Des Krähenmanns Animationsrubrik

Asperger Crow

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Seit dem ich zurückdenken kann war ich fasziniert von Animation oder in seiner Umgangssprachlichen Bezeichnung, Zeichentrick: Ob nun die Bugs Bunny Supershow die Sonntags immer auf Kabel 1 kam, ob nun die alten Disney Serien von Ducktales hin zu Chip und Chap, der Beginn der Disney Renaissance mit Filmen wie Aladdin oder König der Löwen oder die Anime Boom Jahre auf RTL II: Zeichentrick hatte immer eine magische Note auf mich. Leider bin ich damit einer der wenigen innerhalb Deutschlands die es so sehen, wo dieses Medium als absoluter Kindermüll gesehen wird.

Gestern startete auf Adult Swim (Cartoon Networks Erwachsenenblock, Heimat der großartigen Serie Rick and Morty) innerhalb ihres Toonami Blocks (der Block auf den Adult Swim Animes zeigt, von One Piece hin zu Kill La Kill ist da vieles vertreten) die Finale Staffel von Genndy Tartakovskys Meisterwerk Samurai Jack, eine Serie die vor knapp 13 Jahren endete ohne ein richtiges Ende zu bekommen und nun von Kinderserie zu Erwachsenenserie hochgestuft wurde. Gemessen daran was diese Serie für einen hohen Wert unter Animationskennern genießt und da ich schon länger wieder öfters über Cartoons schreiben wollte dachte ich was gäbe es besseres als diesen Anlass zu nutzen einen Zeichentrickblog zu starten in den Bereich der Userkolumnen? Ich weiß nicht wie oft ich hier schreiben werde oder wichtiger ob das hier überhaupt jemanden interessieren wird, aber dennoch würde ich gerne diesen Blog nutzen um hier über mein geliebtes Medium zu schreiben und wenn ich einige Leite damit vielleicht Interesse wecken kann, umso besser. Es werden sowohl Reviews als auch Meinungen und Kolumnen über Animation im allgemeinen werden.

Und womit diesen Block besser anfangen als mit der Serie, die ich eben so groß erwähnte:

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Samurai Jack Season 5, Episode XCII (Eigentlich LIII, aber was solls)

Nun gut, kaum einer wird die Serie hier kennen was auch daran liegt das sie in Deutschland ein absolutes Schattendasein pflegte, lief sie doch erst 3 Jahre nach ihrem Ende in den USA im Nachtprogramm des deutschen Cartoon Networks hier bei uns, von daher lasst mich schnell die Story erzählen:

Im uralten Japan ersteht ein uraltes böses wieder auf unter dem Namen Aku (jap. für, nun ja... böse) der das Land unterwirft, sich an den Kaiser recht der ihn einst versiegelte und sein böses über die Welt verströmt. Des Kaisers Frau und Sohn müssen das Land verlassen zusammen mit den magischen Schwert das einst Aku versiegelte. Der Sohn des Kaisers trainiert, kehrt als Erwachsener mit dem Schwert zurück und besiegt Aku, der aber benutzt seine Magie um den Samurai in die ferne Zukunft zu werfen wo der Samurai, der sich nun Jack nennt, sich durch Roboter, Aliens und andere Gestalten kämpfen muss, um wieder zurück in die Vergangenheit zu Reisen um die Zukunft Aku zu beenden.

An sich ist die Story nichts besonderes: Krieger will das Böse aufhalten und dafür muss er zurückreisen um das Unheil Akus zu stoppen. Was die Serie so stark über andere stellte war die Art der Präsentation, denn Optisch sowie Animationstechnisch gibt es nur wenige Serien die mit Jack mithalten können. Die Designs der Welten, der Kreaturen sowie auch die Choreographie der Action Szenen suchte damals seines gleichen. Auch verhalf die Tatsache, das die Serie nur wenig Dialoge hatte trotz großartiger Synchronsprecher (darunter auch der mittlerweile verstorbene Oscar Nominierte Schauspieler Makoto Iwamatsu, der Aku seine Stimme lieh). Nur wenige Folgen lebten von den Dialogen, die Meisten setzten auf Atmosphäre und das die Bilder die Geschichte erzählen. Es gab sie zwar, aber sie dienten meistens nur um die Situation zu erläutern. Grade die hohe Dichte an langsamen sowie Actionszenen machte Jack zu einen besonderen Erlebnis, leider aber bekam die Serie nie ein richtiges Ende... bis jetzt.

Wie kam es dazu und wie kommt es nun zum Ende? Der Erfinder der Serie war der visionäre Genndy Tartakovsky, einer der derzeit besten Animatoren die man in der Industrie finden kann. Nachdem er für Cartoon Network Dexters Labor erfunden hat und an den Powerpuff Girls mitarbeitete bekam sein Samurai Jack das grüne Licht. Seine Arbeit fand hohen Anklang in Hollywood... vor allem bei Lucasfilms, die Tartakovsky anboten handgezeichnete Star Wars Kurzfilme zu machen (Star Wars: Clone Wars, nicht zu verwechseln mit der CG Serie Star Wars: THE Clone Wars). Diese waren ein großer Erfolg und wurden gefeiert, leider geriet Jack damit in den Hintergrund und als CN die Führungskräfte austauschte, war es das für Jack. Tartakovsky versuchte sich an anderen Projekten, darunter die schnell abgesetzte Kultserie Sym-Bionic Titan sowie der unerfolgreiche Pilot zu Korgoth The Barbarian, für deren Animation er verantwortlich war (für den Inhalt andere, soll aber richtig gut sein), die Adult Swim aber zu teuer war. Er machte dann später die Hotel Transylvania Filme für Sony Pictures Animation, leider hatte das Studio keinerlei Respekt vor ihm und der Star der Transylvania Filme, Adam Sandler, soll ihn das Leben zur Hölle gemacht haben. Tartakovsky wird wohl nur noch den dritten Film drehen und Sony Pictures verlassen. Aber zu seinen Glück bekam er das Angebot von Cartoon Network, für Adult Swim Samurai Jack zu beenden.

Grade dass das Ganze sich nun an Erwachsene wendet gefällt mir sehr, denn der Markt braucht dringen hochwertige Shows für Erwachsene: Man hat zwar hier und da solche Schätze wie Rick and Morty oder Bojack Horseman, aber der Großteil sind billige South Park/Family Guy Knock Offs ohne Qualität die glauben man währe Erwachsen wenn man so viele Drogen- und Sexwitze reinbringt wie möglich, ohne zu verstehen was South Park so Erwachsen gemacht hat.

Aber wie war denn nun die erste Folge der neuen Jack Staffel? Ich würde sagen großartig: Auch wenn es nun keine Kinderserie ist und der Ton deutlich düsterer rüberkommt behält die Show fast alle Punkte die sie so Stark gemacht hat und sieht für etwas das für Adult Swim Produziert wird klasse aus.

50 Jahre sind nun nach der letzten Staffel vergangen: Jack kann aufgrund der Zeitreise nicht mehr altern und hat jegliche Hoffnung aufgegeben, jemals wieder zurück zu Reisen, auch sein magisches Schwert verlor er. So durchstreift er geschlagen die Kaputte Welt Akus auf einem Motorrad, vom hilfsbereiten Samurai ist nur noch wenig übrig. Währenddessen werden 7 Mädchen in einen Tempel unter Folter zu Assassinen hochtrainiert, die sogenannten Töchter Akus, um endlich Jack das Leben zu nehmen.

Grade die Szenen in der Ausbildung der Mädchen sind düster, von der Creepy Geburtenszene hin zu der Härte der Ausbildung zeigt das die Show einen anderen Ton anschlägt. Aber auch die Geister aus der Vergangenheit, die Jack immer wieder heimsuchen verdeutlichen den deutlich düstereren Ton der finalen Staffel.

