Ehemaliger WWE Champion arbeitet an In-Ring-Comeback bei AEW
Paul Wight bereitet sich derzeit auf eine mögliche Rückkehr in den AEW-Ring vor und arbeitet dafür intensiv an seiner Fitness. In der aktuellen Ausgabe von „Insight with Chris Van Vliet“ erklärte der frühere Big Show, dass ihn zahlreiche Operationen in den vergangenen Jahren zurückgeworfen hätten. Seit 2018/2019 habe er nahezu jährlich Eingriffe mit anschließender Reha überstehen müssen. Aktuell gehe es ihm jedoch gut, und er hoffe, noch einmal für AEW in den Ring steigen zu können.Wight betonte, dass er sich über das begrenzte Zeitfenster seiner aktiven Karriere im Klaren sei und keine Ambitionen mehr habe, um Titel zu kämpfen oder regelmäßig im Mittelpunkt der Shows zu stehen. Stattdessen wolle er die verbleibende Zeit unter AEW-Vertrag nutzen, um mit jüngeren Talenten zu arbeiten, ihnen Erfahrungen weiterzugeben und dabei selbst noch einmal Freude im Ring zu haben. Er hob hervor, dass er bei AEW einen Vorgesetzten habe, der Vertrauen in ihn setze und ihm ermögliche, weiterhin Teil des Geschäfts zu sein.
Für ein In-Ring-Comeback knüpft Wight den eigenen Anspruch an eine ausreichende körperliche Verfassung, um das Produkt zu unterstützen und nicht zu schwächen. Er habe bereits deutlich an Gewicht verloren und peile aktuell rund 350 Pfund (etwa 159 Kilogramm) als Ziel an. Derzeit liege er nach eigenen Angaben bei 386 Pfund. Aufgrund zweier künstlicher Kniegelenke und zweier künstlicher Hüften sei ihm bewusst, dass er nicht mehr der Athlet von früher sei, er wolle aber weiterhin glaubwürdig als „Riese“ auftreten können. Sollte der Eindruck entstehen, er könne dieses Bild nicht mehr erfüllen, werde er ein Comeback im Ring nicht erzwingen.
Rückblickend räumte Wight ein, seinen Körper in jüngeren Jahren mit ungesunden Gewohnheiten wie schlechter Ernährung und Rauchen nicht gut behandelt zu haben. Mit 54 Jahren habe er bereits ein höheres Alter erreicht, als er ursprünglich erwartet habe – und sei damit acht Jahre älter als Andre the Giant zum Zeitpunkt von dessen Tod. Die aktuelle Trainingsarbeit diene daher nicht nur einer möglichen Rückkehr in den Ring, sondern vor allem der Gesundheit. Sein bisher letztes Match für AEW bestritt Wight im November 2023. Er betonte, dass es bei einer möglichen Rückkehr in erster Linie um den Spaß gehen würde und nicht darum, eine „perfekte“ Abschiedsgeschichte zu schreiben oder zwingend ein offizielles Retirement-Match zu bekommen.
Neben seinen Auftritten im Ring ist Wight für AEW auch als Kommentator und im Bereich Community Outreach aktiv. Für die Zeit nach der aktiven Karriere sieht er sich eher in einer Mentorrolle für Talente, weniger als klassischer Trainer. Als Beispiel für einen hervorragenden Coach nannte er Billy Gunn, den er insbesondere für dessen Fähigkeit lobte, Mechaniken zu vermitteln und im Training zu arbeiten. Wight selbst beschreibt sich eher als erfahrene Bezugsperson, die Geschichten und Warnungen aus der eigenen Laufbahn weitergibt.
EX-TNA-Star debütiert bei Ring of Honor
Bei Ring of Honor hat es unterdessen einen Neuzugang gegeben. Mance Warner, früher unter anderem bei TNA aktiv, gab bei den ROH-Tapings am Montagabend in Jacksonville sein Debüt. Warner, der nach mehreren Jahren in der Independent-Szene und einem wiederkehrenden Engagement bei Major League Wrestling im Januar 2025 gemeinsam mit seiner damaligen Verlobten und heutigen Ehefrau Steph De Lander bei TNA debütiert war, hatte die Promotion im vergangenen Monat verlassen. Hintergrund war, dass TNA De Lander aufgrund einer Nackenverletzung keine medizinische Freigabe erteilte.Einen markanten Punkt seiner TNA-Zeit stellte ein Barbed Wire Massacre Match gegen Sami Callihan beim Unbreakable-Event während der WrestleMania-Woche in Las Vegas am 17. April 2025 dar, das Warner verlor. Sein Debütmatch bei Ring of Honor bestritt Warner nun in einem Singles Match gegen Shane Taylor, es war die erste direkte Begegnung der beiden. Darüber hinaus ist Warner für Pro Wrestling Revolver in Dayton, Ohio, für ein Match gegen Krule am 25. April gebucht.