet dann natürlich die Qualität der Herausforderer. Das beste Beispiel wäre der Deutsche, der sich von Fury ausknocken lassen durfte.

    Und viel anders ist das in anderen Gewichtsklassen auch nicht. Selbst wenn du mal eine Periode hast, in der es an die vier verdienten Herausforder gibt wie es im MW war als Bisping und GSP sich geweigert haben gegen die Top 5 anzutreten, ist das ganze dann nach drei Titelverteidigungen wieder abgearbeitet, vor allem wenn die Herausforderer sich inder Zwischenzeit noch eliminieren. Deswegen gibt es keinen dominanten Champion in der UFC, der nicht früher oder später genötigt sein wird, gegen deutlich schwächere zu verteidigen, die direkt als riesige Underdogs in den Kampf gehen. Man bedenke, dass Jones nach etwa vier Verteidigungen gegen Middleweights antreten musste, einmal stand sogar ein Kampf gegen Hendo (!), einfach weil die Divisons so schnell gecleant sind.

    Die Gründe dafür liegen natürlich bei der UFC selber, nicht zuletzt weil die Größe des Rosters in den letzten Jahren für viel Inaktivität sorgt. Fighter, die aus einer Niederlage kommen, tendieren außerdem dazu länger zu pausieren als siegreiche Fighter. Das sorgt auf Dauer für mehr Leute, die aus Niederlagen kommen als Leute, die aus Siegen kommen. Das ist nur ein kleiner Faktor, aber das addiert sich in der Summe alles auf.

    Die UFC versucht natürlich immer, dem entgegen zusteuern. Das zeigt sich, wenn man zwei ehemalige Herausforderer gegeinander ansetzt oder Kämpfe wie Diaz vs. Masvidal, was ihnen einen Herausforderer garantiert (im Gegensatz z.B. zu wenn man Diaz vs. Poirer ansetzt. Gewinnt Poirer, wäre Diaz wieder aus dem Titelrennen). Am Ende wird es aber nicht möglich sein auf Dauer aktive Champions zu haben, die dann auch noch gegen verdiente Herausforderer antreten. Das würde nur funktionieren, wenn sich wirklich alle 3 Jahre die top 5 komplett austauscht und selbst dann wären vermutlich immer wieder Leute dazwischen, die zuletzt nicht nur gewonnen haben. Sowas kann man einfach sehr schlecht planen, wie oft wurde der UFC schon ein Strich durch die Rechnung gemacht.

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