Dennoch hat die Serie nicht verloren was sie einst so besonders gemacht hat: Die Actionszenen sowie auch einen guten Sinn für Humor: Jack bekämpft am Ende der ersten Folge einen Jazz Roboter der alberner nicht hätte sein können und dennoch durchaus bedrohlich rüber kommt (eine schwer zu stemmende Leistung), während er am Anfang eine Familie rettet von Außerirdischen rettet die über eine Form von Emojis anstelle mit Worten sprechen. Lediglich Aku macht mir sorgen: Er war schon immer etwas albern (konnte zwar auch bedrohlich sein, aber er war immer eher Comic Relief) und taucht in der ersten Folge nicht auf, aber man hört ihn kurz über Telefon und wenn die Gerüchte über Folge zwei Stimmen (wonach er sich bei seinen Psychologen (Jupp das Böse hat einen Psychologen) über Jack ausheult) dann scheint der düsterere Ton ihn nur bedingt zu treffen womit er eventuell etwas Out of Place wirken könnte, aber ich möchte Aku immer und lasse mich gerne eines besseren belehren.

Doch der Hauptgrund wie damals ist der großartige Style der Show: Die Farben, die Designs, die Choreographie als auch die Hintergründe sind wie immer für Tartakovsky atemberaubend. Ob es nun das Bild ist in der Jack die Toten sieht welche er im Stich lässt, der dunkle Reiter der seinen Verstand heimsucht oder der Tempel der Töchter Akus - es sieht einfach nur großartig aus und lässt jeden der sich nur ein wenig für das Medium interessiert das Herz höher schlagen.

Ich kann daher nur empfehlen, mal reinzugucken, Adult Swim hatte auf Ihrer Website einen Marathon zu Serie der leider nicht mehr ist (da haben sie die Folge seit heut morgen in Dauerschleife gezeigt) und ich weiß nicht ob die Serie nach Deutschland kommt, dennoch bin ich der Ansicht das sie es wert ist zumindest mal eine Chance zu bekommen. Jack is Back...
 

Asperger Crow

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Der Oscar für bester Animationsfilm... und seine wahrhaftige Wertlosigkeit

Die Oscars, Hollywoods warscheinlich größter Filmpreis des Jahres. Kein Preis wird in LA mit mehr Prestige in Verbindung gebracht, kein Preis ist bedeutsamer in der Filmindustrie...

So warum fühlt er sich in Bezug auf Animation so unbedeutend an? Warum scheint dies einer der Oscar zu sein die am wenigsten Bedeutung haben im großen Ganzen? Würde ich es mir einfach machen könnte ich einfach schreiben "weil sie keinen Fick auf Animation geben" und würde warscheinlich nicht mal falsch legen, aber da ich diesen Blog gestartet habe um groß über Trickfilme zu schreiben sollten wir deutlich ausführlicher drüber reden...

Der Oscar für bester Animationsfilm wurde 2001 eingeführt, als damals mehr und mehr Animationsstudios außerhalb des Disney Namens aus dem Boden schossen: Pixar und Dreamworks waren die ersten Beiden Studios die es schafften neben den Traditionstudios aus Burbank zu etablieren (zwar gab es auch vorher Studios die sich daran versuchten, aber diese kopierten lieber Disney oder scheiterten am schlechten Marketing (Der Gigant aus dem All tut mir bis heute leid)) und somit beschloss die Academy eben jenen Preis zu etablieren. Allerdings sollte schon beim ersten Oscar klar sein wie wenig die Preisverleiher das Medium Animation respektieren: Der erste ging an Shrek, ein durchaus guter Film, der sich allerdings gegen Die Monster AG der mir deutlich besser gefällt und FUCKING JIMMY NEUTRON durchsetzten musste!!! Über die Jahre hinweg wurden Filme nominiert wie Große Haie Kleine Fische von Dreamworks mit den schlechtesten Charakterdesign in CGI Historie, Disneys Möchtegern Cartoon Epos Bärenbrüder und Pixars erster schwächerer Film Cars der von Cars 2 fortgesetzt wurde, ein Film den man schnell vergessen sollte.

Nun könnte man sagen dass das alles nur Platzhalten Posten sind und das die Gewinner oft vollkommen gerecht waren und in den Anfangsjahren stimmt das: Shrek war der erste Film und auch wenn er Animationstechnische Schwächen hatte könnte er zumindest inhaltlich stark überzeugen, zudem war Shrek einer der einflussreichsten Animationsfilme der letzten Dekade (was nicht immer gut sein muss). Chihiros Reise ins Zauberland der 2002 gewann war ein Visuelles und Atmospährisches Meisterwerk der damals mit für den großen Animeboom der 2000er Jahre Verantwortlich wahr. Und Wallace und Gromit auf der Jahd nach dem Riesenkaninchen war der typisch großartige Humor der Aardman Studios.

Fakt ist aber auch das nach viel Variation der Sieger in den ersten Jahren keiner mehr einen Fick gegeben hat: Natürlich werden US Studios bevorzugt, der Oscar ist halt ein amerikanischer Preis, aber japanische Nominierungen gab es nur vier (alle Ghibli) und sonst viel europäisches, was allerdings wohl keiner bemerkt weil einer der Oscar Wähler den hochgelobten irischen Animationsfilm Die Melodie des Meeres als Chinesischen (!?) Schund bezeichnete für den er nicht wählen will (in den selben Jahr war Prinzessin Kaguya aus JAPAN nominiert, China hat zu den Zeitpunkt nichts großes in der Animationsbranche gemacht, aber selbst wenn Melodie ein chinesischer Trickfilm währe (er sprach von den drei anderen als mögliche Sieger und sagte dann den Chinesischen Dreck will er nicht wählen, womit er dann Melodie für mich als Asiatischen Film bezeichnete) währe das immerfort herablassend Arrogant). Und da kommen wir nun zum großen Punkt warum der Oscar für bester Animationsfilme ziemlich Meh ist: Die Wähler.

In den letzten 10 Jahren hat Disney den Oscar 9 von 10 malen (!) gewonnen, manchmal verdient (Alles steht Kopf, Oben, Eiskönigin), manchmal hingegen zum Wegschmeißen (Merida, Big Hero 6). Aber seien wir ehrlich: Währe das der Oscar für Bester Film währe das ein Riesenskandal. Wie kommt also Disneys alleinige Machtstellung? Korruption? Nicht wirklich, eher gute alte Ignoranz. Die Oskar Wähler geben oft zu das ihnen die Qualität der Filme egal ist da sie das Medium als Wertlos (!!!) bezeichnen oder gar als Zeitverschwendubg. Die meisten enthalten sich, die anderen gehen danach wie Süß der Film ist, andere geben zu nach der Meinung ihrer Kinder zu gehen (wer ist schon besser geeignet dafür als ein sechs Jähriger Junge der alles gut finden würde).

Grade dieses Jahr war der Oskar schwer Ernstzunehmen, da der japanische Film Your Name vollkommen ignoriert wurde. Animes habens eh hart, aber Your Name ist in Asien derzeit ein Riesenerfolg, hat jede Menge Aufmerksamkeit in der Animationsszene weltweit sich erkämpft und gilt jetzt Schon als Meilenstein des handgezeichneten Kinos. Dennoch würde er komplett übergangen, an seiner Stelle kam die Rote Schildkröte, eine dänische Produktion in Zusammenarbeit mit den einzigen Animestudio das die Academy kennt, Ghibli, und ein wohl ziemlich Prätentiöser Film (wobei ich ihn nicht verurteilen will bevor ich ihn sah, zumal ich Your Name auch noch gucken muss sollte er endlich einen Deutschland Termin bekommen). Aber auch egal, gewonnen hatte Zoomania, die Disney Produktion (ein großartiger Film, nur debatierbar ob bester Animationsfilm).

