Okay, an diesem Text gibt es so einiges, was mMn nicht stimmt.
WWE verliert immer mehr an Qualität in allen Bereichen außer geldgenerieren. Die PLEs wirken nur wie eine Halbe Stunde verlängerte RAW oder SmackDown Shows. NXT ist komplett abgestürzt.
Dem würde ich nicht zustimmen. NXT hatte gerade mit den Wrestlern Oba Femi, Je'Von Evans, Ethan Page, Jacy Jayne, Ricky Saints, Joe Hendry, etc. wieder ziemlich an Beliebtheit gewonnen und Shawn Michaels wurde für diese Arbeit extrem gelobt. Zu Recht auch. Ja, NXT wurde jetzt in diesem Jahr massiv geschröpft. Aber so funktioniert eine Ausbildungsbrand nunmal. Und das ist NXT. Hier sollen die Wrestler hinkommen, damit sie so bald als möglich bei Raw oder SmackDown eingesetzt werden können. Warte jetzt ein halbes Jahr, dann werden wir uns an die neuen Gesichter bei NXT gewöhnt haben und es wird wieder besser.
Bezüglich der PLEs. Ja die könnten meist besser sein. Wobei Clash in Italy doch sehenswert war und Backlash auch keine schlechte Show war. Night of Champions kann ich nicht beurteilen, hab ich nicht gesehen, weil Saudi Arabien. Davor waren die PPVs grossteils sehr durchzogen bis schwach. Aber verlängerte Weeklys würde ich sie nicht nennen. Wir hatten glaube ich nie Segmente, und wenn dann nur kleine und sehr seltene. Es waren meist fünf bis sechs Matches, wovon eines gross aufgezogen war und halt sehr viel Werbung.
Obafemi machen sie wieder kaputt. Brock Rücktritt war kürzer als er sonst abwesend ist. Eine absolute Verarschung war das. Obafemi wirkt von Match zu Match schwächer. Noch nie hat jemand Brock Lesnar dermaßen dominiert und dann clean dominant besiegt. Und was macht WWE? Sie zerstören den kompletten Aufbau. Brock kommt zurück und zerstört mit gefühlt 100 F-Fives Obafemi.
Hast du das zweite Match Oba Femi gegen Brock Lesnar überhaupt gesehen? Femi hat so viele F5s überlebt und ist nach dem fünften oder sechsten plötzlich wieder aufgesprungen, als wäre das Nichts. Es brauchte glaube ich 7 F5s damit Femi liegen bleibt. So viel hat bisher keiner gebraucht. Kein Reigns, kein Undertaker. Niemand. So lässt man einen Wrestler in einer Niederlage trotzdem stark aussehen.
Es dürfte auch eher selten gewesen sein, das ein King of the Ring direkt nach dem Sieg wie ein Anfänger down gemacht wird.
Dass ein Wrestler nach einem grossen Sieg von jemanden angegriffen wurde kam auch in der Vergangenheit vor. Bret Hart wurde bei einem von seinen Turnier Siegen von Jerry Lawler attackiert, weil er nach seiner Meinung nach der einzig wahre King war. Und Edge wurde nach seinem Sieg von seinem Tag Team Partner Christian attackiert, der damit gegen ihn zum Heel turnte. Ausserdem sahen die King of the Ring Sieger Sheamus, Wade Barrett und Baron Corbin nach ihren Turnier Siegen allesamt sehr schlecht aus. Bei Sheamus machte man sogar eine Story daraus, dass er seit dem Turnier Sieg nur noch verloren hat, bis er das "King Sheamus" Gimmick abgelegt hat und hat ab da wieder gewonnen. Bad News Barrett hat als King of the Ring den grossen Teil seiner Matches verloren und hat abseits von Dolph Ziggler maximal Undercarder und Jobber geschlagen. Und Baron Corbin hat wirklich so gut wie jede Fehde, die er bestritten hat verloren und auch kaum Siege geholt gegen Leute, die über der Undercard standen. Unter anderem wurde er als King Corbin von Reigns und den Usos mit dem Hundefutter gedemütigt und er verlor seinen "King"-Titel sogar am Ende an Nakamura. Also ich glaube, es gab andere King of the Ring Sieger, die es wesentlich schlechter hatten, als ein Oba Femi, der von Brock Lesnar, der die Dominanz in Person über Jahre, wenn nicht ein ganzes Jahrzehnt war, einen Low Blow und einen F5 kassiert nun schlechter dastehen würde als diese. Er ist sogar nach diesen beiden Attacken wieder aufgestanden, noch bevor Lesnar die Halle verlassen hat und hat ihn selbst zum Match herausgefordert. Wie ein Anfänger sieht halt anders aus.
