Weiteres Update zur Non-Compete-Klausel von Andrade – AEW "Collision #119" in voller kostenlos und in voller Länge

Knecht Ruprecht

Grumpy Professor
Teammitglied
Wie wir heute bereits HIER berichteten, hat Andrade in dieser Woche einem Interview mit TV Azteca Deportes bestätigt, dass derzeit Gespräche mit World Wrestling Entertainment bezüglich seiner vertraglichen Situation geführt werden. Konkret geht es darum, eine Einigung zur Aufhebung seiner einjährigen Non-Compete-Klausel (Wettbewerbsverbot) zu erzielen, die ihm den sofortigen Wechsel zu einer anderen Promotion untersagt. Andrade erklärt, dass erst nach seinem Auftritt bei AEW diese Klausel durch WWE aktiviert wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt sei er davon ausgegangen, frei von vertraglichen Verpflichtungen zu sein. „Meine Anwälte sind bereits in Gesprächen mit den Anwälten von WWE und sie einigen sich. Ich kenne das genaue Datum nicht“, wird Andrade aus dem Interview zitiert. Hintergrund der Auseinandersetzung ist, dass WWE offenbar selbst über die Durchsetzung der Klausel entscheiden kann. Laut Dave Meltzer und Bryan Alvarez im Wrestling Observer Radio habe WWE das Recht, die Klausel nach eigenem Ermessen zu aktivieren, ziehe aber möglicherweise keine vollständige einjährige Sperre in Erwägung. Meltzer bezweifelt außerdem, dass eine derart lange Non-Compete-Klausel, insbesondere weltweit und ohne Bezahlung, vor Gericht Bestand hätte. Unklar ist weiterhin, wie lange Andrade tatsächlich an die Non-Compete-Klausel gebunden bleibt. Nach aktuellem Stand besteht zwischen beiden Parteien Kontakt, um eine Lösung herbeizuführen. Laut diversen Berichten geht Andrade davon aus, dass die Angelegenheit innerhalb der nächsten drei Monate geklärt werden könnte.

Der „DMAX Wrestling DE“-Kanal hat mittlerweile die „AEW Collision #120“-Ausgaben aus der vergangenen Woche auf YouTube zur Verfügung gestellt. Wer also bisher keine Chance hatte, die Shows zu sehen, bekommt hier kostenlos die Möglichkeit dazu:

 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde es halt immer noch krass, dass bei einem einfachen Wrestler eine weltweite Non-Compete-Klausel eingetragen werden konnte, die ihm seine Arbeit verbietet, er aber gleichzeitig auch von der WWE in diesem Zeitraum nicht bezahlt wird.
 
Ich finde es halt immer noch krass, dass bei einem einfachen Wrestler eine weltweite Non-Compete-Klausel eingetragen werden konnte, die ihm seine Arbeit verbietet, er aber gleichzeitig auch von der WWE in diesem Zeitraum nicht bezahlt wird.
Ich verstehe nicht, warum immer wieder auf der Bezahlung rumgeritten wird. Bei der Non Compete Klausel von Andrade geht es halt nicht wie bei den sonstigen sog. "Non Compete Klauseln" (30/90 Tage) - die theoretisch nichtmal Non Compete Klauseln sind, sondern "nur" eine Kündigungsfrist, während der WWE die Leute nicht einsetzt - um eine normale Kündigung.

Es geht hier letztlich um eine Vertragsstrafe, die ein 1 jähriges Berufsverbot darstellt. Also natürlich wird er nicht bezahlt während dieser Zeit, eben weil die Vertragsstrafe auch nur greift weil er "with cause" gefeuert wurde. Das ist halt ein massiver Unterschied.

Ansonsten gibt es halt letztlich zwei Wege das anzugreifen:
A) Man geht gegen das Vertragskonstrukt als solches vor, weil solch drastische Klauseln in der Regel nur in Arbeitsverträgen drin sein dürfen, im Wrestling aber die großen Ligen seit jeher ihre Leute als Independent Contractor beschäftigen. Ist halt die Frage, ob die Klage dann Erfolg hätte und wir die große Revolution im Wrestling hätten, oder ob man die Klage nicht einfach in einem Vergleich enden lässt...

B) Andrade geht gegen die Kündigung "with cause" vor. Und das ist für mich auch so ein Punkt, der mich stutzig macht, warum man diesbezüglich so gar nichts hört. Es scheint auf den ersten Blick so als läge der Grund (worin auch immer der denn bestand) wohl tatsächlich vorhanden war. Denn nur bei einer Entlassung "with cause" hat er das Problem des einjährigen Berufsverbots. Bei einer normalen Kündigung ist das ja nicht der Fall.