Spätestens jetzt sollte man sehen, wieso es mir schwer fällt diese Kategorie der Academy irgendwie Respekt entgegen zu bringen...
 

AWESOME

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Ich hab mich ja auch schon darüber aufgeregt dass Your Name/Kimi no na wa nicht nominiert gewesen ist, genau wie Findet Dory, der beste Pixar Film seit Jahren.
 

Asperger Crow

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Ich hab mich ja auch schon darüber aufgeregt dass Your Name/Kimi no na wa nicht nominiert gewesen ist, genau wie Findet Dory, der beste Pixar Film seit Jahren.
Das Findet Dorie nicht nominiert wurde finde ich weniger schlimm: Die ersten 20 Minuten waren sehr Träge und Dorie nervte her und da an den Nerven, dennoch war es ein sehr guter Film. Finde aber die Aussage das er der beste Pixar seit Jahren war nicht korrekt, schließlich haben wir 2015 Alles Steht Kopf bekommen...
 

AWESOME

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Das Findet Dorie nicht nominiert wurde finde ich weniger schlimm: Die ersten 20 Minuten waren sehr Träge und Dorie nervte her und da an den Nerven, dennoch war es ein sehr guter Film. Finde aber die Aussage das er der beste Pixar seit Jahren war nicht korrekt, schließlich haben wir 2015 Alles Steht Kopf bekommen...
Den habe ich nicht gesehen, aber ansonsten war der letzte gute Wall-E
 

McKenzie

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Das Findet Dorie nicht nominiert wurde finde ich weniger schlimm: Die ersten 20 Minuten waren sehr Träge und Dorie nervte her und da an den Nerven, dennoch war es ein sehr guter Film. Finde aber die Aussage das er der beste Pixar seit Jahren war nicht korrekt, schließlich haben wir 2015 Alles Steht Kopf bekommen...
Sonst bin ich meistens mit dir einverstanden was Animationsfilme angeht aber "Alles steht Kopf" fand ich echt Sch..... . Vielleicht hab ich den Film auch nicht verstanden aber das war für mich gar nicht nach meinem Geschmack. Big Hero 6 (baymax) hingegen hatte zwar nicht mehr viel mit dem Original gemein aber der hat mich mehr angesprochen.
 
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Asperger Crow

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Sonst bin ich meistens mit dir einverstanden was Animationsfilme angeht aber "Alles steht Kopf" fand ich echt Sch..... . Vielleicht hab ich den Film auch nicht verstanden aber das war für mich gar nicht nach meinem Geschmack. Big Hero 6 (baymax) hingegen hatte zwar nicht mehr viel mit dem Original gemein aber der hat mich mehr angesprochen.
Ist halt Geschmackssache, ich persönlich mochte das Setting, die Grundidee sowie die Emotionale Story und das Artdesign sehr.

BH6 war ein guter Film nebenbei, nur halt für mich persönlich nichts besonderes. Finde es aber interessant das es Leute gibt die den Originalcomic kennen :D
Den habe ich nicht gesehen, aber ansonsten war der letzte gute Wall-E
Ich würde ja noch Oben und Toy Story 3 dazuzählen, erst mit Cars 2 begann Pixars flaute für mich. Zudem glaube ich Coco dessen erste Trailer letzte Woche könnte richtig gut werden.
 

AWESOME

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Ich würde ja noch Oben und Toy Story 3 dazuzählen, erst mit Cars 2 begann Pixars flaute für mich. Zudem glaube ich Coco dessen erste Trailer letzte Woche könnte richtig gut werden.
Oben war ganz okay, nichts wirklich herausragendes. Abgesehen davon war der Zeichenstil schrecklich. Mit Toy Stroy konnte ich noch nie was anfangen. Toy Story 3 war langweilig.
 

Asperger Crow

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Oben war ganz okay, nichts wirklich herausragendes. Abgesehen davon war der Zeichenstil schrecklich. Mit Toy Stroy konnte ich noch nie was anfangen. Toy Story 3 war langweilig.
Wie gesagt: Jedem das seine, finde aber grade das bei Oben die ersten zehn Minuten herausstechen und der Zeichenstyle sich nicht groß von den anderen Pixar Filmen unterscheidet (ist aber auch ein Kritikpunkt von mir: Disney und Pixar haben mittlerweile einen festen Style von den sie null weichen... abgesehen von ihren TV Serien).

wie du finde ich sind die Toy Story Filme etwas überbewertet, aber Teil 3 finde ich persönlich absolut fantastisch.
 

Asperger Crow

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Review: Die rote Schildkröte

Wenn es ein Land in Europa gibt, das großen Respekt vor dem Medium Snimation hat, dann ist es Frankreich: Allgemein haben Filme dort einen höheren Stellenwert als sonst wo auf unseren Kontinent, da das Medium dort als Kunst betrachtet wird. Doch das Medium Animation, das sonst meistens als Müll betrachtet wird bei Filmstudios und als Kinderunterhaltung ohne Substanz bei Amis und Deutschen geniest bei unseren Nachbarn einen speziellen Stellenwert. Wundern sollte es niemanden, schließlich hatte Frankreich eine starke Comicszene mit Werken wie Asterix, Lucky Luke oder auch den Belgischen Tim und Struppi Comics die auch Trickfilme bekamen. Zudem hat Frankreich neben Irlands Cartoon Saloon Studio ein paar starke Animationsfilme geschaffen, wie Persepolis oder Celestine und Ernest. Und dieses Jahr nun der Ocarnominierte Die Rote Schildkröte.

Aber okay, man will fair sein: Die rote Schildkröte ist keine rein französische Produktion, sondern eine zwischen Frankreich, Belgien und -ohne Witz- Japans eigenes Studio Ghibli, das Studio hinter Hayao Miyazaki. Damit ist der Film aber kein Anime: Man merkt zwar den Ghibli Einfluss in den Hintergründen und der Animation, Charakterdesign und die Art und weiße wie der Film aber erzählt wird ist typisch französisch belgisch.

Vor allem war nun es dieser Film (oder Mein Leben als Zucchini) der über Kimi no na Wa nominiert wurde, was Animations- sowie Animefans gleichermaßen anpisste. Aber diesen Zorn ist für mich absolut fehlgeleitet: Trotz Inszenatorischer Probleme ist der Film ein Erlebnis, das man sich meiner Meinung nach angucken sollte und das jede Form von Respekt verdient hat!

Ein namenloser Mann strandet auf einer Insel und versucht diese Verzweifelt zu verlassen, dabei allerdings wird er immer wieder aus unbekannten Gründen von einer roten Schildkröte gestoppt. Irgendwann hat er genug und tötet die Schildkröte in Zorn, was ihm sofort Leid tut. Nachdem er versucht die Leiche zu schützen, verwandelt diese sich nach einiger Zeit in eine Bildhübsche Frau...

Das Wichtigste Vorweg: Die rote Schildkröte ist ohne jeden Dialog: Die Charaktere geben hier und da Geräusche von sich, aber geredet wird in keinster Art und Weise. Allerdings hat der Film es gemeistert, ein schönes, erwachsenes Märchen zu erzählen: Trotz seiner Tat ist der Mann Sympathisch weil der Film ihn bis dahin aufgebaut hat, aufgrund seiner Situation wird seine Tat an der Schildkröte zwar nicht gut gesprochen, sie ist aber nachvollziehbar. Der Film ist ruhig mit einigen Aussnahmen und erzählt Still die Geschichte über das Gründen einer Familie und des Alterns. Simple, aber gut genug um zu überzeugen.

Der Film selber ist schön anzusehen: Die Insel ist großartig gezeichnete, die Hintergründe eine Augenweise und auch das Charakterdesign weiß zu überzeugen... wenn es denn mal gezeigt wird.

