MMA Inside

Alex aus Sachsen

World Champion
MMA Inside 049 - Prospect Watch 029
Jeder MMA-Kämpfer will in die Top-Ligen, aber es gibt nur wenige Plätze und sehr viele "Bewerber". Die Aufgabe der großen Ligen ist es aus der großen Masse die Besten herauszusuchen und auf die große Bühne zu bringen. Es ist nicht leicht wirklich gute Prospects zu finden und einige von ihnen scheitern auf der großen Bühne obwohl sie alle nötigen Voraussetzungen hatten. Wieder anderen wird aber auch der Durchmarsch bis an die Spitze der Mixed Martial Arts Welt gelingen.
In diesem Bereich meiner MMA-Kolumne möchte ich euch die besten Prospects von überall auf der Welt vorstellen. Sie sollten auf dem Einkaufszettel der großen Ligen stehen.

Heute habe ich endlich mal ein japanisches Talent für euch.

#54: Koji Takeda
Rekord: 8-0
Herkunft: Japan
Alter: 23 Jahre
Gewicht: Leichtgewicht
aktuelle Promotion: DEEP

Es hat also 53 Kämpfer gedauert bis ich euch als Nummer 54 endlich mal einen Japaner vorstellen kann. Das spricht nicht gerade für die japanische Szene, aber hier habe ich wirklich ein tolles Talent gefunden: Koji Takeda.

Der 23 Jahre junge Japaner hat zuletzt mit Siegen über Juri Ohara (22-15), Naoto Miyazuki (14-5) und Satoru Kitaoka (41-18) seine Landsleute beeindruckt und konnte sich mit seinem letzten Sieg sogar den DEEP Leichtgewichtstitel sichern. Er hat einen ungeschlagenen Rekord von 8-0. Sein Kampfstil ist sehr gut ausgereift und unterhaltsam.
Wenn man ihn kämpfen sieht wird man eigentlich eher an einen amerikanischen Kämpfer erinnert, denn Takeda hat eine sehr gute Ringer-Basis und gute Fähigkeiten im Striking. Allgemein besitzt er sehr gute Übergänge zwischen den verschiedenen Bereichen Striking – Clinch – Ringen und Bodenkampf, was eben auf seine gute und vielseitige Ausbildung zurückzuführen ist.

Takeda ist physisch sehr stark und ein guter Ringer mit schnellen Positionswechseln, fließenden Übergängen und viel Aktivität. Er ist sich immer seiner Position bewusst und kann daher sehr gut reagieren. Daher ist es auch wenig überraschend, dass seine Lieblingsaktion ein Ringer-Move ist: der sogenannte Karelin Lift. Dabei greift er seinem Gegner um die Hüfte, hebt in kopfüber in die Luft und wirft ihn zu Boden. Den Angriff bereitet er oft vor, indem er sich unter dem Schlag eines Gegners hinwegdruckt. Takeda besitzt des weiteren einen guten Rear Naked Choke, der auf den Karelin Lift folgen kann.

Prognose: Koji Takeda ist vielleicht das aktuell größte Talent in Japan, das noch auf dem Markt ist. Nach dem Sieg über Kitaoka bin ich mir sicher, dass er Vertragsangebote von Rizin FF und ONE Championship erhalten wird. Mal schauen wo er landet und wie er sich dort schlägt.

 
Zuletzt bearbeitet:

Alex aus Sachsen

World Champion
Prospect Watch 030: Mike Kimbel

MMA Inside 050 - Prospect Watch 030
Jeder MMA-Kämpfer will in die Top-Ligen, aber es gibt nur wenige Plätze und sehr viele "Bewerber". Die Aufgabe der großen Ligen ist es aus der großen Masse die Besten herauszusuchen und auf die große Bühne zu bringen. Es ist nicht leicht wirklich gute Prospects zu finden und einige von ihnen scheitern auf der großen Bühne obwohl sie alle nötigen Voraussetzungen hatten. Wieder anderen wird aber auch der Durchmarsch bis an die Spitze der Mixed Martial Arts Welt gelingen. In diesem Bereich meiner MMA-Kolumne möchte ich euch die besten Prospects von überall auf der Welt vorstellen. Sie sollten auf dem Einkaufszettel der großen Ligen stehen.

Heute habe ich wieder ein Bellator MMA-Talent für euch. Außerdem möchte ich eine neue Darstellungsform testen.

#55: Mike Kimbel

Daten

Name: Mike Kimbel
Alter: 21 Jahre
Herkunft: Crosby, Connecticut
Gewichtsklasse: Bantamgewicht
Rekord: 2-0


Karriere

Bevor Kimbel seine professionelle Mixed Martial Arts-Karriere startete, verbrachte er mehrere Jahre in der amerikanischen Amateur-MMA-Szene. Dort bestritt er acht Kämpfe von denen er nur die Hälfte gewinnen konnte. Diese Zeit half ihm jedoch wertvolle Erfahrungen zu sammeln und an seinen Schwächen zu arbeiten. Außerdem hatte er oft Probleme außerhalb des Käfigs und noch nicht so professionelles Training. Seine Profi-Karriere begann in den Bellator-Prelims, wo er in seinem ersten Kampf so überzeugt, dass er einen langfristigen Vertrag erhielt. Seinen zweiten MMA-Kampf konnte er in 6 Sekunden gewinnen und damit für viel Ausmerksamkeit sorgen.


Gegner-Level

Kimbel hatte erst 2 Profi-Kämpfe. Die Gegner hatten einen addierten Rekord von 2-1, damit hatten seine Gegner eine Siegesquote von 2,0. Das ist für die ersten zwei Profi-Kämpfe völlig in Ordnung.


Fähigkeiten im Kampf im Stand

Mike Kimbel ist im Stand bereits sehr gut ausgebildet. Er zeichnet sich vor allem durch eine hohe Geschwindigkeit und Agilität aus. Seine Angriffen wirken äußerst flüssig und natürlich, was drauf schließen lässt, dass er sich im Stand wohl fühlt. In seinem Repertoire sind verschiedene Schläge und Tritte zu finden. Obwohl er eigentlich technisch ziemlich versiert ist, wirkt sein Kampfstil zum Teil ziemlich wild, da er seinen Aktion gerne freien Lauf lässt. Das macht ihn unberechenbar und erschwert damit die Verteidigungsbemühungen seines Gegners. Kimbel wirkt in seinen Kämpfen sehr leichtfüßig. Zudem startet er sehr schnell in den Kampf und gibt dem Gegner damit keine Chance sich anzupassen. Sowohl als Profi, als auch als Amateur erzielte er einen Knockout-Sieg in unter 10 Sekunden.



Fähigkeiten im Bodenkampf

Kimbel schreckt nicht davor zurück selber Takedowns zu initiieren. Dabei beherrscht er verschiedene einfache Würfe, die ihren Ursprung im Judo haben. Wenn der Gegner ihm zu nahe kommt, kann er ihn damit überraschen. Seine Übergänge vom Kampf im Stand zum Kampf im Boden sind sehr flüssig. Am Boden kann der die Top-Position relativ gut kontrollieren, lässt seinen Gegner aber manchmal noch zu einfach entkommen. Sein Ground and Pound nutzt er lieber aus der Entfernung, also wenn er auf dem Gegner sitzt oder neben ihm kniet und nicht wenn er auf ihm liegt. Dieses Ground and Pound ist eine seine gefährlichsten Waffen. Er kann gegnerische Submissions gut stoppen, nutzt selbst aber noch keine.


Stärken

- Präzision: Kimbel ist in der Lage seine Schläge sehr gut zu platzieren und die Lücken in der Verteidigung seines Gegners auszunutzen.

