Nach schwerwiegender Verletzung und Karriereende von Big E: Ridge Holland spricht über geschmacklosen Witz von Vince McMahon und Bruce Prichard – Rücken Houseshows doch in den Vordergrund? WWE kündigt weitere Termine für eigene Sommertour an

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Nach schwerwiegender Verletzung und Karriereende von Big E: Ridge Holland spricht über geschmacklosen Witz von Vince McMahon und Bruce Prichard

Der ehemalige WWE-Wrestler Ridge Holland sprach in einem Interview mit "f4wonline" über die Ereignisse rund um den missglückten Move und die daraus folgeschweren Entwicklungen und das Karriereende von Big E und wie es ihm nach den Ereignissen erging. Der Vorfall hatte schwerwiegende Folgen für Holland und seine eigene Wahrnehmung innerhalb und außerhalb des Ringes gehabt, neben zusätzlichen Reaktionen von Fans, die ihm über die sozialen Medien Morddrohungen sendeten.

Es war extrem schwer. Natürlich möchte ich vorausschicken, dass es vor allem darum ging, sicherzustellen, dass es Big E gut ging – und ihm geht es jetzt gut, er ist wieder gesund. Aber damals war es für mich persönlich wahrscheinlich eine der schwersten Zeiten meines Lebens. Als relativ unbekannter Entertainer ins Main Roster zu kommen und dann, na ja, in einen Unfall verwickelt zu sein, der einen der größten Stars des Unternehmens außer Gefecht gesetzt hat.

Also, von Morddrohungen bis hin zu all dem in den sozialen Medien – das hat mein Image irgendwie getrübt … Es hat bei den Fans eine bestimmte Wahrnehmung von mir geschaffen, die ich nur schwer wieder loswerden konnte. Und ich bin mir sicher, dass das irgendwie bis in die höheren Etagen des Unternehmens und so weiter durchgesickert ist. Und ich glaube einfach, dass ihr Vertrauen in mich und vor allem mein Vertrauen in meine eigene Leistung definitiv beeinträchtigt wurden, weil ich eigentlich gar nicht mehr in den Ring wollte. Ich war danach sehr nervös, wieder in den Ring zu steigen. Es hat mich erschüttert. Also, ja, es hat alles beeinflusst, mein Privatleben, einfach alles.

Neben den psychischen Herausforderungen und dem Berufsrisiko, dem die Wrestler ausgesetzt sind, sah sich Holland allerdings auch den Meinungen seiner Kolleg:innen und insbesondere der Führungspersonen ausgesetzt. Wie Holland im Interview beschreibt, ist er dabei auch Opfer eines schlechten Scherzes von Vince McMahon und Bruce Prichard höchstpersönlich geworden, die eine Woche nach dem Vorfall von Holland verlangten, eine öffentliche Entschuldigung vor Publikum zu tätigen, ehe das Segment kurzfristig gestrichen wurde:

Also wurde mir zunächst angeboten, zur psychologischen Beratung zu gehen. Mit jemandem über die Geschehnisse zu reden, was ich in dem Moment abgelehnt habe. Ich wollte einfach mit niemandem reden, um ehrlich zu sein. [...] In der Woche danach – die ich als ziemlich hart empfand – wollten sie, dass ich live eine Entschuldigungs-Promo vor meinem anstehenden Match abhalte.

Und ich erinnere mich, dass Vince [McMahon] und Bruce [Prichard] dort standen und etwa dreißig Sekunden herunterzählten, bis wir auf Sendung gingen. Und ich dachte: ‚Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich werde einfach aus dem Herzen sprechen.‘ Und dann kam es bis fünf, vier, und dann haben sie es abgebrochen. Sie haben die Promo einfach nicht gemacht. Und dann musste ich herausgehen und ein Match bestreiten. Ich halte das für geschmacklos. Ich glaube, sie haben das gemacht, um mich zu ärgern, und es hat mir wirklich einen schlechten Beigeschmack hinterlassen, und ich habe diese Leute, um ehrlich zu sein, nie wieder mit den gleichen Augen gesehen. Ich fand das wirklich geschmacklos.

Rücken Houseshows doch in den Vordergrund? WWE kündigt weitere Termine für eigene Sommertour an

Bereits seit geraumer Zeit haben sich Wrestler:innen in den unterschiedlichsten Interviewformaten über die Relevanz von Houseshows geäußert. Als Hauptargument gilt die regelmäßige Möglichkeit, in den Ring zu steigen und neues Material und Moves auszuprobieren und mit dem Publikum in einen direkteren Austausch zu gehen, bevor Dinge im TV präsentiert werden. Auch wenn es weiterhin fraglich bleibt, ob WWE dauerhaft die Anzahl an Houseshow-Terminen erhöht, scheint zumindest für den Sommer ein Umdenken stattgefunden zu haben.

Für den Zeitraum Juli bis August verkündete WWE nun eine zehntägige "Summer Tour 2026" durch Städte in den USA, zusätzlich zu den bereits bekannten Terminen in Europa und Südamerika. Angekündigt sind Stars von RAW und SmackDown, wie Cody Rhodes, Oba Femi, Rhea Ripley, Seth Rollins, Jade Cargill, Trick Williams und Drew McIntyre. Weitere Namen werden folgen. Nachfolgend eine Übersicht über die angekündigten Termine:

* Sonntag, 12. Juli: WWE Summer Tour in The Pit in Albuquerque, New Mexico
* Donnerstag, 16. Juli: WWE Summer Tour im PPL Center in Allentown, Pennsylvania
* Samstag, 25. Juli: WWE Summer Tour in der Adventist Health Arena in Stockton, Kalifornien
* Sonntag, 26. Juli: WWE Summer Tour in der Dignity Health Arena in Bakersfield, Kalifornien
* Donnerstag, 30. Juli: WWE Summer Tour im Bank of Springfield Center in Springfield, Illinois
* Donnerstag, 06. August: WWE Summer Tour in der EagleBank Arena in Fairfax, Virginia
* Donnerstag, 13. August: WWE Summer Tour in der SNHU Arena in Manchester, New Hampshire
* Samstag, 29. August: WWE Summer Tour in der Enmarket Arena in Savannah, Georgia
* Sonntag, 30. August: WWE Summer Tour im North Charleston Coliseum in Charleston, South Carolina

Quelle: f4wonline.com
 
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