Streit um geschwärzte Verträge: Auseinandersetzung zwischen All Elite Wrestling und Ryan Nemeth geht weiter
Richterin Patricia Barksdale vom US-Bezirksgericht für den mittleren Bezirk von Florida entschied am Dienstag, dass All Elite Wrestling teilweise geschwärzte Fassungen der drei Wrestler-Verträge von Ryan Nemeth mit AEW erneut einreichen muss. Das Unternehmen hatte ursprünglich einen Antrag gestellt, die Verträge der Öffentlichkeit vorzuenthalten, doch Brandon Thurston (Post Wrestling/Wrestlenomics) hatte sich diesem Antrag widersetzt. Zu den Vorgängen äußerte sich der Journalist auch selbst:
„AEW kann die Verträge nicht vollständig unter Verschluss halten, wie es das Unternehmen beantragt hatte. Ich kann dann zu diesem Zeitpunkt erneut Einspruch einlegen, wenn ich davon ausgehe, dass in den geschwärzten Fassungen zu viele Informationen unkenntlich gemacht wurden. AEW hat auch die Möglichkeit, die Verträge als Beweisstücke zurückzuziehen. Das würde jedoch bedeuten, dass die Richterin sie nicht im Rahmen der Bemühungen von AEW berücksichtigen kann, um die Beilegung des Streits mit Nemeth im Rahmen eines Schiedsverfahrens in Florida zu erzwingen. Wenn AEW möchte, dass das Gericht die Verträge berücksichtigt, muss das Unternehmen innerhalb von 21 Tagen, nachdem Nemeth seine erste Klage in das Verfahrensverzeichnis eingetragen hat – was er bisher noch nicht getan hat –, einen neuen Antrag sowie geschwärzte Fassungen einreichen. Oder, falls er weiterhin nicht erscheint, hat AEW bis 111 Tage nach dem Datum seiner Klage vom 5. Juni Zeit, also bis zum 24. September.“
Klage nach Vorkommnissen im Jahr 2023 – wo findet das Schiedsverfahren statt?
Nemeth hatte im vergangenen Jahr Klage gegen All Elite Wrestling, CM Punk und Tony Khan eingereicht und dabei Körperverletzung sowie Vertragsbruch geltend gemacht, nachdem es im Jahr 2023 zu einer Auseinandersetzung mit CM Punk gekommen war. Das Unternehmen und Khan reagierten darauf mit einer Gegenklage, um die Angelegenheit einem privaten Schiedsverfahren zu unterziehen. Die beiden Parteien einigten sich im vergangenen April darauf, das Verfahren vor ein Schiedsgericht zu verlegen, streiten sich derzeit jedoch darüber, wo das Schiedsverfahren stattfinden soll: Nemeth plädiert für Kalifornien, während AEW und Khan eine Verhandlung in Florida anstreben.
Quellen: Post Wrestling, Wrestlenomics, US Government.
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