- Selbstbewusstsein: Kimbel weiß, dass er talentiert ist und schreckt auch nicht davor zurück dies in Interviews zu betonen. Ein gesundes
Selbstbewusstsein hat noch nie geschadet.


- Unberechenbarkeit: Kimbels Aktionen im Stand sind sehr unberechenbar, da er instinktiv kämpft und viele unorthodoxe Aktionen nutzt.

- Athletik: Kimbel ist sehr muskulös und gut durchtrainiert. Dies verleiht seinen Schlägen viel Power.


Verbesserungsmöglichkeiten

- Konstanz: Kimbel wechselte in seiner Amateur-Karriere Siege und Niederlagen ab, zwischen gut Leistungen mischten sic immer wieder enttäuschende.

- Ausdauer: Kimbel hat noch nie die vollen 15 Minuten gekämpft, nur ein Amateurkampf ging über die vollen 9 Minuten.

- Bodenkampf: Er nutzt selbst noch keine Aufgabegriffe, ist aber anfällig für gegnerische.


Videos




Prognose


Mike Kimbel hat Talent und man sieht auch schon, dass er sich weiterentwickelt. Er hat viele positive Anlagen, aber muss diese auch nutzen. Bellator wird ihm passende Gegner geben, um sic zu entwickeln. Was er daraus macht bleibt abzuwarten. Aufgrund seiner Amateur-Karriere bin ich noch etwas skeptisch.
 

Alex aus Sachsen

World Champion
Prospect Watch 031: Luiz Gustavo

MMA Inside 051 - Prospect Watch 031
Jeder MMA-Kämpfer will in die Top-Ligen, aber es gibt nur wenige Plätze und sehr viele "Bewerber". Die Aufgabe der großen Ligen ist es aus der großen Masse die Besten herauszusuchen und auf die große Bühne zu bringen. Es ist nicht leicht wirklich gute Prospects zu finden und einige von ihnen scheitern auf der großen Bühne obwohl sie alle nötigen Voraussetzungen hatten. Wieder anderen wird aber auch der Durchmarsch bis an die Spitze der Mixed Martial Arts Welt gelingen. In diesem Bereich meiner MMA-Kolumne möchte ich euch die besten Prospects von überall auf der Welt vorstellen. Sie sollten auf dem Einkaufszettel der großen Ligen stehen.

Heute habe ich wieder einen Kämpfer aus Brasilien für euch, der aktuell in Japan bei Rizin FF unter Vertrag steht.

#56: Luiz Gustavo

Daten

Name: Luiz Gustavo
Alter: 22 Jahre
Herkunft: Curitiba, Brasilien
Gewichtsklasse: Leichtgewicht / Federgewicht
Rekord: 9-0
Promotion: Rizin FF



Karriere

Luiz Gustavo gab im Jahr 2014 sein MMA-Debüt und konnte schnell einige Siege gegen andere Debütanten einfahren. Er kämpfte jeweils einmal für Aspera FC und Imortal FC. Seit Herbst 2016 stand er bei Katana Fights unter Vertrag, wo er in drei Kämpfen drei überzeugende Siege gegen gute Gegner einfahren konnte. Im August 2018 gab er sein Debüt für die japanische Spitzenliga Rizin und besiegte den Fan-Liebling Yusuke Yachi bei Rizin 12.


Gegner-Level

Die neun Gegner vom Brasilianer hatten einen addierten Rekord von 42-13-1 und damit eine Sieges-Ratio von 3,357. Dies ist für die lokale Szene in Südamerika ziemlich gut. In seinen ersten Kämpfen schlug er vier Gegner mit einem 0-0 Rekord, seitdem besiegte er mit Marcelo Bustos (9-5-1), Renato Amorim (6-0), Diogo D’Avila (6-2) und Yusuke Yachi (20-6) aber sehr gute Kontrahenten.


Fähigkeiten im Kampf im Stand

Luiz Gustavo ist ein Experte für den Kampf im Stand. Er kann die Distanz zu seinem Gegner sehr gut kontrollieren, was vor allem auch daran liegt, dass Gustavo starke Tritte hat. Diese Tritt kann er sehr gut aus der Bewegung heraus zeigen und damit den einen oder anderen Gegner auch überraschen. Seine Angriffe sind eine bunte Mischung aus Schlägen, Tritten und Kniestößen, in die er immer sehr viel Kraft packt. Bei den Kniestößen nutzt er immer wieder Flying Knees, die er sehr natürlich in seine Angriffe einbaut und sehr regelmäßig nutzt. Er besitzt auch die dafür nötige Sprungkraft. Defensiv ist er relativ schwer zu treffen, da er zum einen relativ beweglich ist und zum anderen eine gute Deckung besitzt. Im Clinch ist er zum Teil seinen Gegnern physisch unterlegen, er kann sich jedoch durch explosive Aktionen gut aus dem Clinch befreien.


Fähigkeiten im Bodenkampf

Luiz Gustavo nutzt selbst gerne offensive Takedowns um seinen Gegner zu Boden zu bringen, schafft es danach jedoch oft nicht ins Ground and Pound zu kommen, da seine Gegner ihn oft daran hindern können. Er besitzt selbst einen guten Guillotine Choke, sowohl aus der Bottom Position als auch aus dem Stand. Der „Killer“ kann seine Aufgabegriffe sehr plötzlich und schnell ansetzen, womit den Gegnern kaum Zeit zum reagieren bleibt. Seine eigene Takedown-Abwehr ist noch ausbaufähig, jedoch kann er oft durch gute Konter, wie z.B. sofortige Rollen entkommen.


Stärken

-Finisher: Sein Spitzname Killer kommt nicht von ungefähr, denn Gustavo konnte alle seiner 9 Siege durch Finish beenden, 4 durch TKO und 5 durch Aufgabe.

-Aggressor: Er hat ein sehr gutes Gefühl dafür, in welchen Momenten mehr und in welchen Momenten weniger Aggression nötig ist.

-Vielseitig: Sein Angriffe im Stand sind äußerst vielseitig.

-Natürlich: Er hat sehr natürliche Angriffsmuster, die er instinktiv einsetzt.


Verbesserungsmöglichkeiten

-Ausdauer: Gustavo musste noch nie über die volle Distanz kämpfen, er hat sogar noch nie eine dritte Runde gesehen. Ob er eine gute Ausdauer hat ist also noch unbekannt.

-Statur: Physisch könnte er im Leichtgewicht vielen Gegnern unterlegen sein, für mich gehört er eher ins Federgewicht.

-Takedown-Abwehr: Hier muss er noch üben, er macht es seinen Gegnern zu einfach ihn zu Boden zu bringen.


Videos





Prognose


Luiz Gustavo ist ein talentierter Kämpfer und bei Rizin aktuell sehr gut aufgeben. Beim nächsten Event trifft er auf Mikuru Asakura (9-1). Er ist noch sehr jung und hat noch viel Zeit sich weiterzuentwickeln. Bin also gespannt wie weit er so kommt. Auf jeden Fall wird er in Zukunft noch für den einen oder anderen sehenswerten KO sorgen.
 

Alex aus Sachsen

World Champion
Prospect Watch 032: Johnny Eblen

MMA Inside 052 - Prospect Watch 032
Jeder MMA-Kämpfer will in die Top-Ligen, aber es gibt nur wenige Plätze und sehr viele "Bewerber". Die Aufgabe der großen Ligen ist es aus der großen Masse die Besten herauszusuchen und auf die große Bühne zu bringen. Es ist nicht leicht wirklich gute Prospects zu finden und einige von ihnen scheitern auf der großen Bühne obwohl sie alle nötigen Voraussetzungen hatten. Wieder anderen wird aber auch der Durchmarsch bis an die Spitze der Mixed Martial Arts Welt gelingen. In diesem Bereich meiner MMA-Kolumne möchte ich euch die besten Prospects von überall auf der Welt vorstellen. Sie sollten auf dem Einkaufszettel der großen Ligen stehen.