Denn hier kommen wir zum, von mir großen, Problem: Die Cinematographie ist... nicht die beste meiner Ansicht nach. Die Kamera ist zu weit von den Charakteren entfernt, nur selten werden diese in Aufnahmen von nahen gezeigt. Ich verstehe warum man es so gewählt hat wie man es gewählt hat, denn die Insel soll isolatorisch wirken, es soll seine Einsamkeit demonstrieren. Allerdings, und das bin ich, bin ich ein großer Fan von Charakteranimation: Hintergründe sind für mich zweitrangig (an der Insel hatte ich mich irgendwann satt gesehen), und leider ist die Charakteranimationen ziemlich minimalistisch wenn sie mal gezeigt wird. Man kann zwar erkennen was die Charaktere fühlen, aber ich mag sie lieber stark und ausdrucksvoll, wie halt oft bei Disney, Miyazaki oder Künstlern wie Tartakovsky oder zahlreichen Animes.

Dennoch, trotz dieser Probleme ist die rote Schildkröte ein Erlebnis. Es ist nicht perfekt (wobei dies auch Ansichtssache ist), aber dennoch ein Film, den man als Animationsliebhaber einmal gesehen haben sollte (ich habe ihn nebenbei in einen kleinen Kunstkino in Köln gesehen mit höchsten 10 Leuten. Gelohnt hatte es sich).
 

McKenzie

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@Asperger Crow Was hälst du eigentlich von Projekten die den Weg von Manga zu Realfilm gehen? Aktuellstes Beispiel wäre da wohl "Ghost in the Shell"
Ich bin da ja meistens sehr skeptisch gegenüber den Realverfilmungen.
 
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Asperger Crow

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@Asperger Crow Was hälst du eigentlich von Projekten die den Weg von Manga zu Realfilm gehen? Aktuellstes Beispiel wäre da wohl "Ghost in the Shell"
Ich bin da ja meistens sehr skeptisch gegenüber den Realverfilmungen.
Ist ja nicht nur Manga/Animes zu Realfilmen: Disney verfilmt ja auch mittlerweile alle ihre Trickfilme zu Realfilmen mit wechselnder Qualität, hab daher auch geplant eine Reihe namens "from Drawings to Reality" zu starten.

Bei Ghost in The Shell muss ich zugeben das ich vom Originalfilm nur das Ende kenne als ich es damals auf VOX sah, hab ihn aber hier liegen und geplant ihn vor dem Realfilme zu gucken. Allerdings geben die ersten Kritiken von GotS mit Johanson mir wenig Mut...

Was deine Frage angeht: Hollywood hat keine Ideen mehr und Anime ist nicht mehr so Niche wie viele tun, aber man muss auch wirklich sagen das sie es bisher sehr oft versammelt haben, ob es an den kulturellen Unterschieden liegt oder mangelnden Respekt wie bei DB Evolution ist nicht immer klar, aber ihre bisherige Linie gibt mir wenig Hoffnung dass das gut laufen wird.
 
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McKenzie

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Ist ja nicht nur Manga/Animes zu Realfilmen: Disney verfilmt ja auch mittlerweile alle ihre Trickfilme zu Realfilmen mit wechselnder Qualität, hab daher auch geplant eine Reihe namens "from Drawings to Reality" zu starten.

Bei Ghost in The Shell muss ich zugeben das ich vom Originalfilm nur das Ende kenne als ich es damals auf VOX sah, hab ihn aber hier liegen und geplant ihn vor dem Realfilme zu gucken. Allerdings geben die ersten Kritiken von GotS mit Johanson mir wenig Mut...
Manche Kritiken sind auch absolut Hahnebüchen. Wenn da schon fehlende Authenzität unterstellt wird, nur weil die Johansen (ein Roboter wohlgemerkt) keine Nippel hat, muss man sich doch an den Kopf langen. Das ist grösstenteils Jammern auf höchstem Niveau!
 

Asperger Crow

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Manche Kritiken sind auch absolut Hahnebüchen. Wenn da schon fehlende Authenzität unterstellt wird, nur weil die Johansen (ein Roboter wohlgemerkt) keine Nippel hat, muss man sich doch an den Kopf langen. Das ist grösstenteils Jammern auf höchstem Niveau!
Okay solche Kritikpunkte sind natürlich lächerlich. Mal schauen, Samstag müsstete ich drin sein, da ich nicht zu vertraut bin mit den Original müsstete ich ja durchaus Fair bewerten können (hoffe ich zumindest, ich bin Anime Verfilmungen eher Negativ eingestellt).
 

McKenzie

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Okay solche Kritikpunkte sind natürlich lächerlich. Mal schauen, Samstag müsstete ich drin sein, da ich nicht zu vertraut bin mit den Original müsstete ich ja durchaus Fair bewerten können (hoffe ich zumindest, ich bin Anime Verfilmungen eher Negativ eingestellt).
Bin auf jeden Fall gespannt auf deine Kritik. Viel Spass dabei :)
 

Asperger Crow

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Kein großer Post, nur eine Eilmeldung: Gestern lief im Zuge eines April Scherzes ohne jede Ankündigung die Premierfolge von Staffel 3 von Rick and Morty anstelle von Samurai Jack und sie war absolut großartig. Die Staffel an sich beginnt erst im Sommer und einige waren wohl angepisst das Samurai Jack nicht gelaufen ist (wobei Adult Swim immer sowas bringt zum 1.4), aber wer Rick and Morty kennt sollte sofort gucken.

Und wer die Serie nicht kennt: Gibt ihr eine Chance, neben South Park und Bojack Horseman die beste Animationsserie für Erwachsene (allgemein braucht man nur die drei zu gucken, der Rest ist Family Guy-Wannabee Müll... und Family Guy ist schon Müll).
 

Asperger Crow

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Tja, sorry das der letzte Post schon so lange zurück liegt: In letzter Zeit könnte ich mich für eigentlich gar nichts aufrappeln und von daher war ich die längste Zeit weg vom Kino und Filmen im allgemeinen. Daher auch sorry an dieser Stelle Sorry an [MENTION=20675]ol dirty Rocka[/MENTION], denn ich bin einfach nicht dazu gekommen mir Ghost in The Shell reinzuziehen.

Des weiteren fehlt mir dieses Jahr auch einfach die Lust mich richtig auf Animation zu freuen: Mal abgesehen davon das Disney dieses Jahr KEINE Trickfilme bringt und Pixar uns dieses Jahr allen Ernstes mit Cars 3 beglückt (wobei zumindest Coco der diesen Herbst kommt toll aussieht) sind der Rest entweder Fortsetzungen (Lego Filme in Masse, Ich unverbesserlich 3), wohl weitere Dreamworks Totgeburten oder der furchtbare Emoji Film, auf den ich mich insgeheim freue damit ich ihn von Links nach Rechts zerreißen kann, da dieser für alles steht was ich an Hollywoods Umgang mit Animation hasse. Das 2017 also ein mieses Jahr werden wird für Trickfilme steht außer frage, und ach ja, Your Name hat immer noch keinen Deutschlandtermin und Netflix soll uns endlich Little Witch Academia die Serie geben.

Aber hey, genug gemeckert und beschäftigen wir uns mit den Film den ich vor ein paar Wochen sah:

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Penciled to real life - Die Schöne und das Biest

Um es kurz zu machen: Ich bin ein riesiger Disney Fan. Nicht falsch verstehen: Ihre Filme sind Weltverschönernd und es gibt viel kreativeres, aber ich hänge an der Disney Nadel seit meiner Kindheit und für mich sind sie immer noch das höchste anzustrebende Ziel in der Branche, was dem hilft ist nun auch ihre neueste Renessaince seit Beginn dieser Dekade: Rapunzel war alles was ein Disney Fan wie ich sich von dem 50. Trickfilm erhoffen könnte, Ralph Reichts eine tolle Hommage an Arcade Videospiele mit einer schönen Botschaft, die Eiskönigin war der endgültige Beweis das sie zurück sind (auch wenn der Film mittlerweile was bei mir abbaut), Big Hero Six ein netter Superheldenfilm, Zootopia ein zur richtigen Zeit kommender Film geht es in dem Werk ja um Toleranz und Vaiana ein tolles Musical. Pixar hat zwar was abgebaut in den letzten Jahren (wo nur wirklich Alles Steht Kopf überzeugen konnte... sorry Rocka).

