„Der Deal war einfach zu lukrativ!“: Ehemaliger WWE-Co-Präsident verrät, warum man trotz Khashoggi-Mord an Deal mit Saudi-Arabien festhielt

VidDaP

Mobbing-Beauftragter
Teammitglied
Deals mit Saudi-Arabien sind in der Sportwelt weitverbreitet, aber ebenso weit umstritten. Grund dafür ist nicht nur die Sportswashing-Kampagne des Ölstaats, die die Probleme des Landes mit Menschenrechten verschleiern soll.

Am 2. Oktober 2018 wurde Jamal Khashoggi, saudischer Kolumnist der Washington Post und Gegner des Regimes in Saudi-Arabien, gesehen, wie er die saudi-arabische Botschaft in der Türkei betrat, aber nie wieder verließ – zumindest nicht lebend. Die CIA gab später bekannt, mit „hoher Sicherheit“ zum Schluss gekommen zu sein, dass Khashoggi auf Befehl des Kronprinzen Mohammed bin Salman ermordet wurde.

17 Saudi-Araber wurden von den USA mit Sanktionen belegt, gegen elf gab es in Saudi-Arabien Ermittlungen. Fünf Menschen bekamen die Todesstrafe, drei wurden verhaftet und drei freigesprochen. Gegen bin Salman gab es keine Konsequenzen.

Der ehemalige Co-Präsident der WWE, George Barrios, schrieb in seinem Buch „Sometimes Wrong but Never in Doubt: How a Cuban Kid from Queens Transformed WWE“ über den Vorfall und die Gründe dafür, die Beziehungen zu Saudi-Arabien aufrechtzuerhalten.

„Die Verhandlungen zogen sich in die Länge, weil die Saudis hartnäckige Verhandler sind. Erschwerend kam das Verschwinden des saudischen Journalisten und Dissidenten Jamal Khashoggi hinzu. Ich war empört, aber niemand wusste, wer wirklich Schuld hatte. Vince McMahon, Michelle Wilson und ich haben viel Zeit damit verbracht, die Vor- und Nachteile eines Weitermachens abzuwägen. Vince fühlte sich dabei sehr unwohl, aber ich fand, wir konnten den Deal nicht platzen lassen. Er war einfach zu lukrativ. Vince sagte, die Sache mit Khashoggi wäre ein zu großes Risiko. Ich sagte: 'Ich weiß, wie ernst das ist. Aber niemand weiß wirklich, was da vor sich geht'.“

Im Januar 2018 verkündete WWE eine zehnjährige Partnerschaft mit dem Königreich Saudi-Arabien, die der Wrestlingliga mehr als eine Milliarde US-Dollar einbringt. Im kommenden Jahr wird dort erstmals „WrestleMania“ stattfinden, nachdem dort Anfang 2026 der „Royal Rumble“ ausgerichtet wurde. Barrios trat WWE im Jahr 2008 bei und war, genauso wie Michelle Wilson, Co-Präsident, bevor beide im Januar 2020 vor die Tür gesetzt wurden.

Quellen: The Washington Post, Amnesty International, WWE Investor Relations, Wrestling Observer, POST Wrestling, Sometimes Wrong but Never in Doubt: How a Cuban Kid from Queens Transformed WWE.
 
Ausgerechnet an dem Tag an dem fucking Vince McMahon mal moralische Bedenken hat und die Stimme der Vernunft wäre entscheidet sich Arschkriecher #1 gegen das Arschkriecher und dafür Vince umzustimmen.

In dieser Situation? Und davon spricht der Typ auch noch öffentlich?! Ähm, ja, was soll man da noch sagen?
 
Ausgerechnet an dem Tag an dem fucking Vince McMahon mal moralische Bedenken hat und die Stimme der Vernunft wäre entscheidet sich Arschkriecher #1 gegen das Arschkriecher und dafür Vince umzustimmen.

In dieser Situation? Und davon spricht der Typ auch noch öffentlich?! Ähm, ja, was soll man da noch sagen?
Aber ob es wirklich moralische Bedenken, oder einfach nur Bedenken bei Vince waren, weiss man ja nicht. Und vermutlich wird er es ihm später noch gedankt haben. Dafür hat er ihn ja auch.
 
Oben