Mike Bailey verteidigt Tony Khans Booking
Mike Bailey hat sich in einem Interview zur Kritik an der Art geäußert, wie Tony Khan AEW bookt - und dabei deutlich Partei für den AEW-Präsidenten ergriffen. In der Ausgabe der MMM Show stellte Bailey klar, dass er Khans Ansatz für durchdacht hält und viele Vorwürfe aus Fan-Kreisen aus seiner Sicht auf falschen Erwartungen beruhen. Bailey bezeichnete Tony Khan als „unglaublich intelligenten“ Menschen, der genau wisse, was er tue. Er habe mit ihm gesprochen und Interviews von ihm verfolgt und betonte, dass AEW ganz bewusst als „Challenger Brand“ positioniert sei - also als Marke, die sich klar von der etablierten Konkurrenz absetzen wolle. Ein Großteil der Kritik an AEW resultiere seiner Einschätzung nach daraus, dass die Promotion Dinge bewusst anders mache, als Fans es aus dem klassischen TV-Wrestling gewohnt seien. Viele würden Bookings daran messen, „was die anderen gemacht hätten“, und AEW dann vorwerfen, nicht denselben Weg zu gehen. Genau das sei aber falsch, da AEW sich unterscheiden müsse, um eine eigene Zielgruppe anzusprechen. Bailey unterstrich, dass AEW in erster Linie als Plattform für Pro Wrestling gedacht sei und sich klar von „Sports Entertainment“ abgrenze. Das Selbstverständnis „All Elite Wrestling is where the best wrestle“ spiegele sich darin wider, dass der Fokus auf im Ring herausragenden Wrestlerinnen und Wrestlern liege. Die Company sei entstanden, weil es zum Zeitpunkt der Gründung eine Marktlücke gegeben habe: Viele international erfahrene, unabhängige Wrestler ohne großen Vertrag hätten damals regelmäßig starke Matches abgeliefert und das Publikum überall auf der Welt mit genau dem abgeholt, was es sehen wollte. Darauf sei AEW aufgebaut - auf „großartigem Pro Wrestling“. Gleichzeitig räumte Bailey ein, dass Geschmack im Entertainment-Bereich subjektiv sei und Fans natürlich unterschiedliche Vorlieben hätten. Er machte jedoch deutlich, dass Wrestling auch eine erlernbare und messbare Fähigkeit sei: Man könne in diesem Handwerk objektiv gut oder schlecht sein. Um bei AEW erfolgreich zu sein, müsse man aus seiner Sicht zu den Besten im „Skill“ des professionellen Wrestlings gehören. Diese Aussage klinge zwar zunächst simpel, sei aber weitaus komplexer, wenn man tiefer in die Materie gehe.The IInspiration (Jessie McKay & Cassie Lee) mit Backstage-Promo nach Titelverlust bei TJPW
Jessie McKay und Cassie Lee (The IInspiration) sorgten nach ihrem Titelverlust bei "TJPW YES! Wonderland" für ein auffälliges Backstage-Segment. Die AEW-Stars verloren im Semi-Main-Event die TJPW Princess Tag Team Championship an Miu Watanabe und Rika Tatsumi, meldeten sich anschließend aber mit einer unterhaltsamen Promo zu Wort.In dem Backstage-Clip schilderten McKay und Lee das Match auf ihre eigene, charakterbetonte Weise. Cassie Lee betonte zunächst, dass sie und ihre Partnerin bereits vor dem Kampf erschöpft gewesen seien – unter anderem durch einen 18-stündigen Flug – und erklärte, man sei im Grunde schon dehydriert in das Match gegangen. Jessie McKay ging auf das physische Tempo im Ring ein und beschrieb, dass beide Gegnerinnen „überall herumgeflogen“ seien. Sie schilderte, mehrfach mit der Rückseite einer Gegnerin getroffen worden zu sein und warf einer Kontrahentin vor, ihr Bein gezielt attackiert und damit versucht zu haben, ihre Karriere zu gefährden. Im weiteren Verlauf der Promo stellten The IInspiration scherzhaft „Regeln“ für zukünftige Auftritte auf. Cassie Lee forderte als Erstes Wasser – ausdrücklich eisgekühlt – ein, um ihre angebliche Dehydrierung zu bekämpfen. Jessie McKay erklärte anschließend, man wolle Streamers (die typischen Papierbänder bei Entrances in japanischen Promotions) künftig verbieten und kündigte an, diese für The IInspiration „nicht mehr zu erlauben“. Außerdem stellten die beiden klar, dass sie künftig die Move Lists ihrer Gegnerinnen vorab genehmigen wollen. Man müsse genau wissen, welche Aktionen im Repertoire der Kontrahentinnen stecken, und werde dann entscheiden, welche Moves im Match ausgeführt werden dürfen.