ESPN bringt sich offenbar aktiv in WWE-Partnerschaft ein
Die Partnerschaft zwischen WWE und ESPN beschränkt sich offenbar nicht nur auf die reine Ausstrahlung der Premium Live Events in den USA. Wie Dave Meltzer im aktuellen Wrestling Observer Newsletter berichtet, soll ESPN ein sehr aktiver Partner sein und regelmäßig eigene Ideen einbringen. Zuletzt hatten wir bereits berichtet (HIER), dass die sechsteilige Matchcard von Night of Champions auf eine konkrete Anfrage von ESPN zurückging. Demnach sei der Sender an WWE herangetreten, um ein oder zwei zusätzliche Matches in das Line-up aufzunehmen. Hintergrund ist die Struktur der Übertragung in den USA: Die erste Stunde der Premium Live Events wird kostenlos im linearen ESPN-Programm ausgestrahlt, während der restliche Teil exklusiv für Abonnenten von ESPN Unlimited verfügbar ist.
Durch die Erweiterung der Card auf sechs Matches standen letztlich vier Kämpfe exklusiv im kostenpflichtigen Teil der Show. Aus Sicht von ESPN sollte dies offenbar ein stärkerer Anreiz für Zuschauer sein, ein entsprechendes Abonnement abzuschließen. Meltzer bestätigte den ursprünglichen Bericht weitgehend und ergänzte, dass ESPN innerhalb der Zusammenarbeit keineswegs nur ein stiller Partner sei. Vielmehr komme der Sender immer wieder mit eigenen Ideen auf WWE zu. Die Zusammenarbeit zwischen WWE und ESPN läuft mittlerweile seit knapp einem Jahr. Der Fünfjahresvertrag startete im September 2025 mit Wrestlepalooza. Ob dieses Event auch 2026 wieder Teil des WWE-Kalenders sein wird, wurde bislang nicht offiziell angekündigt.
Matt Cardona spricht über Zukunft von Zack Ryder
Matt Cardona hat sich zur Zukunft seiner früheren Zack-Ryder-Persona und zu seiner Rückkehr zu WWE geäußert. In einem Interview mit „The Takedown on SI“ erklärte Cardona, dass die Figur Zack Ryder für ihn nach seiner Entlassung im Jahr 2020 praktisch abgeschlossen gewesen sei. Cardona betonte, dass er Zack Ryder weiterhin dankbar sei, da diese Rolle ihn geprägt und ihm vieles beigebracht habe. Gleichzeitig habe seine Zeit auf der Independent-Szene aus ihm erst den heutigen Matt Cardona gemacht. Nach seinem WWE-Abschied habe er sich neu erfunden, neu vermarktet und nach eigener Aussage die erfolgreichste und spaßigste Phase seiner Karriere erlebt. Trotzdem sei sein großes Ziel immer gewesen, WWE Champion zu werden. Cardona erklärte, so großartig seine Zeit auf der Independent-Szene auch gewesen sei, habe er weiterhin davon geträumt, wieder bei SmackDown aufzutreten, erneut im Madison Square Garden zu wrestlen oder einen WrestleMania-Moment zu erleben. Sein Traum sei nie einfach gewesen, Pro Wrestler zu sein, sondern ein WWE Superstar.
„Sie wollten Matt Cardona. Darauf bin ich stolz. Sie fanden offenbar, dass der Matt Cardona, den ich auf der Independent-Szene aufgebaut habe, wertvoller ist als Zack Ryder. Gleichzeitig bin ich Zack Ryder dankbar, denn ohne ihn und meine frühere Zeit bei WWE gäbe es Matt Cardona nicht.“
Myles Borne reagiert auf Kritik an fehlender Indie-Erfahrung
Myles Borne hat auf die Kritik reagiert, er habe vor seiner Verpflichtung bei WWE NXT nicht den klassischen Weg über die Independent-Szene genommen. Im Gespräch mit „Complex Graps The Podcast“ erklärte der aktuelle NXT North American Champion, dass er die entsprechenden Vorwürfe durchaus nachvollziehen könne. Borne gab zu, dass er vor seinem Start bei WWE kaum Berührungspunkte mit dieser Seite des Wrestlings gehabt habe. Innerhalb des Performance Centers sei die Stimmung zwar positiv und unterstützend gewesen, außerhalb von NXT gebe es aber immer wieder Stimmen, die ihm vorwerfen würden, seine Sporen nicht auf der Independent-Szene verdient zu haben. Er werde dann als weiterer Athlet gesehen, der ohne klassischen Wrestling-Hintergrund zu WWE gekommen sei. Gleichzeitig wies Borne diese Kritik entschieden zurück. Er verwies auf seine Vergangenheit im Amateurringen und betonte, dass er nicht aus irgendeiner beliebigen Sportart komme. Aus seiner Sicht gehöre Amateur Wrestling zu den härtesten Sportarten überhaupt. Man stehe jeden Tag im Kampf, müsse Gewicht machen, auf Essen verzichten, sich dehydrieren und dennoch auf höchstem Niveau abliefern. Borne erklärte, er habe seinen Körper in seiner Zeit als Amateur Wrestler stärker belastet, als viele Außenstehende nachvollziehen könnten. Deshalb sehe er den Vorwurf, er habe keine „dues“ bezahlt, anders. Sobald man mit ihm im Ring stehe, werde man merken, dass sein Hintergrund perfekt zu dem passe, was er heute bei NXT mache.
„Wenn Leute sagen, ich hätte mir meine Sporen nicht verdient, denke ich eigentlich: Doch, ich habe sogar mehr bezahlt. Ich habe meinem Körper viel mehr zugemutet, als jemand nachvollziehen kann, der nicht in diesen dunklen Saunaräumen war. Sobald wir im Ring miteinander locken, wirst du merken: Vielleicht kommst du aus den Indies, aber mein Hintergrund passt perfekt zu dem, was wir heute machen.“
WWE sichert Rechte für „Tribal Chief“
WWE hat eine neue Markenanmeldung für den Begriff „Tribal Chief“ eingereicht. Die Bezeichnung ist seit Jahren eng mit Roman Reigns verbunden und gilt als einer der bekanntesten Spitznamen seiner aktuellen WWE-Laufbahn. Die Anmeldung wurde am 2. Juli eingereicht. Dabei bezieht sich die Trademark vor allem auf Merchandise-Artikel. Genannt werden unter anderem Kleidung wie Shirts, Jacken, Hoodies, Hosen, Shorts und Kopfbedeckungen, aber auch Schuhe, Accessoires, Kostüme sowie Championship-Titelgürtel.
Quellen: Wrestling Observer, The Takedown on SI, Complex Graps The Podcast, WWE
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