ROH: Nigel McGuinness über seine geplante Doku, sein Karriereende, WWE, seinen Abgang bei TNA, seine Zukunft & Mehr

ZackAttack

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Der frühere ROH World Champion Nigel McGuinness, 36, führte vor kurzem ein Interview in einer Audio-Show und sprach darüber über die von ihm geplante Dokumentation seiner Karriere. Inhalte der Doku sollen das Ende seiner Laufbahn als aktiver Wrestler, seine Gedanken über das Business, die Gründe für sein Karriereende sowie die Begleitung auf seiner Abschiedstour sein.

Deshalb startete er vor rund zwei Wochen auf kickstarter.com einen Fond um das nötige Kapital für das angestrebte Projekt zusammen zu bekommen. Er hoffte auf Spenden von 32.000§, welche als absolutes Minimum für die Dokumentation angegeben wurden. Nun, nach knappen zwei Wochen, steht er bereits bei rund 39.000$ von fast 800 verschiedenen Spendern. Dies bedeutet im Umkehrschluss natürlich, dass das Projekt damit in die Tat umgesetzt werden kann.

McGuinness Situation ist dabei sehr einzigartig, denn bisher hat er nie öffentlich darüber gesprochen, warum sein Engagement bei WWE vor einigen Jahren scheiterte oder aus welchen Gründen er seine aktive Laufbahn bei TNA beenden musste. Er sagte, er würde diese Informationen für diese Dokumentation zurückhalten, allerdings sei er mittlerweile wieder bei 100% und habe auch die Freigabe um wieder in den Ring zu steigen. Dennoch sprach er darüber, dass Gefühl zu haben, nie wieder zu wrestlen, auch wenn er sich dabei eine kleine Hintertür offen halten wolle. Er führte dies noch weiter aus und gab an, dass er mit ROH durchaus schon darüber gesprochen habe, im Zuge einer Storyline für ein weiteres Match das Kommentatorenpult wieder zu verlassen, allerdings wolle er dies nur machen, wenn die Umstände die richtigen seien und wenn überhaupt dann auf keinen Fall mehr als ein Mal.

Auch zu seinem Ende bei TNA fand er einige deutliche Worte. Demnach habe TNA ihm anfangs Zeit für seine Heilung eingeräumt und habe darauf gewartet, bis er wieder die medizinische Freigabe erhält, jedoch sei man es irgendwann einfach leid gewesen und habe ihn entlassen. In seinem Vertrag soll allerdings einer viermonatige Non-Compete Klausel enthalten gewesen sein, die ein schnelles Engagement bei WWE verhinderte, allerdings wurde er von WWE nach seiner Entlassung bei TNA auch nicht kontaktiert und gemäß seines Gefühls hatte man auch kein Interesse mehr an einer Verpflichtung.

Im weiteren Verlauf des Interviews gab McGuniness auch einen kleinen Einblick in sein Seelenleben, wenn es um WWE und TNA geht. Er gestand ein, beide Produkte nicht zu verfolgen, weil es ihn zu sehr schmerzen würde. Er ist sich bewusst, dass er das Talent und die Fähigkeiten habe, bei beiden Companys auf ordentliche Weise zu bestehen und deshalb schmerze es umso mehr, dass es durch diverse Umstände nie zur großen Mainstream-Karriere gereicht hat. Gerade die Tatsache, dass er den Vertrag bei WWE eigentlich schon hatte und dann kurz vor dem Start durch die Tests fiel, machte ihm zu schaffen. Immerhin sei es seit seinem vierzehnten Lebensjahr sein Traum gewesen, auf der großen Bühne WWE zu stehen und zu wrestlen. Zwar gaben ihm die Matches bei TNA gegen Kurt Angle, die Auftritte in England als absolutes Babyface und seine Arbeit in Japan das Gefühl, es geschafft zu haben, aber die Tatsache, so kurz davor gestanden und es am Ende doch nicht geschafft zu haben, haben ihn wirklich frustriert. Dennoch freue er sich sehr für seine Zeitgenossen CM Punk und Daniel Bryan, die es beide geschafft und auch absolut verdient haben, dort an der Spitze zu stehen.

Für die Zukunft plant McGuinness nun den Gang nach Hollywood und den Eintritt in das Entertainment-Business in Form von Stand-Up Comedy [Welche er schon seit seiner TNA Zeit in Florida betreibt] und dem Schreiben, um so einen Fuß in die Tür zu bekommen. Er genießt es aber auch, bei Ring of Honor zu sein, zu kommentieren und so ein bisschen Geld zu verdienen und dem Business erhalten zu bleiben.

Auf sein bisher letztes Match angesprochen gab der frühere ROH World Champion zu Protokoll, dass dies eigentlich gegen Jimmy Jacobs in West Virginia geplant war. Doch wenige Stunden vor dem Match streikte dessen Auto auf dem Weg von Michigan, weshalb er sein bisher letztes Match gegen den lokalen Wrestler T.J. Phillips bestritt.


Quelle: Wrestling Observer Newsletter
 
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Sebilinho

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Freut mich für ihn, dass er das nötige Geld für seine Doku sammeln konnte, diese hört sich sehr interessant an und ich überlege, sie mir zu zulegen.

Aber es ist in der Nachbetrachtung schon sehr bitter, denn er hatte eigentlich alles, um bei TNA oder der WWE zu bestehen. Bei TNA bekam er mit Desmond Wolfe leider ein, sagen wir mal nicht optimales Gimmick und wurde dort nach gutem Beginn (die Matches gegen Angle waren schon Sahne) leider nicht mehr richtig eingesetzt, bis er letztlich verletzt ausschied - Gerüchten zufolge war es glaube ich eine Hepatitis Erkrankung.

Aber schön, dass ihm das Kommentieren bei roh gefällt - mir gefällt sein Stil nämlich auch sehr ;)
 

Randy van Daniels

Sensei
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Sollte ja auch eigentlich mit Brutus Magnus als London Calling die Tag Team Titel gewinnen. Hätte bei TNA wohl doch noch eine Menge Erfolg gehabt und ein Wechsel zu WWE wäre auch anschließend nicht utopisch gewesen. CM Punk schätze ich aber auch so ein, dass er im Zuge einer Story Nigel sogar mal einen Gastauftritt bei Raw verschaffen würde.

Ansonsten freue ich mich natürlich sehr darüber, dass er dem Business erhalten geblieben ist und wünsche ihm auch für die Zukunft alles Gute. Schade dass so ein großes Talent nicht mehr Zeit gehabt hat.
 
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