Und Disney weiß das sie die meisten Kindheiten in der Hand halten, von daher kamen sie nun auf eine großartige Idee: Lice Action Remakes!!! Ob nun Cinderella, Dschungelbuch oder Alice - Disney setzt nun alles mit realen Schauspielern um wo es nur geht, selbst Remakes zu Dumbo und König der Löwen (weigere mich beim Löwen aber von Live Action zu reden, da das wohl alles mit Computern gemacht wird) sind in der Mache. Und ganz ehrlich: Meh.

Dschungelbuch fand ich zwar toll und Cinderella in Ordnung, aber Alice war ein absolutes Machwerk und die größte Burton Enttäuschung seit Ever, zudem mit Blick auf ehemalige Neuversionen wie 101 Dalmatiner bin ich nicht wirklich Happy das Disney nun alles in Live Action umsetzt was man umsetzten kann (über den Autounfall Malefiz will ich hier nicht sprechen BTW). Und nun sind wir hier und reden über die Schöne und das Biest...

Wer mich kennt weiß, dass das Original (an dieser Stelle Spoiler ich meine 15. Lieblingsfilme die ich den guten [MENTION=3742]Wolf[/MENTION] zugeschickt habe) mein absoluter Lieblingsfilm ist: Er kam zu einer schwierigen Zeit für Disneys Animationsstudio und brachte das Vertrauen in das totgeglaubte Medium zurück, nachdem Arielle und der fantastische Roger Rabbit Jahre zuvor neue Hoffnung brachten. Animationstechnisch war der Film mit Ausnahme einiger Hintergrundcharaktere eine Augenweide, die Musik von Alan Menken und den leider kurz nach Filmrelease verstorbenen Howard Ashmen (eine der für mich größten Disneylegenden nebenbei) ist ein Meisterwerk und für mich ist er auch der beste Disney Liebesfilm überhaupt. Von daher war ich nicht wirklich glücklich als erste Infos zum Remake kamen.

Abgesehen davon das ich fand das die meisten Design von Charakteren wie Von Unruh oder Lumiere eher gruselig aussahen, hat mich auch die Berichterstattung zum Film genervt: so sprachen viele davon das der Film ja endlich dadurch relevant wird. Aha. Also als erster Trickfilm für den Oscar als Bester Film nominiert zu werden oder ein wichtiger Bestandteil der Disney Renaissance der 90er zu sein gilt nicht als Relevanz, alles klar. Die dann eher mittelmäßigen Review auf Metacritic und Rotten Tomatoes haben mich dann auch eher abgeschreckt, so das ich nicht plante ins Kino zu gehen.

Aber eine sehr Positive Kritik von [MENTION=20010]Crestfallen[/MENTION] als auch von [MENTION=29286]Hurricane[/MENTION] sowie einige meiner Disney Fankameraden auf Twitter haben mich dann doch umgestimmt und so ging ich dann ins Kino. Und ganz ehrlich? Zwar kommt er ans Original für mich nicht ran, aber alles in allem kann man hier schon von einen besseren Remake sprechen und einen durchaus sehr guten Film, der mich dann doch überzeugen konnte.

Und das trotz einiger Probleme: Der Film macht nur wenig selber, und wenn ist es irgendwie nutzlos (so wird ein Buch eingeführt, dass das Biest auf Wunsch überall hinbringen kann. Es wird einmal benutzt für einen Plotrelevanten Punkt, aber danach nie wieder erwähnt). Die Songs sind großartig, aber natürlich aus dem Original geholt und die zwei Songs die neu sind machen zwar einen guten Job, aber sind nicht so sehr Erinnerungswürdig.

Doch das größte Problem für mich in der ersten Hälfte des Films ist das Biest: Nicht falsch verstehen, im Original war das Biest Anfangs auch ein Mistkerl, aber hier ist er ein absolutes Arschloch und irgendwie auch dumm. Im Original lässt er sich auf den Deal mit Belle ein weil er weiß das sie die eine sein könnte die den Bann bricht. Hier hingegen kommt er nicht drauf bis ihn seine Leute darauf hinweißen das sie die eine sein könnte (seine Sympathie steigert sich auch nicht grade, da er sie sofort nach dem sie ihren Vater rettet als Närrin und Idiotin beschimpft). Desweiteren hat man für mich die Szene wo sie zum ersten Mal den Westflügel betritt ruiniert: im Original rastet er auch aus gegen sie, doch bemerkt seinen Fehler sofort und versinkt in Scham und Verzweifelung. Hier hingegen nach seinen Wutanfall denkt er keine zwei Sekunden darüber nach was er getan hat. Bis zu diesen war ich dann auch angepisst was man mit den Biest gemacht hat.

Aber nachdem das Biest Belle gerettet hat kriegt der Charakter tatsächlich für mich die Kurve: ab da an fühlt er sich tatsächlich an wie das Originalbiest wie ich finde und er und Belle bauen eine wirklich schöne und glaubhafte Beziehung auf.

Und ganz ehrlich: Über die Besetztung gibt es für mich nur wenig zu Meckern. Emma Watson macht einen guten Job als Belle und Kevin Klein als ihr Vater ist großartig (ein Highlight ist nebenbei für mich die Beziehung zwischen Belle und ihren Vater) und mein Gott ist Luke Evans eine perfekte Besetzung für Gaston, besser zu Casten ging eigentlich gar nicht.

Produktionstechnisch als auch über die Cinematographie gibt es nur wenig zu meckern: Das Schloss sieht großartig aus und die Gegenstände als auch das Biest wirken zwar anfangs unfassbar gewöhnungsbedürftg, passen aber dann doch perfekt zum Gesamtbild. Und wenn man am Ende die Transformationsszene sieht muss man doch einfach irgendwo ein großes Lob aussprechen.

So ja: Es ist ein sehr Unterhaltsamer Film mit stärken und Schwächen, der auch eine schöne Hommage an das Original darstellt. Dennoch werde ich wohl in Zukunft weiterhin zu jenem Original greifen, da so Unterhaltsam es auch wahr, er am Ende zu wenig neu macht und nicht wirklich die Magie des Klassiker einfangen kann. Gucken aber kann man diese Version auf jedenfall.
 

McKenzie

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Dafür musst du dich doch nicht entschuldigen! Frei nach dem Motto "Es kommt wie's kommt und es kommt gut!"
 

Hurricane

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Ich bin ja selbst ein großer Fan der Disney-Originale und hab auch alle noch ganz oldschool auf VHS.

Es ist eigentlich immer schwer, wenn nicht gar unmöglich ein Remake zu machen, das mindestens die Qualität vom Original erreicht.

Mir gefiel der Film aber in der Tat, weil er nicht das Original kopierte aber doch hier und da etwas einstreute. Besetzung wie du sagtest sehr stark und auch das Bild insgesamt fand ich sehr ansprechend. Es gab viele Disney-Remakes die komplett grauenhaft waren, hier hat man mMn einen wirklich guten Spagat hinbekommen. Ganz an die Magie des Originals kommt es nicht hin, aber ich hab mich hier und da schon dabei erwischt kurz abzutauchen.

Sehr schöne Review von dir!
 