Das Finale war auch schlecht mit Jey Uso der viel zu sehr gepusht wird wieder durch die Bloodline 2.0. Obafemi sollte eine Naturgewalt sein, jetzt ist er nur noch ein weiterer BigMan. WWE hat angst vor zu starken Champions. Deshalb geben sie ihm nicht den Shot. Deshalb machen sie ihn wieder kleiner.
Das ist halt schlicht nicht wahr. Willst du allen ernstes wieder einen zweiten Brock Lesnar, der uns in einem Jahr zum Hals heraus hängt, weil er 95 % der Main Eventer und Uppercarder wie Jobber aussehen lässt. Ich möchte das nicht. Ein Big Man kann auch dominant und stark sein, ohne dass seine Gegner wie die grössten Lappen aussehen. Es ist sogar gut, dass Oba Femi mal verloren hat, weil dieses "Ich bin das unbesiegbare Monster" allen Wrestlern ausser Rusev nach dessen erster Niederlage das Genick gebrochen hat, und Rusev nur nicht, weil der eben mehr als ein Great Khali war. Und ein Oba Femi hat diese Bürde unbesiegt schon mal nicht mehr. Ausserdem ist es auch gut, dass er gegen einen Wrestler wie Jey Uso, der nun Mal ein ehemalige World Champion ist, nicht drüber gefegt ist, als stünde er einem Jobber gegenüber. Das war immer noch ein Turnier Finale für das King of the Ring Turnier.
Und sicher hat WWE Angst vor einem starken Champion. Deswegen war Rollins fast ein Jahr World Heavyweight Champion, deswegen war Reigns über drei Jahre Universal Champion, deswegen war Gunther zwei Mal ein sehr starker World Heavyweight Champion. Ich merke, WWE hat angst vor starken Champions. Also, mal abseits davon, ich selbst bin der Meinung, sei mutig und gib Oba Femi noch dieses Jahr den Titel. Man hat mit Lesnar damals auch nicht lange gefackelt und geschadet hat es ihm nicht. Man hat aber noch ein offenes Programm wo eh jeder drauf wartet, dass man es fertig macht, also tut man es. Es hat ja quasi jeder mit einem Brock Lesnar Eingriff in Saudi Arabien gerechnet. Wenn wir jetzt Reigns gegen Femi aufbauen, würde jeder mit einem Eingriff von Lesnar rechnen. Also beendest du diese Fehde und lässt ihn dann gegen Reigns gehen.
Und in Punkto kleiner machen: Er hatte ein sehr starkes Debüt beim Royal Rumble, hat im ersten Jahr den King of the Ring gewonnen und seine erste Fehde im Main Roster ist gegen Brock Lesnar, der, wie ich bereits weiter oben sagte, Main Eventer und Uppercarder wie Jobber aussehen lässt, wovon er das erste Match in einem halben Squash gegen Lesnar gewonnen hat. Wo bitte machen die Oba Femi klein?
Der Titel King of the Ring bedeutet so gut wie gar nichts. Das was den Titel ausgemacht hat war die Chance auf ein Titelmatch beim Summerslam.
Das King of the Ring hat eine sehr lange Historie und gibt es seit 31 Jahren. Bereits 25 mal wurde diese Krone vergeben und das an 24 verschiedene Wrestler. Ein garantiertes SummerSlam World Titel Match gibt es erst seit drei Jahren. Davor war das so gut wie nie der Fall. Das Turnier hat also durchaus mehr Bedeutung, als du hier behauptest. Geh in die Vergangenheit und schau es dir mal an. Ja, wir hatten da auch Leute wie Baron Corbin, Mabel oder Billy Gunn als Kings. Aber wir haben auch Steve Austin, 2x Bret Hart, Randy Savage, Owen Hart, Brock Lesnar, Harley Race, Kurt Angle Ted Dibiase, Don Muraco oder Edge, die dieses Turnier gewonnen haben. Alles Legenden und grossteils auch ehemalige World Champions. Dieses Turnier hat also durchaus einiges zu bieten an Geschichte, auch wenn das WWE je nach Jahr gerne mal selbst vergisst.
