The Undertaker kritisiert „WWE: Unreal“
The Undertaker hat sich in seinem Podcast „Six Feet Under“ kritisch zur Doku-Serie „WWE: Unreal“ geäußert und gleichzeitig Einblicke in die Gedankenwelt von Cody Rhodes rund um dessen Rückkehr zu WWE im Jahr 2022 gegeben.In der neuesten Ausgabe des Podcasts erklärte der 59-Jährige, dass er die Serie zwar handwerklich gelungen findet, aber grundsätzlich kein Freund davon ist, den Blick hinter die Kulissen zu weit zu öffnen. Aus seiner Sicht schade es dem Produkt, wenn zu viel von der Arbeitsweise im Wrestling offen gelegt wird. Er betonte, dass sein Unbehagen nicht aus der Zeit gefallen sei, sondern unabhängig davon gelte, ob man sich im Jahr 1984, 1990 oder 2025 befinde. Kayfabe sei für ihn weiterhin wichtig, weil es ein Restmoment der Zweifel und des Staunens im Publikum erhalte. Er verglich es mit einem Zauberauftritt, bei dem man ebenfalls nicht alle Tricks kennen wolle.
Gleichzeitig räumte Undertaker ein, dass ihm bewusst sei, wie seine Aussagen im Internet aufgenommen werden könnten, und dass man ihn als „altmodisch“ oder „nicht mehr zeitgemäß“ bezeichnen werde. Dennoch halte er es für problematisch, dass in der Branche inzwischen sehr offen und detailliert über interne Abläufe gesprochen werde. Selbst beim Aufzeichnen seines Podcasts gerate er in Konflikt damit, weil es schwer sei, Geschichten zu erzählen, ohne zumindest ein Stück weit „den Vorhang zu lüften“. Aus seiner Sicht brauche Wrestling trotz des heutigen Wissensstands der Fans weiterhin ein gewisses Maß an Geheimnis. Die zweite Staffel von „WWE: Unreal“ ist am 20. Januar gestartet, eine dritte Staffel ist bereits bestätigt.
Cody Rhodes spricht über Risiko seines WWE-Comebacks
Cody Rhodes war in derselben Podcast-Ausgabe zu Gast und sprach darüber, wie groß das Risiko gewesen sei, 2022 von AEW zu WWE zurückzukehren. Der aktuelle Topstar schilderte, dass allein der Rückblick auf diese Entscheidung bei ihm noch heute Unbehagen auslöse. Er habe bei AEW „einen guten Job“ gehabt – einschließlich einer Executive-Rolle – und zusätzlich zwei TV-Formate im Umfeld von Warner Media bzw. Discovery betreut. Vor diesem Hintergrund habe er intensiv abgewogen, ob der Wechsel zurück zu WWE ein Fehler sein könnte, zumal er das Gefühl hatte, dass das Unternehmen sein Potenzial in der ersten WWE-Phase nur teilweise erkannt habe.Rhodes beschrieb sein Comeback daher als möglicherweise noch größeres Wagnis als seinen Abschied von WWE im Jahr 2016. Wäre der erneute Anlauf gescheitert, hätte das WWE wenig geschadet, für ihn persönlich aber als endgültiger Beweis gelten können, dass er nicht über das „Little League“-Niveau hinausgekommen sei. Gleichzeitig sei für ihn der Wunsch entscheidend gewesen, sich weiterzuentwickeln und sich selbst neue Ziele zu setzen, auch wenn dies bedeutete, eine vermeintlich sichere Position bei AEW aufzugeben.
Seit seiner Rückkehr hat Rhodes zwei WWE-Championship-Regentschaften absolviert und sich im Spitzenfeld der Company etabliert. Aktuell geht er in das kommende Royal Rumble PLE-Wochenende mit dem Ziel, sich nach dem jüngsten Titelverlust gegen Drew McIntyre erneut eine World-Title-Chance zu erkämpfen. Ein wesentlicher Faktor für seinen Erfolg liegt aus seiner Sicht darin, dass WWE ihn bei der Rückkehr als im Grunde „neue“ Version seiner selbst präsentiert habe: Für jüngere Fans wirke er wie ein vollständig fertiger Main-Event-Act, während langjährige Zuschauerinnen und Zuschauer durch ihr Wissen um seinen Weg vor und außerhalb von WWE zusätzlich „belohnt“ würden