C

Crestfallen

Guest
Vielen Dank für die schöne Review. Wir haben uns ja schon über den Film und die Charaktere unterhalten. Im Grunde stimme ich dir in allem zu, aber ich mochte die Darstellung vom Biest noch ein kleines bisschen mehr als im Original Film. Man hat gemerkt , dass er schon so lange ein Biest ist, dass ihm das Menschliche komplett abgegangen ist. Das erklärt sein Verhalten gegenüber dem Vater und seine Reaktion Belle gegenüber, als sie sich für ihren Vater opfert.
Erst mit der Zeit wird das Biest menschlicher, in kleinen Schritten und die Beziehung zu Belle wird so wunderschön, dass es am Ende egal ist , ob er ein Biest bleibt oder wieder menschliche Gestalt annimmt. So jedenfalls habe ich es empfunden. Mich hat dieses Biest tatsächlich mehr gepackt als das Original und Belle war sowieso einfach perfekt.
 

Asperger Crow

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Little Witch Academia: Das Original und Enchanted Parade

Jeh nachdem wen man fragt gibt es sehr unterschiedliche Ansichten zum Thema Anime: Entweder man findet es cool oder aber bezeichnet Anime Fans als Weebos und Freaks. Was man aber nicht verleumden kann ist das Animes in den 90er Jahren auf westliche Produktionen großen Einfluss hatten. Seien es nun Trickproduktionen wie Avatar - Der Herr der Elemente oder Filme wie Matrix - Animes nahmen großen Einfluss auf westliche Werke.

Allerdings nahmen Animes in den letzten Jahren einige Niederschläge hin: Zum einen wurden Kritikerstimmen aus eigenen Reihen immer lauter, allen voran Ghibli Legende Hayao Miyazaki äußerte sich immer negativer und Kritisierte die Entwicklung des Mediums von interessanten Storys und Erwachsenen Ideen hin zur puren Otaku Unterhaltung mit Schulmädchen und Girl Idols, zum anderen ließ der Anime Hype im Westen im Laufe der Jahre immer mehr nach was dazu führte das Animes mehr und mehr zur Nische wurden.

Ein Anime Studio das vor allem nach und nach Federn ließ war das Legendäre Studio Gainax: Gainax war einst DAS Anime Studio der 90er und 2000er! Nicht nur erschufen sie praktisch die Anime Otaku Kultur, sie waren auch das Studio hinter den Klassiker Neon Genesis Evangelion, den durchgeknallten (und von mir gefeierten) Meisterwerk Gurren Lagann sowie den Kontroversen und dennoch sehr beliebten Comedy Werk Panty und Stocking with Gartnerbelt. Nicht nur hatte Gainax einen eigenen, sehr seltsamen Charm. Animationstechnisch waren sie mit das Beste was man in Japan so finden konnte(heute währe das wohl Madhouse, Studio IG, Bones oder Trigger, zu denen wir gleich kommen) und auch wenn sie nicht perfekt waren (oft haben sie ihre Werke seltsam oder Abrupt geendet, was zum beliebten Satz "Gainax Ending" führte) waren sie neben Cowboy Bebop mit einer der Gründe warum Animes in den 90ern so explodierten.

Und dann endete es in unserer Dekade: Viele Talente verließen Gainax was den Studio extrem schadete... nein, seien wir ehrlich, es killte Gainax!!! Das Studio hat sich nicht erholen können und produziert nun entweder sehr Fanservige Sachen mit süßen Mädels oder aber Werbekram. Eine traurige Entwicklung eines einst legendären Animestudios, aber so läuft es manchmal.

Aber warum verließen jene Künstler denn nun Gainax? Der Grund war der Name, der sie erdrückte und einengte. Sie wollten was eigenes aufbauen, sich einen Namen machen, allen voran Hiroyuki Imaishi, der Regieleiter bei Gurren Lagann sowie Panty and Stocking und einer der größten Namen den Gainax jeh hervorbrachte. Imaishi war bekannt für seinen absolut durchgeknallten Style und seiner Liebe für sowohl japanischer aber allen voran amerikanischer Animation (Panty und Stocking wurde stark von Drawn Together inspiriert zum Beispiel) und weil er etwas neues wollte gründete er zusammen mit Masahiko Ohtsuka das Animationsstudio Trigger. Trigger holte sich viel Lob und Aufmerksamkeit mit ihren gefeierten Erstwerk Kill La Kill, mit dem sie sich genug Aufmerksamkeit beschaffen konnten und mittlerweile ordentliche Budgets für Fernsehprojekte zu bekommen wie zum Beispiel Kiznaiver. Zudem haben sie einen guten Stand bei Hardcore Anime Fans.

Ich? Ganz ehrlich, ich habe bis jetzt nur zwei Folgen von Kiznaiver gesehen und die ersten Folgen von Kill La Kill, von daher kann ich nur sehr wenig zu diesen Projekten sagen (außer das man bei Kill La Kill oftmals die Budget Probleme die sie hatten merkt). Die Ausnahme hierbei bilden die heutigen besprochenen Werke, Yoh Yoshinoris Little Witch Academia Kurzfilme.

Yoshinori kam wie die Gründer von Gainax und gilt warscheinlich als einer der besten Animatoren der Welt: Seine Effekt Animation wie Explosionen und Rauch sind unfassbar gut, auch seine Charakteranimation wird überall hochgelobt. Aber nun genug der Vorstellungen, was hat es mit LIttle Witch Academia auf sich?

LWA war ein Kurzfilm der 2013 als Teil eines jährlich stattfindenden Animationsprogramm der japanischen Regierung zur Förderung junger Talente stattfindet. LWA bekam eine Menge Aufmerksamkeit von Animefans, so sehr das Trigger versuchte eine Fortsetzung über Kickstarter zu finanzieren namens "The Enchanted Parade", was mehr als glückte (Trigger brauchte 150.000 Dolar, bekommen haben sie über 600.000). Doch warum reden wir nun über LWA überhaupt? Das hat einen guten Grund: Wie [MENTION=2450]AWESOME[/MENTION] über mir erwähnte startet diesen Freitag die Serie zu den Filmen auf Netflix (dort findet man auch übrigens auch Legal die Kurzfilme, leider nur mit deutschen Untertiteln, ohne deutsche Sprachausgabe) und von daher dachte ich das es ganz nett währe jeden diese zwei wirklich schönen Werke zu empfehlen. Wenn nicht jetzt wann dann?

Um was geht es überhaupt in LWA: Es geht um die junge Japanerin Sakko, die aufgrund ihrer Bewunderung der Hexe Chariot eben an einer Hexenschule anfängt Unterricht nimmt. Die gute allerdings hat es ziemlich schwer, da sie keinerlei magische Begabung hat. So versucht sie sich mit ihren Freundinnen, der guten Lotte sowie der Magietrankbegabten und stets krankaussehenden Susi durch den Altag zu bringen. Im ersten Teil (der knapp 30 Minuten dauert) muss sie während einer Prüfung einen grauenvollen Drachen aufhalten, während sie im Zweiten (der geht knapp 54 Minuten) ein Fest ausrichten muss (ansonsten fliegt sie von der Schule), was nach einem Streit mit ihren Freunden sowie einen Trollangriff schwerer wird als man glauben kann...

Klingt ziemlich Banal? Ist es auch: Die Geschichten der zwei Kurzfilme sind mehr als Simpel gehalten, der währe Charme liegt sowohl bei den Charakteren als auch bei der großartigen Animation. Yoshinori hat sich den Arsch abgearbeitet um ein wirklich liebenswertes Werk abzuliefern, und tatsächlich ist die eher Simpel gehaltene Story für diese Werke perfekt gewählt. Optisch gesehen ist hier alles absolut grandios, die Effekte, das Design. Vor allem das große Finale in Enchanted Parade ist gradezu umwerfend schön. Man merkt einfach die Liebe zum Detail und das die Macher wirklich auch genießen was sie tun. Seien es nun Detail wie der Drache, der kurz vor seinen Ableben nochmal verdöttelt in die Kamera Start oder der große Teamzauber mit dem ein böses Monster beseitigt wird: Trigger hat ganze Arbeit geleistet.