Jetzt bekommen wir Roman gegen Seth Rollins, mit einer völlig absurden Geschichte. Roman hat bereit in seiner ersten Titelregentsvhaft als Tribal Chief Seth besiegt. Genauso wie er alle anderen besiegt hat. Jetzt zu sagen er hätte Seth nie besiegt ist doch lächerlich.
Das ist schlicht falsch. Seth Rollins ist der einzige Wrestler, der Reigns während der Regentschaft besiegt hat in einem Singles Match, abseits natürlich von Cody, der ihm den Titel dann abgenommen hat. Nur wieso wurde er nicht Champion? Weil Seth Rollins eben via DQ gewonnen hat. Nicht ohne Grund wurde erwähnt, dass Reigns noch nie gegen Seth Rollins gewonnen hat. Das stimmt so und wurde jetzt nicht zum ersten Mal behauptet. Das wurde auch schon in der damaligen Fehde um den Royal Rumble 2022 so aufgegriffen. Wenn du es nicht glaubst, schau auf Wikipedia oder hier im Forum beim PPV von 2022 nach. Rollins hat in 14:25 Minuten gegen Roman Reigns via DQ gewonnen.
Und auch Queen of the Ring haben sie komplett versaut mit Liv Morgan als Teilnehmerin. Ein Champion hat noch nie zu vor an so ein Turnier teilgenommen. Und das hat auch seine Gründe gehabt, denn es ist einfach schlechtes Booking. Iyo hat den Champion clean im Finale besiegt, doch statt des Titels bekommt sie eine wertlose Krone und darf noch mal ran.
Die Krone ist also wertlos? Wieso ist sie wertlos? Ja, Queen Zelina war jetzt nicht der beste Einstieg, aber, so wenig ich sie mag, Nia Jax hat nach dem Gewinn der Krone sich den World Titel geholt und mit Jade Cargill als dritte Siegerin, die ich auch nicht mag, hat zwar die Queen of the Ring Siegerin nicht den Titel gewonnen beim SummerSlam aber kurz darauf. Wenn man ein Turnier oder einen Titel einführt, dann braucht es erst Mal einige Zeit, um den Wert eines Turnieres zu steigern und Prestige aufzubauen. Der WWE Titel hätte heute nicht das Prestige was er hat, wenn er seine Vergangenheit nicht hätte. Also lass sie doch erst Mal einen Wert aufbauen, bevor du das Turnier als Wertlos bezeichnest.
Und ob ein Champion noch nie zuvor an einem Turnier teilgenommen hat, das könnte ich dir nicht mal sagen. Ich hab jetzt nicht alle King of the Rings im Kopf. Das Einzige, was es eben doof macht, sie in dieses Turnier zu stecken ist, dass die Siegerin diesen World Titel Shot bekommt. Lass die Stipulation weg und schon kannst du auch einen Champion ins Turnier booken. Ich stimme zwar zu, dass sie nicht ins Turnier gehört hätte und ich hätte es mit ihrer Teilnahme auch anders gebookt, wenn sie denn drin stehen muss, aber im Endeffekt hat es dennoch zumindest ein Match für den SummerSlam aufgebaut. Ja, haben wir jetzt schon gesehen und das ist doof, Sky hätte aber wesentlich dümmer ausgesehen, wenn sie Ripley gewählt hätte, statt den Champion, den sie bereits besiegt hatte.
Während die größte Championes aller Zeiten, wie Liv sich stets selbst beweihräuchert, bis zum Summerslam mehr als 100 Tage Champion ist, ohne eine einzige Titelverteidigung.Und dafür opfern die Stephanie Vaquer. Schlechter kann man eine Story gar nicht schreiben.