Heute habe ich wieder einen Kämpfer von Bellator MMA für euc
h.

#57:
Johnny Eblen

Daten

Name: Johnny Eblen
Alter: 27 Jahre
Herkunft: Kansas City, Missouri, USA
Gewichtsklasse: Mittelgewicht
Rekord: 4-0
Promotion: Bellator MMA


Karriere

Johnny Eblen begann seine Kampfsportkarriere als Ringer in der sechsten Klasse. Er gewann einen Championship des Bundesstaates Missouri und trat später auch als Ringer an der Universität von Missouri an. Nachdem er die Universität 2015 verlies, war er zunächst als Ringer-Trainer tätig, bevor er mit American Top Team in Kontakt kam und dort auch seine MMA-Karriere begann. Zunächst kämpfte er als Amateur als Halbschwer- und Cruisergewicht, wo er einen 3-0 Rekord aufbauen konnte. Mitte 2017 wurde er Profi-MMA-Kämpfer und trat für Shamrock FC an, die besonders stark in seiner Heimatregion aktiv ist. Er konnte alle seine vier Profi-Kämpfe in der ersten Runde gewinnen. Bei American Top-Team ist er in besten Händen, so ist „King Mo“ Muhammad Lawal sein Mentor und Din Thomas sein Striking Coach.

Gegner-Level

Die vier Gegner vom Amerikaner hatten einen addierten Rekord von 13-17 und damit eine Sieges-Ratio von 0,765. Dies ist für die lokale Szene in mittleren Westen der USA relativ normal, vor allem weil das Mittelgewicht relativ dünn besetzt ist. Seine Gegner wurden von Kampf zu Kampf besser, zuletzt siegte er gegen Tyler Lee (3-2). Obwohl seine Gegner nicht die besten Rekorde hatten, waren sie relativ erfahren mit durchschlich 7,5 Kämpfen.

Fähigkeiten im Kampf im Stand

Eblens Stärke ist der Kampf am Boden, aber auch im Stand kann er einiges. Er ist sehr beweglich im Stand und mit dem Händen, wo er vor allem viele Täuschungen zeigt. Sein ganzer Kampf im Stand ist aber dafür ausgelegt. Er nutzt dafür zum einen relativ viele Power-Punches und macht zum anderen relativ viel Druck, um seinen Gegner an den Rand des Käfigs zu bringen, wo Takedowns bekanntlich leichter sind. Ansonsten nutzt er aber keine wilden Aktionen im Stand. Tritte, Kniestöße oder irgendwelche Flying oder Spinning-Aktionen wird man von ihm nicht sehen. Eblen ist außerdem sehr gut darin, die Bodykicks und Kniestöße seines Kontrahenten zu fangen und in einen Takedown umzuwandeln. Abschließend sollte man aber auch sagen, dass er viel an seinem Striking arbeitet und sichtbar von Kampf zu Kampf besser wird.

Fähigkeiten im Bodenkampf

Wie bereits geschrieben liegen die großen Stärken des 27-jährigen im Bodenkampf. Zuerst sollte am anmerken, dass er sehr explosive und schnelle Takedowns besitzt. Gerade in der Top-Position ist er sehr dominant, denn er besitzt zum einen ein sehr gutes Ground and Pound. Dieses ist so heftig, dass tatsächlich drei seiner vier Profigegner wegen seines Ground and Pounds aufgegeben haben. Zum anderen lässt er seinen Gegner nicht mehr entkommen, sobald er diesen einmal zu Boden gebracht hat. Eblen beherrscht zudem einen guten Guillotine Choke. Da er eine langjährige Erfahrung als Ringer hat, ist er in allen Positionen des Ringkampfes sehr erfahren.


Stärken

- Bei den Wurzeln: Eblen weiß wo seine Stärken sind und setzt auch auf diese.

- Kein Entkommen: Wenn er die Top-Position am Boden erobert hat, kann sein Gegner nicht mehr entkommen.

- Gute Physik: Er hat sehr viel Kraft im Clinch und Ringen.


Verbesserungsmöglichkeiten / Fragen

- Ausdauer: Alle seine Kämpfe endeten sehr schnell, hat er auch die Ausdauer für 15 Minuten?

- Konter: Von einen guten Konter-Puncher könnte er im Stand vor einige Probleme gestellt werden.

Videos






Prognose

Bellator MMA hat Johnny Eblen verpflichtet und das gefällt mir, denn sie geben jungen Talente die Chance zu wachsen. Sein erster Kontrahent ist Chauncey Foxworth (9-7), der ein solider Test für ihn sein sollte. Danch wird er noch ein paar Veteranen als Gegner bekommen. Wenn sein Striking besser wird, kann er einiges erreichen.


 

Alex aus Sachsen

World Champion
MMA Inside 053 - Prospect Watch 033
Jeder MMA-Kämpfer will in die Top-Ligen, aber es gibt nur wenige Plätze und sehr viele "Bewerber". Die Aufgabe der großen Ligen ist es aus der großen Masse die Besten herauszusuchen und auf die große Bühne zu bringen. Es ist nicht leicht wirklich gute Prospects zu finden und einige von ihnen scheitern auf der großen Bühne obwohl sie alle nötigen Voraussetzungen hatten. Wieder anderen wird aber auch der Durchmarsch bis an die Spitze der Mixed Martial Arts Welt gelingen. In diesem Bereich meiner MMA-Kolumne möchte ich euch die besten Prospects von überall auf der Welt vorstellen. Sie sollten auf dem Einkaufszettel der großen Ligen stehen.

Heute habe ich wieder einen Kämpfer aus der LFA für euch, der einen extrem unterhaltsamen Stil besitzt:

#58: Kailan
Hill

Daten:

Name: Kailan Hill
Alter: 24 Jahre
Herkunft: San Juan, Puerto Rico
Gewichtsklasse: Mittelgewicht
Rekord: 4-0
Promotion: LFA

Karriere

Kailan Hill bestritt zunächst drei Amateur-Kämpfe, die er alle drei in der ersten Runde gewinnen konnte. Im Januar 2017 gab er bei URCC sein MMA-Debüt, bei welchem er zum ersten Mal über de volle Distanz gehen musste. Danach wurde er von der LFA entdeckt und verpflichtet, wo er drei Kämpfe bestritt, die er alle gewinnen konnte. Dabei gelangen ihm spektakuläre Finishes.

Gegner-Level

Die vier Gegner vom Amerikaner hatten einen addierten Rekord von 11-3 und damit eine Sieges-Ratio von 3,666. Dies ist für die lokale Szene und gerade für das Mittelgewicht bereits ein ziemlich gutes Gegner-Level. Er konnte Andre Walker (5-2), Adam Fugitt (5-2) und Alex Thompson (2-1) bei LFA schlagen.

Fähigkeiten im Kampf im Stand

Kailan Hill ist ein Action-Kämpfer und vielleicht einer der spektakulärsten Striker, den ich bisher in meiner Kolumne hatte. Er ist sehr agil und kann seine Angriffe mit guter Fußarbeit vorbereiten. Er ist nicht unbedingt ein technisch besonders sauberer Kämpfer, sondern eher unorthodox. Das macht seine Angriffe quasi unmöglich vorauszusagen. Er ist sehr kreativ und beherrscht quasi jeden Schlag, Tritt, Kniestoß oder Ellenbogenschlag. Er schreckt auch vor Sprung- oder Drehungstechniken nicht zurück. Und da er auch richtig viel Kraft in seinen Schlägen hat, kann er einen Knockout nach dem nächsten erzielen.

