Neuer Antrag im Verfahren gegen Ludwig Kaiser eingereicht – Verteidigung fordert Überwachungsvideo an
Im laufenden Strafverfahren gegen Ludwig Kaiser (bürgerlich Marcel Barthel) ist in dieser Woche ein neuer Antrag eingereicht worden. Die Verteidigung bereitet sich auf die für Juli angesetzte Vorverhandlung vor und möchte Zugriff auf ein Überwachungsvideo erhalten, das den mutmaßlichen Vorfall zeigen soll, wegen dem Kaiser wegen Battery (Körperverletzung) angeklagt ist.
Dem Antrag zufolge wurde Kaiser im Zusammenhang mit einem Vorfall am oder um den 23. April 2026 in einem Apartmentkomplex in Orlando, Florida, festgenommen und wegen Battery angeklagt. Der angebliche Zwischenfall soll sich außerhalb des Aufzugs im 12. Stock des Gebäudes ereignet haben. Nach Darstellung der Verteidigung geht man davon aus, dass der Vorfall von einer Überwachungskamera des Apartmentkomplexes aufgezeichnet wurde.
Die Anwältin bzw. der Anwalt von Kaiser wandte sich bereits an die Geschäftsführung des Apartmentkomplexes, erhielt jedoch die Auskunft, dass die Aufnahmen ohne eine gerichtliche Anordnung beziehungsweise eine entsprechende Vorladung (Subpoena) nicht herausgegeben werden dürfen. Mit dem nun eingereichten, vom Staat nicht angefochtenen Antrag soll das Gericht deshalb ersuchen, die Ausstellung einer solchen Vorladung zu genehmigen, damit alle relevanten Videoaufnahmen vom Bereich vor dem Aufzug im 12. Stock zum genannten Zeitpunkt herausgegeben werden. Die Verteidigung argumentiert, dass Kaiser eine Kopie der Aufnahmen benötige, um eine angemessene Verteidigungsstrategie vorbereiten zu können.
In der Antragsbegründung wird außerdem festgehalten, dass die Staatsanwaltschaft – vertreten durch Assistant State Attorney Shaylynne Kotch – gegen diesen Antrag keinen Widerspruch erhebt.
Hintergrund zum Battery-Vorwurf
Als mutmaßliches Opfer wird ein männlicher Mitbewohnender des Apartmentkomplexes genannt. Nach dessen Darstellung soll es zunächst zu einem verbalen Hinweis gekommen sein, als Kaiser und eine Frau im Aufzug leidenschaftlich miteinander geküsst haben sollen. Der Mann habe die beiden demnach gebeten, „bitte etwas Manieren zu zeigen“. Daraufhin, so die Schilderung des angeblichen Opfers, sei Kaiser auf ihn losgegangen und habe ihn angegriffen, wobei ein größerer Kratzer sowie Rötungen am Kopf entstanden seien.
Die Polizei identifizierte Kaiser nach eigenen Angaben unter anderem anhand von Überwachungsmaterial als Verdächtigen. Zudem soll das mutmaßliche Opfer Kaiser bei einer Wahllichtbildvorlage wiedererkannt haben.
Der 16. Juli ist derzeit als Termin für eine sogenannte pre-trial conference angesetzt. Bei dieser Vorverhandlung soll geklärt werden, ob der Fall in einem Plea Deal (Vergleich) endet oder vor Gericht verhandelt wird. Parallel dazu scheint das mutmaßliche Opfer eine zivilrechtliche Auseinandersetzung zu prüfen, da sich die Person laut Bericht anwaltlich durch eine Kanzlei vertreten lässt, die auf Zivilprozesse und Personenschäden spezialisiert ist.
Aktuelle Situation von Kaiser und WWE-Engagement
Unabhängig vom laufenden Verfahren ist Ludwig Kaiser derzeit weiterhin berechtigt, zu reisen und seine Arbeit für WWE fortzuführen. Nach seinem Sieg bei AAA Noche de Los Grandes versteigert WWE aktuell die Maske „El Grande Americano“, die Kaiser in dieser Nacht getragen hat, im Rahmen einer Charity-Aktion. Die Erlöse kommen der Dr. Sonrisas Foundation zugute, die es sich zum Ziel gesetzt hat, schwerkranken Kindern in Mexiko mit verschiedenen Aktionen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
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