Also Jade Cargill hat ihren Titel auch kaum verteidigt. Ist genau so müll und ich verstehe nicht, wieso es WWE nicht schafft, ein Alternativ-Plan aus dem Hut zu zaubern wie man mit der Verletzung von Stephanie Vaquer umgeht. Und das ist eben der Punkt, wahrscheinlich hätte die Fehde mit Vaquer weitergehen sollen, die aber verletzungsbedingt ausfällt. Man hat nur keine Alternative parat, weil es zwei Frau gäbe, die bei Raw sonst noch in Frage käme und die eine, wohl als Turniersiegerin für dieses Turnier eingeplant war und die andere Heel ist und bis vor kurzem noch den IC Titel getragen hat. Du hast keine glaubhaften Gegner für Liv Morgan, das ist das Problem. Denn egal, wer jetzt von Raw gegen sie gestellt würde, jeder würde (zurecht) reklamieren, dass sie keine glaubhafte Gegnerin wäre.
Und geopfert hat man Stephanie Vaquer nicht. Es war ihre erste Niederlage seit ihrem Debüt im Main Roster, wenn ich mich richtig erinnere. Können wir also aufhören einfach immer davon zu sprechen, dass Wrestlerinnen und Wrestler bei einer Niederlage geopfert oder beerdigt wurden? Diese Begriffe werden viel zu häufig verwendet und das in Situationen, wo das nicht der Fall ist. Ausserdem hätte Vaquer, hätte sie nicht verloren, ihren Titel sowieso für Vakant erklären müssen, da sie, wie bereits gesagt, aktuell verletzt ist.
Es ist traurig was Triple H aus WWE gemacht hat. Es ist nur noch copy-paste oder kompletter Müll.
Ist es wirklich traurig? Denn ich bin ehrlich, auch wenn ich selbst so einiges an WWE zu kritisieren habe, ich bin immer noch der Meinung, dass wir aktuell das insgesamt bessere Produkt haben, als unter Vince McMahon. Denn sowohl Drew McIntyre als auch Sami Zayn wurden wesentlich besser aufgebaut, als so viele andere Wrestler. Man hat die Zayn Story schon vor über einem halben Jahr gestartet und hat sie halt jetzt zu einem Ende geführt. Es sind also langfristige Pläne vorhanden und nicht jede Story, die man beginnt, ist direkt Faust aufs Auge, sondern beginnt subtil im Hintergrund. Wie lange haben wir bereits im Hintergrund gesehen, dass Maxxine Dupri etwas mit Austin Theory zu tun hat. Das greift man jetzt langsam aktiv auf, vorher war es eher passiv dabei. Und wir vergessen nicht, was letzte Woche passiert ist. Das ist deutlich besser, als alles was wir unter Vince McMahon gesehen haben.
Und dass er gewisse Storys nicht beenden kann oder umschreiben muss, weil man ihn dazu auffordert Leute zu entlassen, bzw. er entscheiden musste, wer gehen muss, dafür kann Hunter nichts. Das liegt an der Führung von TKO und vielleicht auch an Nick Khan, er selbst kann aber nichts für, dass er dann Leute wie Kairi Sane gehen lassen muss, die ja noch mitten in einer Story war, oder Motor City Machine Guns, bei denen sich ein Heel Turn und ein Zusammenschluss mit Johnny Gargano andeutete, oder Aleister Black und Zelena, bei denen es so wirkte, als wolle man sie in eine Story mit Randy Orton einbinden und hat das auch schon angefangen und subtil im Hintergrund aufgebaut. Vielleicht musste Hunter am Ende entscheiden, vielleicht hat er auch nur eine Liste von Namen bekommen und musste daraus entscheiden und hat sich für das geringere Übel entschieden, wir wissen es nicht. Aber die Entlassungen hat nicht er angeordnet, sondern die Führung und genau so etwas torpediert das Storytelling was Hunter vorbereitet. Und man kann Hunter für gewisse Entscheidungen kritisieren. Ich bin zum Beispiel überhaupt nicht zufrieden, wie man das Retierment von Lesnar dargestellt hat und wie schnell er wieder zurück war. Das hätte man wesentlich besser und subtiler machen könne, ohne einen direkten Rücktritt und es wäre deutlich besser gewesen. Aber der Plan, wie man einen Oba Femi zum Beispiel aktuell darstellt ist wirklich gut. Weil man es einfach schafft, dass Femi, trotz der Dominanz, von den Fans angenommen und bejubelt wird. Er ist quasi der neue Chosen One und er wurde direkt angenommen. Etwas, was Vince mit Reigns fast 6 Jahre lang nicht geschafft hat.