Fähigkeiten im Bodenkampf

Dagegen hat Kailan Hill wenn es um Takedowns geht noch einige Probleme, diese zu verteidigen. Manchmal kann er sie aber sehr gut mit Schlägen stoppen, also den Gegner, der den Takedown versucht dafür bestraften. Er kann vom Boden gut entkommen, da er einige Ringer-Fähigkeiten mit seiner Muskelkraft kombiniert. Zudem besitzt er solides Konter-Ringen und einen ordentlichen Rear-Naked Choke. Zu oft hat man sein Ringen aber noch nicht gesehen.

Stärken

- Statur: Hill ist extrem kräftig und muskulös.

- Unberechenbar: Seine Angriffe im Stand sind unberechenbar und kaum vorauszusehen.

-
KO-Power: Hill nutzt die beiden vorigen Stärken und kann damit heftige KOs erzielen.

Verbesserungsmöglichkeiten / Fragen

- Zu Wild: Es kann manchmal auch ein Nachteil für Kämpfer sein, wenn sie zu wilde Techniken versuchen.

- Takedown-Abwehr: Hill kann Takedowns noch nicht so gut verteidigen.

Videos:





Prognose

Er trifft heute Nacht bei LFA 63 auf Jhonoven Pati (4-2). Mit einem Sieg sollte er auf dem Einkaufszettel von UFC und Bellator landen. Ich persönlich würde ihn gerne bei Bellator MMA sehen, das wäre perfekt für seine Entwicklung.

 
Zuletzt bearbeitet:

Alex aus Sachsen

World Champion
MMA Inside 054 - 15 Sehenswerte Kämpfe außerhalb der UFC: Juli 2019

MMA Inside 054 - 10 SEHENSWERTE Kämpfe außerhalb der UFC: Juli 2019


In dieser Serie meiner Kolumne „MMA Inside“ möchte ich euch zum Beginn eines jeden Monats einen Ausblick auf die besten MMA-Kämpfe außerhalb der UFC geben, denn wer nicht über den Tellerrand der UFC hinausschaut verpasst auf jeden Fall einige gute MMA-Kämpfe.

1) Will Brooks vs. Gleison Tibau
27. Juli 2019 – Battlefield FC 2 - Leichtgewicht

Am 27. Juli 2019 feiert Battlefield FC seine Rückkehr und bietet den Fans dabei gleich die das Duell zweier UFC-Veteranen. Der ehemalige Bellator-Champion Will Brooks (20-4-1) trifft auf Gleison Tibau (34-14). Ein Duell auf solch hohem Level sieht man außerhalb der UFC sehr selten. Und der Sieger kann sich vielleicht auch noch Mal für eine der großen Ligen empfehlen.

2) Rafael Carvalho vs. Chidi Njokuani
12. Juli 2019 – Bellator 214 – Mittelgewicht
Bei Bellators einzigem Event im Juli kommt es zu einem wichtigen Mittelgewichts-Kampf. Rafael Carvalho (15-3) musste zuletzt zwei Niederlagen einstecken und will nun wieder auf die Siegesstraße. Auch Chidi Njokuani (18-6) hatte zuletzt weniger Erfolg. Beide sind vor allem für ihren Kampf im Stand bekannt. Hoffen wir auf einen guten und spannenden Schlagabtausch.

3) Bryan Caraway vs. Raja Shippen
27. Juli 2019 – Battlefield FC 2 – Bantamgewicht
Mit Bryan Caraway (21-9) ist ein weiterer Top-Kämpfer aus der UFC zu Battlefield FC gewechselt. Er wird auf den relativ unbekannten Raja Shippen (18-11-1) treffen. Dennoch sollte man sich ein Top 10 Bantamgewicht in Action nicht entgehen lassen.

4) Chris Wade vs. Akhmet Aliev
25. Juli 2019 – PFL 2019 #5 – Leichtgewicht
Im Hauptkampf trifft der frühere UFC-Star Chris Wade (15-5) auf den Russen Akhmet Aliev (18-4). Wade hat gute vielseitige Fähigkeiten. Sein Gegner Aliev ist jedoch seit acht Kämpfen unbesiegt und vor allem im Stand sehr gefährlich. Nur der Gewinner kommt sicher weiter!

5) Ed Ruth vs. Kiichi Kunimoto
12. Juli 2019 – Bellator 214 – Weltergewicht
Bei Bellator 214 wird das Mega-Ringer-Talent Ed Ruth (6-1) seine Rückkehr feiern, nachdem ihm von Neiman Gracie die erste Niederlage zugefügt wurde. Mit Kiichi Kunimoto (20-7-2) hat er aber einen großen Test vor sich. Der japanische UFC- und Rizin FF-Veteran wird an diesem Abend seine Bellator-Debüt geben und das will er bestimmt nicht verlieren.

6) Johnny Case vs. Satoru Kitaoka
28. Juli 2019 – Rizin 17 – Leichtgewicht
Bei Rizin 17 werden Teilnehmer für den Leichtgewichts Grand Prix, welcher im Herbst startet, gesucht. Hier steht also viel auf dem Spiel. Sowohl Johnny Case (25-6-1), als auch Satoru Kitaoka (42-19-9) sind sehr erfahren. Case ist ein PFL und UFC-Veteran, Kitaoka hält Siege über Carlos Condit und Paul Daley.

7) Magomed Magomedkerimov vs. Chris Curtis
11. Juli 2019 – PFL 2019 #4 – Weltergewicht
In der Weltergewichts-Vorrunde treffen die beiden Top-Platzierten Magomed Magomedkerimov (24-5), aktuell Platz 3, und Chris Curtis (21-5), aktuell Platz 5, aufeinander. Der Russe konnte letztes Jahr die $1 Millionen gewinnen und will dies nun erneut tun. Mit Curtis trifft er jedoch auf einen sehr erfahrenen und gefährlichen Veteranen.

8) Lance Palmer vs. Luis Rafael Laurentino
25. Juli 2019 – PFL 2019 #5 – Federgewicht
Im Federgewicht der PFL steht ein sehr interessanter Kampf an. Der Sieger der ersten Saison, Lance Palmer (18-3) trifft auf das Super-Talent Luis Rafael Laurentino (34-1). Der Brasilianer ist mit 6 Punkte quasi sicher in den Playoffs, Palmer braucht noch Punkte. Es ist ein typisches Duell zwischen Ringer und Striker sowie zwischen Veteranen und Prospect. Wer setzt sich durch?

9) Ray Cooper III vs. John Howard
11. Juli 2019 – PFL 2019 #4 – Weltergewicht
Ebenfalls in der Vorrunde der Weltergewichts Saison kommt es zum Kampf zwischen Ray Cooper III (18-6) und John Howard (27-15-1). Cooper III ist das vielleicht beste männliche Eigengewächs der PFL und immer für einen heftigen KO gut. Aber mit John Howard steht ihm ein erfahrener UFC-Veteranen gegenüber.

10) Jeremy Kennedy vs. Steven Siler
25. Juli 2019 – PFL 2019 #5 – Federgewicht
Jeremy Kennedy (13-2) ist einer der weniger Kämpfer, der die UFC freiwillig verlies, da er zu wenig Kämpfe bekam. Außerhalb der UFC lief es für den Kanadier zunächst gut, bis er sein PFL-Debüt verlor und nun vor dem Aus in der Vorrunde steht. Aber auch sein Gegner Steven Siler (32-19-1) steht mit dem Rücken zur Wand. Nach einer Finalteilnahme in der 2018 Saison währe ein Vorrunden-Aus nun schon eine Enttäuschung für den UFC-Veteranen. Aber der Verlierer hier scheidet aus!