Die Charaktere selber helfen dann den Rest: Kein Charakter ist unsympathisch oder Hassenwert (auch nicht Diana, sowas wie die Rivalin Akkos), entweder machen sie eine wirklich gute Figur wie jedermanns Lieblingschemikerin Susi oder sind nette Anspielungen auf irgendetwas (Dianas Kameradinnen heißen zum Beispiel Hanna und Barbara, ne schöne Anspielung auf das legendäre Animationsstudio). Akko selber kann zwar nervig werden (sie ist ziemlich laut), aber sie ist kein Arschloch und zumindest wohlmeinend, zudem ist es einfach sich mit ihr zu identifizieren, und grade das ist wichtig in so einen Werk.

LWA ist nebenbei durch und durch Familienfreundlich: Es gibt keinen Fanservice, keine große Gewalt, kein gefluche. Dennoch ist das ganze so Charmant und herzerwärmen wie ich finde das es egal ist, denn im Grunde kann hier jeder auf seinen Genuss kommen.

LWA ist zwar kein Klassiker der Animegeschichte (dafür sind die Filme alles in allem zu kurz und halt auch etwas zu Simpel), dennoch empfinde ich sie zumindest als großartig und sie zeigen in meinen Augen zu was Trigger möglich ist. Ich würde sie zwar nicht als "The Savior of Anime" bezeichnen, aber sie brachten zumindest wieder frischen Wind rein und brachten uns zwei wirklich großartige Kurzfilme. Nun mal schauen wie gut das ganze als Serie funktionieren wird. Ich freue mich schon drauf und hoffe das Trigger uns in Zukunft weiter sowas bringen wird...
 

Asperger Crow

Main Event
Die zwei Ausnahmen im Bereich Adult Animation

Ich mach kein großes Geheimnis drauß das ich die Meisten Animationsserien für Erwachsene für den letzten Mist halte: Während die Simpsons und Family Guy sowieso nur noch wandelnde Leichen sind die versuchen verzweifelt Quoten zu ziehen, sind die meisten anderen Family Guy - South Park Klone, die so viel Kacke und Pisse wie möglich an die Wand Schmeißen und hoffen das sich irgendwer findet der sie cool findet (viele dieser Shows kommen auch nicht über Staffel 1 hinweg was zeigt wie Erfolgreich dieses Prinzip ist).

Grade Family Guy und das die Show bis heute existiert zeigt, wie kaputt dieser Markt ist. Ich könnte einen ganzen Essay schreiben was mit dieser Show nicht stimmt aber da sie heute nicht das Hauptthema ist nur kurz zusammengefasst: Family Guy wurde zweimal abgesetzt und ist zweimal zurückgekommen. Die Show hat seitdem ein massives Ego und eine selbstverliebte Weltansicht, das gepaart mit furchtbaren Charakteren einfach nur nervig ist. Und das währe gar nicht mal so schlimm wenn sie sich dann einfach auf die Comedy konzentrieren würden, leider will Family Guy oftmals Ernst genommen werden und versucht sich an warmherzigen Momenten, welche sie andauernd versaut. Und man könnte zwar sagen das mit einer solch schrecklichen Welt Emotionen nicht möglich sind, aber ganz ehrlich, die Charaktere von South Park sowie Rick und Morty, eine der zwei Shows über die wir heute reden werden, leben in furchtbaren kloakenwelten und sind oftmals selber furchtbare Personen, dennoch schaffen beide Shows trotz ihre sadistischen Ader es, emotionale als auch zum denken anregende Momente zu erschaffen (Beispiele für South Park: Die Episoden Bloody Mary, Craig X Tweek und die Folge mit Stan als Eishockeytrainer - @<a href="https://board.wrestling-infos.de/member.php?u=14251" target="_blank">Broken Silent</a> der anerkannte South Park Experte hier im Board kann es bezeugen).

Aber alles auf Family Guy zu schieben ist Superfaul, das Problem ist Simpel: South Park und Family Guy waren große Erfolge und haben einen düstere und Vulgären Humor. Produzenten sind Idioten, sehen das und denken das es reicht viele Drogenwitze gepaart mit Schockhumor zu machen. Daher auch all die Drawn Togethers, Ugly Americans und Adult Swim Shows wie Mr Pickels da draußen. Die wirklich guten kann man schnell abzählen - und welche die mal gut waren laufen nun schon solange, das sie niemanden mehr Jucken (guckt einer noch die Simpsons hier? Ich hab vor Jahren aufgehört). Das ist auch einer der Gründe warum ich lieber über Animation für die ganze Familie schreibe, da Werke wie Gravity Falls oder Steven Universe, Kinderserien, weitaus erwachsener sind als ein Großteil von der das für Erwachsene produziert wird.

Aber, und das ist ein großes Aber, es gibt immer wieder Hoffnungsschimmer, und das sind derzeit Zwei Shows: Rick and Morty sowie Bojack Horseman. Erstere ist derzeit in ihrer dritten Staffel, Bojack Horsemans vierte startet diesen Freitag. Von daher will ich nur kurz auf Beide eingehen in der Hoffnung, das der ein oder andere hier im Board den beiden eine Chance gibt. Fangen wir doch mit der bekannteren der Beiden Shows an, Rick and Morty:


Rick and Morty ist Simpel erklärt auf Papier: Rick Sanchez, der genialste Wissenschaftler der Welt geht zusammen mit seinen Enkel Morty, ein gewöhnlicher Jugendlicher der aufgrund von Ricks egoistischen Antrieben oft der Leidtragende ist, auf Abenteuer durch das Universum und das Multiversum.

Die Ironie hier ist das Rick and Morty vieles macht von dem was ich an den anderen Show kritisiere: Rick ist ein soziopathischer Riesenarsch und Alkoholiker, viel vulgärer Humor, zahlreiche Tote und Schockhumor. Doch zwischen diesen Shows und Rick and Morty gibt es den Unterschied das die Macher der letzteren sich dafür interessieren was sie schreiben und die Show trotz dieser Ähnlichkeiten komplett von South Park unterscheidet und nicht kopiert wo es nur geht.

Der vor allem wichtigste Unterschied? Rick and Morty ist TATSÄCHLICH lustig!! Der Humor ist dumm und intelligent zugleich, trifft die wichtigsten Töne und wirkt erfrischend anders. Einer der Gründe dafür ist das die Show Microscripting verwendet, was bedeutet das die Dialoge so vage wie möglich gehalten werden damit die Sprecher, allen voran der Erfinder der Show und Sprecher der Namensgebenden Charaktere, Justin Roiland, da soviel hineininterpretieren können wie sie wollen was dann zu Szenen wie dieser führen kann:


Absolut herrlich. Was auch herrlich ist, das Rick die Art von Soziopath ist die man anfeuern will, einfach nur um zu sehen was er für eine kranke Scheiße er dieses Mal fabrizieren wird, denn diese Kreativität ist es die Rick and Morty zu dem derzeitigen verdienten Phänomen in der Fernsehbranche macht, welche die Show derzeit ist. Einmal das und dass die Show hält trotz all dieser Kranken scheiße und einer sehr düsteren Weltansicht nach dem Motto "unsere Existenz hat keinen Wert" dennoch nie komplett nihilistisch wird und irgendwo immer noch ein gutes, schlagendes Herz hat. Und dann währe da noch Bojack Horseman.


Bojack Horseman, ein anthropomorphes Pferd das in einer Welt voll anderer anthropomorphischer Tiere sowie normalen Menschen lebt, war einst der Star einer sehr beliebten Fernsehshow namens Ich glaub mich tritt ein Pferd (Engl.: Horsin Around), der seine glorreichen Tage wieder aufleben lassen will. Dies will er erreischen mit der Hilfe eine Autobiografin namens Diane, der Liebschaft seines nervigen Kollegen Mr Peanutbutter, während er sich auch mit seiner Agentin Princess Caroline und seinen Mitbewohner Todd rumschlagen muss.