Ist alles bisschen undurchsichtig.

Ich glaube aber ehrlicherweise aus den genannten Gründen auch nicht daran, dass das jemals vor Gericht geht. Andrade wird das denke ich aussitzen müssen oder er taucht irgendwann vorher im Wrestling wieder auf, darf aber nicht sagen warum, weil man sich irgendwie doch geeinigt hat aber NDAs unterzeichnet wurden.

Die große Revolution der Verträge im Wrestling wird aber m.E. aus bleiben...
 
Ich verstehe nicht, warum immer wieder auf der Bezahlung rumgeritten wird. Bei der Non Compete Klausel von Andrade geht es halt nicht wie bei den sonstigen sog. "Non Compete Klauseln" (30/90 Tage) - die theoretisch nichtmal Non Compete Klauseln sind, sondern "nur" eine Kündigungsfrist, während der WWE die Leute nicht einsetzt - um eine normale Kündigung.

Es geht hier letztlich um eine Vertragsstrafe, die ein 1 jähriges Berufsverbot darstellt. Also natürlich wird er nicht bezahlt während dieser Zeit, eben weil die Vertragsstrafe auch nur greift weil er "with cause" gefeuert wurde. Das ist halt ein massiver Unterschied.

Ansonsten gibt es halt letztlich zwei Wege das anzugreifen:
A) Man geht gegen das Vertragskonstrukt als solches vor, weil solch drastische Klauseln in der Regel nur in Arbeitsverträgen drin sein dürfen, im Wrestling aber die großen Ligen seit jeher ihre Leute als Independent Contractor beschäftigen. Ist halt die Frage, ob die Klage dann Erfolg hätte und wir die große Revolution im Wrestling hätten, oder ob man die Klage nicht einfach in einem Vergleich enden lässt...

B) Andrade geht gegen die Kündigung "with cause" vor. Und das ist für mich auch so ein Punkt, der mich stutzig macht, warum man diesbezüglich so gar nichts hört. Es scheint auf den ersten Blick so als läge der Grund (worin auch immer der denn bestand) wohl tatsächlich vorhanden war. Denn nur bei einer Entlassung "with cause" hat er das Problem des einjährigen Berufsverbots. Bei einer normalen Kündigung ist das ja nicht der Fall.

Ist alles bisschen undurchsichtig.

Ich glaube aber ehrlicherweise aus den genannten Gründen auch nicht daran, dass das jemals vor Gericht geht. Andrade wird das denke ich aussitzen müssen oder er taucht irgendwann vorher im Wrestling wieder auf, darf aber nicht sagen warum, weil man sich irgendwie doch geeinigt hat aber NDAs unterzeichnet wurden.

Die große Revolution der Verträge im Wrestling wird aber m.E. aus bleiben...
Ist mir schon klar, dass es sich um ein Berufsverbot handelt, ich sage dazu nur Non-Compete-Klausel, weil es in den Artikeln so benannt wird. Dennoch finde ich es krass, dass ein weltweites Berufsverbot ausgesprochen werden kann, für einen einfachen Wrestler. Man kennt das ja von Personen in höheren Anstellungen, damit die nicht direkt zur Konkurrenz wechseln und die aktuellen Firmengeheimnisse und -fortschritte diesen weitergibt. Aber da reden wir von ganz anderen Kalibern. Wenn die WWE ihm das in den USA untersagen würde, okay, ich fänds immer noch speziell dass das bei einfachen "Angestellten" (das sind sie ja bei WWE auch irgendwie nicht, aber irgendwie schon. Vertragsmodell der WWE halt) so gemacht werden kann, aber gut USA und andere Rechtslage. Aber Weltweit ihm zu untersagen, dass er mit seinem Job Geld verdienen kann, zumal die angestellten Wrestler ja Independent Contractor sind, heisst rechtlich wäre sowieso fraglich, ob WWE so eine Klausel in einem Vertrag aufsetzen dürfte, dazu kenne ich mich natürlich nicht gut genug mit dem amerikanischen Rechtssystem aus.
 
Dann sollte vielleicht mal jemand diese WWE-Verträge mal genauer unter die Lupe und dafür sorgen das solche Klauseln nicht mehr angewendet werden dürfen.