11) Bojan Velickovic vs. Joao Zeferino
11. Juli 2019 – PFL 2019 #4 – Weltergewicht
Der Serbe Bojan Velickovic (16-9-2) und der Brasilianer Joao Zeferino (23-9) sind zwar nicht die bekanntesten Kämpfer, aber zwei sehr unterhaltsame. Eigentlich sollten Sie schon in den Playoffs der letzten Saison aufeinandertreffen. Nun steht der Action-Kampf also an.

12) Bubba Jenkins vs. Lucas Martins
25. Juli 2019 – Brave CF 24 – Federgewicht
Ende Juli steht der Federgewichtstitel von Brave CF beim England-Debüt der Liga auf dem Spiel. Champion Bubba Jenkins (13-4) ist ein guter Ringer und ehemaliger Bellator-Kämpfer. Sein Herausforderer Lucas Martins (20-4) ist ein UFC-Veteran mit gefährlichen Aufgabegriffen.

13) Yuske Yachi vs. Mikuru Asakura
28. Juli 2019 – Rizin 17 – Leichtgewicht
Bei Rizin 17 steht mit Yuske Yachi (20-8) gegen Mikuru Asakura (10-1) ein weiterer Kampf im Leichtgewicht auf der Kampfkarte. Auch hier ist ein Platz im Leichtgewichts Grand Prix der Preis für den Sieger. Beide Japaner kämpfen seit mehreren Jahren für Rizin, sind durchaus talentiert und waren bei Rizin FF auch relativ erfolgreich.


14) Yuki Motoya vs. Hiromasa Ogikubo
28. Juli 2019 – Rizin 17 – Bantamgewicht
Bei Rizin 17 steht auch ein sehr interessanter Bantamgewichtskampf auf der Karte. Yuki Motoya (23-6) und Hiromasa Ogikubo (18-4-2) sind zwei sehr erfahrene Kämpfer und waren zuletzt im Fliegengewicht und Bantamgewicht relativ erfolgreich. Motoya ist ein ehemaliger DEEP Champion, Ogikubo ist ein ehemaliger Shooto Champion. Der Sieger könnte ein zukünftiger Gegner für Kyoji Horiguchi sein.

15) Yuta Sasaki vs. Shintaro Ishiwatari
28. Juli 2019 – Rizin 17 – Bantamgewicht
Mit dem Duell zwischen Yuta Sasaki (22-6-2) und Shintaro Ishiwatari (25-7-1) steht ein weiterer Bantamgewichtskampf auf der Karte. Sasaki ist ein ehemaliger UFC-Kämpfer, Ishiwatari ein ehemaliger King of Pancrase. Auch der Sieger in diesem Kampf könnte in Zukunft auf Kyoji Horiguchi treffen. Vielleicht macht Rizin ja noch ein kleines Turnier draus, um einen Gegner für Horiguchi für den 31. Dezember zu finden.

12 Weitere Tipps:
Handesson Ferreira vs. David Michaud (PFL 2019 #4)
Ev Ting vs. Dachi Abe (ONE Championship 98)
Kiefer Crosbie vs. Jonathan Gary (Bellator 224)
Jordan Young vs. Joel Baumann (Bellator 224)
Jason Jackson vs. Junior Marques (LFA 71)
Rafael Silva vs. Yuto Hokamura (Pancrase 308)
Amir Albazi vs. Blaine O'Driscoll (Brave CF 24)
Andre Harrison vs. Movlid Khaibulaev (PFL 2019 #5)
Maike Linhares vs. Herbeth Souza (Future FC 7)
Daniel Madrid vs. Chris Harris (LFA 72)
Kaik Brito vs. Mateusz Rebecki (Battlefield FC 2)
Karlos Vemola vs. Henrique da Silva (Oktagon 13)

Viel Spaß beim Schauen! Die Ergebnisse gibt es dann in den entsprechenden Unterforen unseres Boards.
 
Zuletzt bearbeitet:

Alex aus Sachsen

World Champion
MMA Inside 055 - 15 SEHENSWERTE Kämpfe außerhalb der UFC: August 2019


In dieser Serie meiner Kolumne „MMA Inside“ möchte ich euch zum Beginn eines jeden Monats einen Ausblick auf die besten MMA-Kämpfe außerhalb der UFC geben, denn wer nicht über den Tellerrand der UFC hinausschaut verpasst auf jeden Fall einige gute MMA-Kämpfe.

1) Eddie Alvarez vs. Eduard Folayang
02. August 2019 – ONE Championship 98 - Leichtgewicht
Obwohl Eddie Alvarez (29-7) in der ersten Runde des ONE Leichtgewichts Grand Prix ausgeschieden ist, ist er zurück im Turnier, da sich ein andere Teilnehmer verletze. Nun wird er es im Halbfinale mit dem Filipino Eduard Folayang (21-7) aufnehmen. Hier treffen eine früherer UFC- und Bellator-Champion auf einen früheren ONE Champion. Beide sind vielseitige und weltklasse Kämpfer und ein Platz im Finale des Grand Prix winkt dem Sieger.

2) Demetrious Johnson vs. Tatsumitsu Wada
02. August 2019 – ONE Championship 98 - Fliegengewicht
Dagegen hat sich Demetrious Johnson (28-3-1) sportlich für das Halbfinale des Fliegengewichts Grand Prix qualifiziert. Dort trifft der Amerikaner, der immer noch als einer der besten Kämpfer des Sports gilt, erneut auf einen Japaner. Dieses Mal ist Tatsumitsu Wada (21-10-2) sein Gegner.

3) Kyoji Horiguchi vs. Kai Asakura
18. August 2019 – Rizin 18 – Bantamgewicht
Mitte August kehrt das beste internationale Fliegen- und Bantamgewicht in den MMA-Ring zurück. Kyoji Horiguchi (28-2) konnte seine letzten 13 MMA-Kämpfe gewinnen und dabei alle Gegner in Japan und auch den Bellator Bantamgewichtschampion Darrion Caldwell zwei Mal schlagen. Nun tritt mit Kai Asakura (12-1) der nächste Herausforderer hervor. Asakura ist ein junger, aufstrebender japanischer Star mit vier Siegen in Folge und großen Potential. Horiguchi könnte aber noch zu früh zu viel für Asakura sein.

4) Matt Mitrione vs. Sergei Kharitonov 2
24. August 2019 – Bellator 225 – Schwergewicht
Im Hauptkampf von Bellator 225 wird es einen interessanten Rückkampf im Schwergewicht geben. Nachdem Matt Mitrione (13-6) vs. Sergei Kharitonov (29-7) I in 15 Sekunden nach einem Groin Strike als No Contest endete, haben beide noch eine offene Rechnung. Der Sieger kann seine Augen wieder auf den Bellator Schwergewichtstitel richten.

5) Martin Nguyen vs. Koyomi Matsushima

02. August 2019 – ONE Championship 98 - Federgewicht
Im Hauptkampf von ONEs großen August-Event steht der Federgewichtstitel von ONE Championship auf dem Spiel. Der Australien Martin Nguyen (12-3) ist einer der besten Kämpfer der Liga und immer unterhaltsam. Sein Gegner Koyomi Matsushia (11-3) konnte seiner ersten beiden ONE-Kämpf gewinnen.

