AEW und Warner Bros. Discovery widersprechen Bericht über angebliche frühzeitige Trennung und TV-Zukunft

JME

Grumpy Professor
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AEW und Warner Bros. Discovery (WBD) haben Berichte über die Zukunft der Promotion und den geplanten Verkauf von WBD an Paramount Skydance zurückgewiesen. Auslöser war zunächst ein Posting des Talentagenten Nick LoPiccolo, der All Elite Wrestling und Tony Khan alles andere als zugeneigt ist. Dieser hatte behauptet, WBD habe Tony Khan bereits im August des vergangenen Jahres mitgeteilt, dass der TV-Vertrag mit AEW nicht verlängert werde. Diese Darstellung wurde in der Wrestling-Community größtenteils kritisiert oder belächelt, zumal es überhaupt keinen Sinn ergeben würde, bereits wenige Montage nach inkraftreten eines neuen TV-Deals eine Entscheidung über die Zusammenarbeit zu fällen, die mindestens bis Ende 2027 läuft. Anschließend veröffentlichte jedoch der Journalist John McMullen einen ausführlicheren Beitrag auf X, in welches er diese Behauptung von Nick LoPiccolo aufnahm. McMullen ging in seinem Beitrag davon aus, dass AEW nach aktuellem Stand rund 12 bis 16 Monate Zeit haben wird, um einen neuen TV-Vertrag zu sichern - sei es mit Paramount Skydance oder einem anderen Medienpartner. Demnach habe Tony Khan im engeren Umfeld geäußert, im Zweifel auch einen Wechsel auf YouTube in Betracht zu ziehen. Primäres Ziel sei es jedoch, die Verbindungen der Familie Khan in den US-Sport, insbesondere zur NFL, sowie frühere geschäftliche Kontakte zu Paramount-CEO David Ellison zu nutzen, um eine Verlängerung unter dem neuen Eigentümer zu erreichen.

Dann schrieb McMullen den Artikel jedoch mehrfach um und stellte klar, dass sowohl WBD als auch AEW die Aussagen von Nick LoPiccolo offiziell dementiert haben. Beide Seiten bestreiten, dass es 2025 eine konkrete Information an Tony Khan gegeben habe, wonach WBD verkauft werde und zukünftige Programm-Entscheidungen deshalb von neuen Verantwortlichen getroffen würden. Tony Khan erklärte zudem, das angeblich im August geführte Gespräch mit WBD-CEO David Zaslav habe nie stattgefunden. Auch aus WBD-Kreisen wird eine entsprechende „Vorwarnung“ an Khan verneint, zumal ein solcher Hinweis nach Unternehmenssicht gegen Börsen- und Aufsichtsregeln (SEC-Vorgaben) verstoßen würde.

AEW und WBD haben einen dreijährigen TV-Deal abgeschlossen, der am 1. Januar 2025 begann, dessen Laufzeit bis Ende 2027 reicht und eine Option für 2028 enthält. Der Vertrag wird im Artikel mit einem Volumen von 185 Millionen US-Dollar pro Jahr angegeben. Entscheidungen über die Zukunft von AEW im US-Fernsehen werden demnach voraussichtlich erst im Laufe des Jahres 2027 getroffen - dann voraussichtlich von den zuständigen Verantwortlichen bei Paramount Skydance, sofern der geplante Verkauf von Warner Bros. Discovery wie vorgesehen abgeschlossen wird. Der Zusammenschluss von WBD und Paramount Skydance befindet sich derzeit noch im Verfahren und muss verschiedene Prüf- und Genehmigungsschritte, unter anderem durch Aufsichtsbehörden, durchlaufen. Nach Abschluss des Deals soll Paramount+ dem Bericht zufolge eine kleinere Beteiligung am Unternehmen erhalten, einen Anteil an den Einnahmen der AEW-PPVs beziehen sowie die Streaming- und TV-Rechte übernehmen, die aus der Transaktion hervorgehen.
 
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