Kofi Kingston und Xavier Woods erklären WWE-Abgang
Am Montagnachmittag haben sich Kofi Kingston und Xavier Woods erstmals seit ihrem Abgang von WWE öffentlich zu ihrer Situation geäußert. Wie bereits am Wochenende bekannt wurde, haben sich die beiden New Day-Mitglieder von WWE getrennt und stehen nun unter einer 90-tägigen Non-Compete-Klausel, während der sie nicht für andere Promotions antreten dürfen. Ein möglicher Deal mit AEW ist natürlich im GesprächBerichten zufolge wurden Kingston und Woods gebeten, ihre bestehenden Verträge neu zu strukturieren, waren jedoch mit den finanziellen Konditionen, die TKO angeboten haben soll, nicht einverstanden. Infolge dessen sei die Trennung als gegenseitige Entscheidung erfolgt, nachdem den beiden ihre Entlassung gewährt wurde.
In seinem Statement auf Social Media bestätigte Kingston diese Darstellung indirekt. Er rief dazu auf, den eigenen Wert nicht unterzuordnen und keine Kompromisse einzugehen, wenn es um die eigene Bezahlung und Wertschätzung geht. Gleichzeitig betonte er, man solle sein Bestes geben, ein Leben ohne Reue zu führen, das Kontrollierbare zu kontrollieren, stets alles zu geben und für die eigenen Überzeugungen einzustehen. Zudem bedankte er sich für die große Unterstützung und die zahlreichen Reaktionen, die ihn in den vergangenen Tagen erreicht haben.
Xavier Woods nutzte seine Erklärung, um sich bei allen Personen zu bedanken, die ihn auf seinem WWE-Weg begleitet haben. Dabei hob er ausdrücklich die Arbeit der Mitarbeitenden hinter den Kulissen hervor und sprach von einer Fülle an Momenten, die er bei WWE erleben durfte und die ihn ein Leben lang begleiten werden. Am Ende seines Statements dankte er allen, die an ihn geglaubt haben, dafür, dass er Xavier Woods sein durfte – und formulierte, dass ihm nun das Selbstvertrauen gegeben wurde, als Austin Creed weiterzugehen.
In den Kommentarbereichen der Beiträge von Kingston und Woods meldeten sich zahlreiche frühere Kolleginnen und Kollegen zu Wort. Unter anderem hinterließ ihr New Day-Partner Big E auf Instagram jeweils persönliche Nachrichten. Er bezeichnete Kingston als lebende Legende innerhalb und außerhalb des Rings, sprach von familiärer Verbundenheit „bis ins Grab und darüber hinaus“ und betonte, wie sehr er ihn schätze. Woods gegenüber hob Big E hervor, wie sehr dieser ihn seit Jahren inspiriere, und beschrieb dessen Einfluss auf das Wrestling-Geschäft als kaum messbar. Er würdigte Woods’ Fähigkeit, seine Träume in die Realität umzusetzen, sowie dessen Bedeutung für Menschen hinter den Kulissen, Mitstreitende im Ring und Fans weltweit.
Während die Zukunft von Kingston und Woods noch offen ist, meldeten sich bereits einige bekannte Namen aus All Elite Wrestling (AEW) zu Wort, die durch ihre Reaktionen deutlich machten, dass sie sich die beiden früheren New Day-Mitglieder im AEW-Roster vorstellen könnten. Konkrete Pläne oder Vereinbarungen sind bislang jedoch nicht bekannt.
New Day gehörte über Jahre zu den erfolgreichsten und populärsten Tag Teams in der Geschichte von WWE. Zuletzt hielten Kingston und Woods von April bis Juni 2025 während eines Heel-Runs bei Raw Tag Team Gold. Neben zahlreichen Tag Team-Titelgewinnen feierte Kofi Kingston auch einen Run als WWE Champion. WWE stufte seinen Titelgewinn bei WrestleMania 35 in einer eigenen Liste kürzlich als den 13.-größten WrestleMania-Moment ein.
Die Trennung von Kingston und Woods findet vor dem Hintergrund weiterer personeller Maßnahmen bei WWE statt. In den vergangenen zwei Wochen kam es zu einer ganzen Reihe von Entlassungen, unter anderem wurden Kairi Sane, Aleister Black, Zelina Vega, die Wyatt Sicks, JC Mateo, Tonga Loa und weitere Personen aus ihren Verträgen entlassen.
Berichte über Gehaltskürzungen und Vertragsneuverhandlungen nach New-Day-Abgang
Parallel dazu wurden Berichte bekannt, wonach mehrere Talente in jüngerer Zeit mit der Bitte konfrontiert worden sein sollen, Gehaltskürzungen zu akzeptieren oder Verträge neu zu strukturieren. Mike Johnson von PWInsider berichtete, dass ein „ziemlich stark gepushter“ WWE-Act aufgefordert worden sei, einer Kürzung des Gehalts um 50 Prozent zuzustimmen und dies angeblich auch getan habe. Johnson betonte, dass er den Namen der betreffenden Person nicht nenne, da ihm bislang eine gesicherte Bestätigung fehle, verwies aber darauf, dass der zeitliche Zusammenhang zwischen dieser Darstellung und dem Abgang von Kingston und Woods zumindest auffällig sei.„No-Cut-Verträge“ bleiben Ausnahme
Sean Ross Sapp von Fightful bestätigte darüber hinaus, dass mehreren Personen Pay Cuts angeboten bzw. nahegelegt worden seien. Dave Meltzer vom Wrestling Observer berichtete ergänzend, dass es in WWE seiner Einschätzung nach nur noch sehr wenige Talente mit Verträgen ohne Kündigungsklausel gebe. Selbst Top-Namen, die versucht hätten, eine solche No-Cut-Klausel zu verhandeln, seien demnach abgewiesen worden – mit dem Hinweis, dass man sie „ohnehin niemals entlassen“ würde, ohne dies jedoch vertraglich zu garantieren. Sapp bestätigte auch diese Darstellung und führte aus, dass mehrere Talente entsprechende Absicherungen gefordert und nicht erhalten hätten.WWE nimmt bereits seit vielen Jahren in unregelmäßigen Abständen sogenannte „Batch Releases“ vor, bei denen mehrere Personen in einem kurzen Zeitraum entlassen werden. Die aktuelle Entlassungswelle, die auch New Day in ihrer bisherigen Form betrifft, fügt sich damit in ein Muster ein, das Beobachtende seit Längerem bei der Company registrieren. Wie es für Kofi Kingston und Xavier Woods nach Ablauf ihrer 90-tägigen Non-Compete-Klausel konkret weitergeht, bleibt abzuwarten.