6) Vitaly Minakov vs. Javy Ayala
24. August 2019 – Bellator 225 – Schwergewicht
Der ehmalige Bellator Schwergewichtschampion Vitaly Minakov (21-1) ist zurück. Alle sind gespannt, wie er sich von der ersten Niederlage seiner Karriere gegen Cheick Kongo erholen kann. Nun trifft er auf Javy Ayala (11-7), der immer für einen Highlight-Knockout gut ist.

7) Arjan Bhullar vs. Mauro Cerilli
02. August 2019 – ONE Championship 98 – Schwergewicht
Mit Arjan Bhullar (9-1) konnte sich ONE den nächsten UFC-Star sichern. Doch in seinem ONE-Debüt wird es der Kanadier mit indischen Wurzel gleich mit einem gefährlichen Gegner aufnehmen. Der Italiener Mauro Cerilli (13-3) ist ein ehemaliger Cage Warriors-Champion und immer für einen KO gut.

8) Manel Kape vs. Takeyu Mizugaki
18. August 2019 – Rizin 18 – Bantamgewicht

In einem interessanten Kampf der Generationen treffen bei Rizin 18 der junge Manel Kape (13-4) und der erfahrene Takeya Mizugaki (23-13-2) aufeinander. Kape ist seit mehreren Jahren eine feste Größe bei Rizin FF und konnte zuletzt zwei seiner letzten drei Kämpfe gewinnen. Mizugaki ist ein langjähriger UFC-Veteran, der am 18. August sein Rizin-Debüt bestreitet.

9) Rashid Yusupov vs. Viktor Nemkov 2
08. August 2019 – PFL 2019 #6 – Halbschwergewicht
In der Vorrunde der PFL Halbschwergewichte treffen die beiden Russen Rashid Yusupov (11-1) und Viktor Nemkov (29-7) aufeinander. Beide zählen zu den Favoriten in ihrer Gewichtsklasse. Bereits 2016 gab es einen Kampf der beiden bei M1-Challenge in Russland, den Yusupov durch Split Decision gewinnen konnte.

10) Kelvin Tiller vs. Denis Goltsov

08. August 2019 – PFL 2019 #6 – Schwergewicht
Auch der Hauptkampf beo PFL #6 ist sehr interessent. Kelvin Tiller (11-2) ein eine der großen Entdeckungen der ersten PFL Saison. Er wird es mit dem erfahrenen Russen Denis Goltsov (22-5) aufnehmen. Beide konnte ihre ersten Kämpfe in Runde 1 gewinnen und wollen sich nun den Spitzenplatz sichern.

11) Yushin Okami vs. James Nakashima

02. August 2019 – ONE Championship 98 – Weltergewicht
Ebenfalls bei ONE Championship 98 wird der UFC-Veteran Yushin Okami (35-13) seinen zweiten ONE-Kampf bestreiten, nachdem er sein Debüt verlor. Ihm gegenüber steht der ungeschlagene US-Ringer James Nakashima (11-0).

12) Nick Newell vs. Corey Browning
24. August 2019 – Bellator 225 – Leichtgewicht

Bellator konnte sich mit Nick Newell (15-2) einen bekannten und talentierten Kämpfer mit einer tollen Story sichern. Newell hat nur eine Hand und ist dennoch im MMA extrem erfolgreich. In seinem Bellator-Debüt steht ihm mit Corey Browning (5-2) ein interessanter Gegner gegenüber. Browning konnte mit Kimbo Slice Jr. und Aaron Chalmers bisher zwei bekannte Kämpfer bei Bellator MMA schlagen und versucht mit Nick Newell einen weiteren auf dieser Liste hinzuzufügen.

13) Timothy Johnson vs. Valentin Moldavsky
24. August 2019 – Bellator 225 – Schwergewicht
Bei Bellator 225 findet mit Timothy Johnson (12-5) vs. Valentin Moldavsky (8-1) ein weiterer interessanter Schwergewichtskampf statt. Moldavsky ist ein aufstrebendes Talent und bekommt es dieses Mal mit einem zähen UFC-Veteranen zu tun. Mal sehen wie er die Aufgabe meistern kann.

14) Tyrell Fortune vs. Rudy Schaffroth
24. August 2019 – Bellator 225 – Schwergewicht

Bei Bellator 225 treffen zwei sehr interessante Talente im Schwergewicht aufeinander, aber nur einer kann seinen ungeschlagenen Rekord behalten. Tyrell Fortune (6-0) ist ein sehr talentierter Ringer mit starkem Ground and Pound, sein Gegner Rudy Schaffroth (6-0) trainiert bei Team Quest und ist ein gefährlicher Kämpfer im Stand mit viel KO-Power.

15) Jarred Brooks vs. Haruo Ochi
18. August 2019 – Rizin 18 – Strohgewicht
Jarred Brooks (14-2) hat nach seiner UFC-Entlassung einen neuen Arbeitgeber. Er wird Bei Rizin 18 sein Debüt für die Liga geben und auf den erfahrenen Japaner Haruo Ochi (19-7-2) treffen.

10 weitere sehenswerte Kämpfe im August:
Justin Scoggins vs. Kazuma Sone (Rizin FF 18, 18. August)
Leandro Issa vs. Daichi Takenaka (ONE Championship 98, 2. August)
Chris Kelades vs. Alexander Pletenko (M-1 Challenge 103, 3. August)
Victor Henry vs. Trent Gridham (Rizin FF 18, 18. August)
Levi Mowles vs. Adrian Yanez (LFA 73, 2. August)
Valdrin Istrefi vs. Mo De’Reese (PFL 2019 #6, 8. August)
Nkazimulo Zulu vs. Faeez Jacobs (EFC Worldwide 81, 10. August)
Gleristone Santos vs. Alex Sandro (Future FC 8, 23. August)
Jason Soares vs. Andrew Whitney (Titan FC 56, 23. August)
Mohammed Usman vs. Jon Hill (Titan FC 56, 23. August)
 
Zuletzt bearbeitet:

Alex aus Sachsen

World Champion
MMA Inside 056 - Gewinner & Verlierer - Juni 2020

Nach fast einem Jahr Pause ist DIE MMA-Kolumne von wrestling-infos.de wieder zurück und zwar mit einem neuen Format: Gewinner & Verlierer. Wie der Name schon sagt, möchte ich euch jeden Monat die 10 Gewinner und Verlierer aus der Welt des MMA-Sports vorstellen. Dabei kann es sich um Kämpfer, Trainer, Ligen, Manager, Gewichtsklassen, Kämpfergruppen, Gyms oder andere handeln. Viel Spaß beim lesen! Ich beginne von der #10 und arbeite mich zur #1 vor. Da es sich um eine Kolumne handelt ist das ganze natürlich nur eine Meinung und z.T. vielleicht auch kontrovers. Also gebt auch gerne eure Meinung dazu ab.


Die Gewinner

10: Lyman Good (UFC)

Zwar unterlag Good in seinem Kampf gegen Belal Muhammad, aber er ist der erste MMA-Kämpfer der nach überstandener Corona-Infektion wieder in den Käfig Sieg. Auf seine Form und Leistung hatte die Infektion offenbar keine Auswirkungen. Schön zu sehen dass das möglich ist und insgesamt einfach ein positives Signal. Auch seine Leistung war echt ordentlich.

9: Sean O’Malley (UFC)
Mit einem Sieg über Eddie Wineland konnte der junge Sean O’Malley zeigen, dass er nicht nur ein Top-Talent, sondern bald wohl auch ein ernstzunehmender Herausforderer für den Titel ist. Der ungeschlagene Bantamgewichtskämfer hält einen 4-0 Rekord beim Marktführer.