Klingt simpel und anfangs wirkt die Netflix Original Serie (als es noch was bedeutete, eine Netflix Original Serie zu sein) auch wie jede andere Family Guy Klon: Bojack ist ein Arschloch, Random Humor und eine Serie die Anfang klüger zu sein als sie wirklich ist. Ich habe mir die Show auch nur deswegen gegeben (trotz eines mittelmäßigen Metacritic Scores) weil ich nichts besseres zu tun hatte und dachte das 12 Folgen Junk Food mir jene Zeit vertreiben können. Das lustige war, wie mehr die Staffel voran ging, umso düsterer und tieferer wurde Show.

Und das ist das Stichwort hier, Tief. Bojack Horseman, eine Show über ein sprechendes Pferd, ist Tief. Nicht Prätentiös, nicht aufgeblasen, sondern wirkliche tief. Für nicht gibt es derzeit keine bessere Show, die das Thema Depressionen als auch die Leere und Oberflächlichkeit Hollywoods so gut durchkaut wie Bojack Horseman. Grade Bojack, der Charakter der versucht seine Dämonen wirksam zu bekämpfen aber sich selber immer wieder Beine in den Weg stellt, ist faszinierend. Man kann sich sehr einfach mit ihm identifizieren, doch man will es nicht. Und es ist nicht nur Bojack, die ganze Show handelt eigentlich von verkorksten Personen in die weniger verkorkst sein wollen in einer verkorksten Welt, in der glückliche Momente nur selten geschehen (und dennoch schafft es die Show wirklich witzig zu sein).

Definitiv eine Show die man gesehen haben muss. Die ersten Folgen sind wirklich ziemlich Meh und ich kann verstehen das die Show am Anfang eher schwache Presse bekam (ich frag mich auch ob die Show mit Absicht die ersten Folgen so gehalten hat oder aber ob sie erst im Lauf der ersten Staffel die Macher selbstbewusster würden?), denn man muss sich am Anfang wirklich etwas durchbeißen, aber spätestens ab Folge 6-7 wird aus Bojack die Show, die nun von fast allen gefeiert wird die sie gucken.

Und ja, das sind die beiden Shows, welche einen zeigen das Adult Animation großes schaffen kann, wenn man nur will. Ich glaube aber nicht, das sich da groß was ändern wird: Solange South Park lebt, werden alle Blind es kopieren, in der Hoffnung das nächste große South Park zu sein (und es mag gemein sein South Park so viel Schuld zu geben, aber in meinen Augen sind sie Hauptverantwortlichen dafür wie kaputt Adult Animation ist). Ich hoffe nur das wir hier und da ein paar kleine Leckerbissen bekommen.
 

Silentpfluecker

Pseudo-Wrestlingphilosoph und AndiTaker
Teammitglied
Und man könnte zwar sagen das mit einer solch schrecklichen Welt Emotionen nicht möglich sind, aber ganz ehrlich, die Charaktere von South Park sowie Rick und Morty, eine der zwei Shows über die wir heute reden werden, leben in furchtbaren kloakenwelten und sind oftmals selber furchtbare Personen, dennoch schaffen beide Shows trotz ihre sadistischen Ader es, emotionale als auch zum denken anregende Momente zu erschaffen
Gut gesagt. :) Ich finde South Park klasse, halte Family Guy aber für Müll...
 

Thez

Zarathustra
Die zwei Ausnahmen im Bereich Adult Animation
Definitiv eine Show die man gesehen haben muss. Die ersten Folgen sind wirklich ziemlich Meh und ich kann verstehen das die Show am Anfang eher schwache Presse bekam (ich frag mich auch ob die Show mit Absicht die ersten Folgen so gehalten hat oder aber ob sie erst im Lauf der ersten Staffel die Macher selbstbewusster würden?), denn man muss sich am Anfang wirklich etwas durchbeißen, aber spätestens ab Folge 6-7 wird aus Bojack die Show, die nun von fast allen gefeiert wird die sie gucken.
Da ich Rick und Morty sehr mag, habe ich aufgrund Deines Postings BoJack Horseman nun einmal eine Chance gegeben. Durch die ersten zwei Folgen habe ich mich eher durchgequält, mit Folge 3 hatte ich aber schon etwas mehr Bindung zu den Charakteren und komme so langsam rein. Ich bin mal gespannt, ob es mich dann in ein paar Folgen wirklich auch so packt, wie Du es beschreibst.
 

FritzJenkins

wrestling-infos.de Veteran
Rick und Morty ist genial. Erwähnen sollte man auch finde ich das Faible von Harmon (einem der Macher der Serie) für intertextualitäten. Man findet Anspielungen und Hommagen an andere Serien/Filme en masse.
 

Asperger Crow

Main Event
Da ich Rick und Morty sehr mag, habe ich aufgrund Deines Postings BoJack Horseman nun einmal eine Chance gegeben. Durch die ersten zwei Folgen habe ich mich eher durchgequält, mit Folge 3 hatte ich aber schon etwas mehr Bindung zu den Charakteren und komme so langsam rein. Ich bin mal gespannt, ob es mich dann in ein paar Folgen wirklich auch so packt, wie Du es beschreibst.
Wie gesagt: Die ersten Folgen sind wirklich ziemlich bleh, es kommt anfangs rüber wie ein Family Guy Wannabee, aber im Verlauf der ersten Staffel ändert sich vieles, allen voran die Wahrnehmung und Darstellung des Charakters Bojack, der als Charakter immer komplexer wird.

Rick und Morty ist genial. Erwähnen sollte man auch finde ich das Faible von Harmon (einem der Macher der Serie) für intertextualitäten. Man findet Anspielungen und Hommagen an andere Serien/Filme en masse.
Gemessen daran das Harmon für Community Verantwortlich war überrascht das wenig, da fast die gesamte Show eigentlich aus Intertextualitäten bestand. Da aber mittlerweile sehr viele Comedys sich auf diesen Punkt beziehen, fand ich (grade da Rick and Morty eine Animationsserie ist) den Punkt des Microscriptings hervorzuheben.

Was ich nebenbei gar nicht erwähnte und oft vergesse sind die deutschen Synchros: Während ich die von Bojack wirklich als gelungen betrachte, ist die von Rick and Morty ziemlich... meh. Zu loben ist das die Sprecher von den beiden Namensgebern so nah wie möglich an Roilands oftmals ausufernden Reden und Dialogen bleiben, allerdings finde ich die Stimmen wirklich HART gewöhnungsbedürftig, allen voran Rick am Anfang. Von daher bevorzuge ich hier wirklich die englische Sprachausgabe.
 

Thez

Zarathustra
Wie gesagt: Die ersten Folgen sind wirklich ziemlich bleh, es kommt anfangs rüber wie ein Family Guy Wannabee, aber im Verlauf der ersten Staffel ändert sich vieles, allen voran die Wahrnehmung und Darstellung des Charakters Bojack, der als Charakter immer komplexer wird.
Ich bin jetzt bei Folge 8 und kann schon sagen, dass ich am Ball bleiben werde. Wird eigentlich noch erklärt, warum es in dieser Welt Tiermenschen gibt? Gibt es dort auch normale Tiere?

Die deutsche Fassung von Rick und Morty habe ich einmal eine Minute lang ausprobiert, das war einfach nichts für mich.
 

Asperger Crow

Main Event
Ich bin jetzt bei Folge 8 und kann schon sagen, dass ich am Ball bleiben werde. Wird eigentlich noch erklärt, warum es in dieser Welt Tiermenschen gibt? Gibt es dort auch normale Tiere?

Die deutsche Fassung von Rick und Morty habe ich einmal eine Minute lang ausprobiert, das war einfach nichts für mich.
Nope es ist einfach die Norm in dieser Welt: Menschen und Tiermenschen leben zusammen.
 
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