Andrade sollte in Erwägung ziehen vor Gericht zu ziehen, denn auch die Anwälte der WWE werden schon wissen das einige Klauseln wohl kaum vor Gericht standhalten und deswegen auf eine außergerichtliche Einigung aus wären.
 
Dann sollte vielleicht mal jemand diese WWE-Verträge mal genauer unter die Lupe und dafür sorgen das solche Klauseln nicht mehr angewendet werden dürfen.

Andrade sollte in Erwägung ziehen vor Gericht zu ziehen, denn auch die Anwälte der WWE werden schon wissen das einige Klauseln wohl kaum vor Gericht standhalten und deswegen auf eine außergerichtliche Einigung aus wären.
Das sagt man seit Jahren und tut es nicht, weil Wrestling nun Mal für die breite Masse zu irrelevant ist. Alleine die Bezeichnung Independent Contrector ist schon schwierig, weil sie ja nur für WWE oder mit Erlaubnis der WWE auftreten dürfen, in dem Sinne eigentlich keine Freiberufler wären.
 
Das sagt man seit Jahren und tut es nicht, weil Wrestling nun Mal für die breite Masse zu irrelevant ist. Alleine die Bezeichnung Independent Contrector ist schon schwierig, weil sie ja nur für WWE oder mit Erlaubnis der WWE auftreten dürfen, in dem Sinne eigentlich keine Freiberufler wären.
Gewöhnlich ist es aber so, dass gewisse Bezüge in der non Compete weiterfliessen.

Und US Arbeitsrecht bzw. Freelancerrecht ist um einiges AG freundlicher als deutsches.

Und im Fall Andrade muss es ja einen besonderen Grund geben , weil 1 Jahr without Pay hat sich noch keine abgeholt bei der WWE …
 
Gewöhnlich ist es aber so, dass gewisse Bezüge in der non Compete weiterfliessen.

Und US Arbeitsrecht bzw. Freelancerrecht ist um einiges AG freundlicher als deutsches.

Und im Fall Andrade muss es ja einen besonderen Grund geben , weil 1 Jahr without Pay hat sich noch keine abgeholt bei der WWE …
Deswegen wäre auch interessant zu erfahren, wieso die WWE eine solche Klausel ausspricht, das wird uns aber weder WWE noch Andrade je mitteilen. Es gab bei AEW ja mal den Ausstieg von Regal, wo man ihn früher aus dem Vertrag gehen liess, auch bei WWE arbeiten liess, aber mit ihm vereinbarte, dass man ihn für mindestens ein Jahr nicht vor den WWE/NXT Kameras sehen darf. Was ja auch sinnvoll war und da für William Regal keinen Schaden verursacht hatte. Er war ja eh wichtiger für die Arbeit Backstage. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei Andrade das gleiche ist.
 
Deswegen wäre auch interessant zu erfahren, wieso die WWE eine solche Klausel ausspricht, das wird uns aber weder WWE noch Andrade je mitteilen. Es gab bei AEW ja mal den Ausstieg von Regal, wo man ihn früher aus dem Vertrag gehen liess, auch bei WWE arbeiten liess, aber mit ihm vereinbarte, dass man ihn für mindestens ein Jahr nicht vor den WWE/NXT Kameras sehen darf. Was ja auch sinnvoll war und da für William Regal keinen Schaden verursacht hatte. Er war ja eh wichtiger für die Arbeit Backstage. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei Andrade das gleiche ist.
Naja zwischen den Zeilen kann man so 1-2 Dinge lesen finde ich … offenbar war er nicht erreichbar und die Wellnesspolicy scheint nicht sein Freund gewesen zu sein.

Generell werden wir das nie so genau wissen dann im ganzen … aber ich wollte eig nur rausarbeiten, dass sich eine Änderung des „normalen“ prozederes mit der noncompete von diesem Fall zu erwarten eher krude ist, da es ja offenkundig ein Sonderfall ist, der wohl mit schadhaftem Verhalten andrades zusammenhängt.
 
Das sagt man seit Jahren und tut es nicht, weil Wrestling nun Mal für die breite Masse zu irrelevant ist. Alleine die Bezeichnung Independent Contrector ist schon schwierig, weil sie ja nur für WWE oder mit Erlaubnis der WWE auftreten dürfen, in dem Sinne eigentlich keine Freiberufler wären.
Dann darf man sich auch nicht beschweren oder man liest die Verträge und die Klauseln mal richtig durch.
Wenn man dazu keine Lust hat oder es nicht versteht, dann nimmt man sich einen Anwalt dazu...
 
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