8: Justin Jaynes (UFC)
Kurzfristig als Ersatz sein UFC-Debüt gegeben und dann in wenigen Sekunden gewonnen. Dieses perfekte UFC-Debüt erlebte Justin Jaynes, als er Frank Camacho besiegte. Das war ein guter Einstand und man darf gespannt sein, wie es für ihn noch so weiter geht.

7: Justin Gaethje (UFC)
Seit Juni hat Justin Gaethje mit Kamaru Usman einen neuen Trainingspartner. Meiner Meinung nach gibt es eigentlich keinen besseren um sich auf den bevorstehenden Leichtgewichts-Titelkampf gegen Khabib Nurmagomedov vorzubereiten. Usman ist ein Weltklasse Ringer und sogar noch deutlich kräftiger als Nurmagomedov. Wenn Gaethje mit ihm trainiert, dann ist er auf jeden Fall sehr gut auf Khabib vorbereitet.

6: Die UFC
Der Betrieb der UFC läuft wieder und nach allem, was wir hören auch störungsfrei. Sicherlich kann man sich streiten, ob man aktuell veranstalten muss, aber die UFC ist nun mal auch ein Unternehmen und kann nicht ewig Pause machen. Die Hygieneprotokolle funktionieren, im Gegensatz zu anderen Anbietern von nachgestellten Kämpfen. Mehrere COVID-Fälle wurden vor der Anreise festgestellt, es gab keine Ausbrüche bei den Events. Außerdem konnte die UFC durchaus gute Zuschauerzahlen verbuchen. Ein Hunger nach Live-Sport und Kämpfen war bei den Zuschauern auf jeden Fall da. Für UFC 249 wurden nun sehr gute Buy-Rates gemeldet. Für die UFC hat sich der schnelle Restart als positive Entscheidung erwiesen.

5: Amanda Nunes (UFC)
Mit ihrem Sieg über Felicia Spencer Anfang Juni konnte die Titelträgerin beweisen, dass sie die weiblichen Federgewichts- und Bantamgewichtsklassen der UFC weiterhin fest unter Kontrolle hat und aktuell sieht es auch nicht so aus, als könnte eine Herausforderin ihr wirklich gefährlich werden.

4: Cody Garbrandt (UFC)
Nach einer Niederlagenserie von drei Kämpfen und über einem Jahr Pause traf Cody Garbrandt auf Raphael Assuncao. Siegen war für Garbrandt Pflicht und er konnte überzeugen. Einen guten Auftritt schloss er spektakulär mit einen heftigen Knockout ab, der als ein KO of the Year-Kandidat zählen konnte. Damit bleibt Garbrandt ein Eckpfeiler der Bantamgewichts-Klasse und versinkt nicht in der Bedeutungslosigkeit.

3: Josh Emmett und Shane Burgos (UFC)
Die beiden Federgewichte liefern einen wichtig tollen Fight of the Year Kandidaten ab. Für mich waren es beides Gewinnen, denn mit so einer Leistung dürften sie Fans dazugewonnen haben und auch bei der UFC sehr hoch im Kurs stehen. Emmett ist eine Titelkampf damit einen Schritt näher gekommen und Burgos hat gezeigt, dass er ein Top 15 Kämpfer ist, auch von ihm dürfen wir in Zukunft noch einiges erwarten.

2: Aljamain Sterling (UFC)
Die Bantamgewichtsklasse ist aktuell gut gefüllt mit vielen namenhaften und talentierten Kämpfern und der Weg zu einem Titelkampf ist sehr hart. Daher ist jeder einzelne Sieg wichtig und eine Niederlage kann einen Kämpfer für Jahre aus dem Titelbild werfen. Aljamain Sterling hat sich mit seinem Sieg über Cory Sandhagen für einen Kampf gegen Yan vs. Aldo-Sieger in Stellung gebracht. Er benötigte lediglich 88 Sekunden um seinen Landsmann zu schlagen und damit seine Siegesserie auf fünf Erfolge auszubauen. Es gibt jetzt kaum etwas, das noch gegen einen Titelkampf für den Funk Master spricht.

1: Dustin Poirier (UFC)
In einem wichtigen und unterhaltsamen Leichtgewichtskampf konnte sich Dustin Poirier gegen Dan Hooker durchsetzen und sich damit in der Leichtgewichtsklasse in eine gute Position bringen. Egal ob Nurmagomedov, Gaethje, McGregor oder Ferguson: Dustin Poirier kann sich berechtigte Hoffnungen auf einen namenhaften Gegner machen. Außerdem konnte er damit gut von der klaren Niederlage gegen den Russen Khabib Nurmagomedov zurückkommen.


Die Verlierer

10: Roosevelt Roberts (UFC)

Der junge Roberts galt bei viele Fans und Experten als eine Hoffnung im Leichtgewicht und als einer der zukünftigen Stars der Liga. Noch nun musste das Prospect bereits seine zweite Niederlage in der UFC einstecken. Er unterlag dem Veteranen Jim Miller alles. Noch kann er sich natürlich gut entwickeln, aber vielleicht wurde er auch etwas überschätzt.

9: Frank Camacho (UFC)
Frank Camacho ist ein toller Kämpfer und sehr unterhaltsam, aber seine UFC-Karriere ist bisher alles andere als gut gelaufen. Das wollte er bei UFC on ESPN 11 endlich ändern. Kurzfristig wurde sein Gegner geändert und er bekam einen Neuling als Gegner. In so einer Situation kann man nur schlecht aussehen. Entweder man besiegt einen Neuling, der keinerlei Vorbereitung hatte und tut damit lediglich das, was alles von einem erwarten. Oder man verliert. Und Camacho hat verloren und zwar deutlich - TKO in 41 Sekunden.

8: Curtis Blaydes (UFC)
Was? Blaydes hat doch aber gewonnen. Ja das ist richtig, aber lasst es mich erklären. Curtis Blaydes ist mittlerweile in einer blöden Situation. Francis Ngannou hat bereits einen Titelakampf gegen den Sieger aus Miocic vs. Cormier III sicher. Und Ngannou hat Blaydes bereits zwei mal geschlagen, eines dritten Kampf wird es hier wohl eher nicht geben. Also kann Blaydes nur abwarten und hoffen, dass Ngannou am Ende nicht den Titel hat. Des weiteren war seine Leistung gegen Volkov zwar effektiv, aber aus Sicht vieler Fans sehr langweilig. Das wird auch nicht besser, wenn man das bereits zuvor in den Sozialen Medien ankündigt und so schon vor dem Kampf Fans verkrault. Gutes Marketing sieht anders aus. Außerdem hat er sich auch noch wegen der Kämpferbezahlung mit der UFC angelegt. Eine richtige Sache, aber bestimmt auch nicht förderlich für seine Titelaspirationen. Kurz gesagt: für mich hat Blaydes in diesem Monat trotz seines Sieges mehr verloren als gewonnen.

7: Die weiblichen UFC Federgewichte
Amanda Nunes denkt nach ihrer letzten Titelverteidigung über einen Rücktritt nach, da sie nicht mehr viel zu erreichen hat. Dana White kündigte in einem Interview bereits an, dass nach einem potentiellen Nunes-Rücktritt die Federgewichtsklasse der UFC geschlossen werden könnte. Damit könnte einigen dieser Damen auch die Entlassung bevorstehen.

6: Mickey Gall (UFC)
Der ehemalige CM-Punk-Besieger hat nun einen Punkt erreicht an dem aus dem jungen Talent mit dem Sieg über den Wrestling-Star ein mittelmäßiger UFC-Kämpfer geworden ist. Gall musste nun schon die dritte UFC-Niederlage einstecken. Diese fügte ihm auch noch Mike Perry zu, der selbst kein Top 20 Kämpfer ist und es nicht mal für nötig hält einen erfahrenen Trainer in seiner Ecke zu haben, sonder nun auf seine Freundin setzt, die von MMA-Coaching ungefähr so viel Ahnung hat wie die chinesische Regierung von Menschenrechten. Auf jeden Fall eine Niederlage die Gall nicht gut aussehen lässt.

5: Die UFC
Für mich ist die UFC in diesem Monat sowohl Gewinner als auch Verlierer. Mit der aktuellen Debatte um die Kämpferbezahlung steht die UFC mal wieder schlecht da. Gerade mal rund 20 % der Einnahmen gehen in die Bezahlung der Kämpfer. Bei Bellator ist dieser Wert fast doppelt so hoch. Mehrere Kämpfer mir großem Namen haben sich darüber öffentlich beschwert, aber bisher gab es keine nennenswerte Reaktion der Liga. Immerhin wurde wohl zuletzt die Grundbezahlung für Einstiegsverträge von 10.000 $ auf 12.000 $ erhöht. Besser als Nichts.

4: ONE Championship
Neue Finanzberichte zur größten Liga Asiens sind öffentlich geworden und die Liga schreibt weiterhin massiv rote Zahlen. Während die UFC und mittlerweile auch Bellator Profite machen, ist und bleibt ONE Championship ein Millionengrab. Wenn die Investoren irgendwann mal die Liga an diesem Projekt verlieren, könnte es sehr schnell vorbei sein.

3: Alexander Volkov (UFC)
Der ehemalige Bellator-Champion scheint in der UFC sein Limit gefunden zu haben. Ein Top 15 Kämpfer ist er, aber an die Spitze kommt er wohl nicht. Dies zeigte seine Niederlage gegen Curtis Blaydes deutlich. Er wurde nahezu den ganze Kampf lang dominiert.

2: Raphael Assuncao (UFC)
Lange war Assuncao ein Top-Kämpfer im Bantamgewicht, dem ein einzige Sieg zu einem Titelkampf gefehlt hätte. Doch nun ist es wohl vorbei für ihn. Drei Niederlagen in Serie und zuletzt von Cody Garbrandt brutal ausgeknockt. Mit 36 Jahren wird er wohl auch keine Chance mehr haben sich hochzuarbeiten.

1: Philipe Lins (UFC)
Als Gewinn der ersten PFL Saison im Schwergewicht und damit als Millionär kam Lins Anfang des Jahres zu UFC und man konnte einiges erwarten. Er konnte einen in die Jahre gekommenen Andrei Arlovski nicht schlagen und wurde nun auch von Tanner Boser geschlagen. Wegen der schwachen Leistungen und da er einen sehr gut dotierten Vertrag hat, muss er vielleicht schon Angst um seinen UFC-Job haben.


Ranking:
1) Dustin Poirier (UFC): +10
2) Aljamain Sterling (UFC): +9
3) Josh Emmett (UFC), Shane Burgos (UFC): +8
4) Cody Garbrandt (UFC): +7
5) Amanda Nunes (UFC): +6
6) Justin Gaethje (UFC): +4
7) Justin Jaynes (UFC): +3
8) Sean O'Malley (UFC): +2
9) Lyman Good (UFC): +1
10) Roosevelt Roberts (UFC), Ultimate Fighting Championship: -1
11) Frank Camacho (UFC): -2
12) Curtis Blaydes (UFC): -3
13) Die weiblichen UFC Federgewichte: -4
14) Mickey Gall (UFC): -5
15) ONE Championship: -7
16) Alexander Volkov (UFC): -8
17) Raphael Assuncao (UFC): -9
18) Philipe Lins (UFC): -10
 
  • Like
Wertungen: Doh

Alex aus Sachsen

World Champion
MMA Inside 057 - Gewinner & Verlierer - Juli 2020

Nach fast einem Jahr Pause ist DIE MMA-Kolumne von wrestling-infos.de wieder zurück und zwar mit einem neuen Format: Gewinner & Verlierer. Wie der Name schon sagt, möchte ich euch jeden Monat die 15 Gewinner und Verlierer aus der Welt des MMA-Sports vorstellen. Dabei kann es sich um Kämpfer, Trainer, Ligen, Manager, Gewichtsklassen, Kämpfergruppen, Gyms oder andere handeln. Viel Spaß beim lesen! Ich beginne von der #15 und arbeite mich zur #1 vor. Da es sich um eine Kolumne handelt ist das ganze natürlich nur eine Meinung und z.T. vielleicht auch kontrovers. Also gebt auch gerne eure Meinung dazu ab.


GEWINNER

15) Aaron Pico

Der Box- und Ringerchampion Aaron Pico (6-3) hatte bei Bellator 242 einen der besten Auftritt der gesamten Karte und setze endlich mal mehr auf sein Ringen und Aufgabegriffe. Ich finde es richtig, dass er sich auf seine Stärken konzentriert. Außerdem tritt er aktuell genau gegen das Gegner-Level an, was für seinen aktuellen Status passt. So wird aus ihm vielleicht doch noch der versprochene Top-Kämpfer.

14) Jason Jackson
Der Kämpfer aus Jamaika Jason Jackson (12-4) etabliert sich bei Bellator MMA als eine feste Größe im Weltergewicht. Nach einem Sieg über Kiichi Kunimoto konnte er nun auch das Bellator-Debüt von Jordan Mein ruinieren und dem Kanadier eine klare Niederlage zufügen. Er wird immer besser und hat nun zwei UFC-Veteranen in Folge geschlagen.

13) Fabricio Werdum
Der Schwegewichtsstar Fabricio Werdum (24-9-1) konnte einen klaren Sieg durch Aufgabe gegen Alexander Gustafsson einfahren. Ein Sieg im letzten Kampf des Vertrages ist immer gut um sich eine gute Verhandlungsposition zu sichern.

12) Paul Craig
Die schottische Submission-Maschine Paul Craig (13-4-1) hat wieder zugeschlagen. Langsam zeigt er, dass er auch mit seinem sehr einseitigen Stil in der UFC ziemlich erfolgreich sein kann und entwickelt sich zu einem festen Bestandteil der Division mit der Garantie für gute Finishes. Da gibt es schlechtere Positionen für einen Kämpfer. Nach seinen Niederlagen gegen Pedro und Rountree hätte man nicht gedacht, dass er sich noch so gut in der UFC etabliert.

11) Kamaru Usman
Der Weltergewichtschampion Kamaru Usman (17-1) konnte mit Jorge Masvidal seinen nächsten Herausforderer klar besiegen. Doch mit seinem langweiligen Kampfstil konnte er sich hier wohl nicht so viele neue Fans und Freunde machen. Daher gibt es trotz eines dominanten Sieges nur diese Tiefe Platzierung.

10) Sergio Pettis
Der jüngere Pettis-Bruder Sergio Pettis (20-5) konnte beim Bellator-Comeback einen großen Sieg gegen Ricky Bandejas einfahren. Durch seinen klaren Sieg konnte er sich den Platz in einem Kampf um den vakanten Bantamgewichtstitel der Liga sichern. Damit steht er nun bei 2-0 bei Bellator.

9) Bellator MMA
Bellator MMA ist zurück. Man hat zwar länger als die UFC gewartet, aber das ist völlig okay. Lieber etwas länger warten und Klarheit und Sicherheit haben, als überstürzt handeln. Bellator hat mit dem Mohegan Sun Ressort auch einen Veranstaltungsort gefunden den man während der Pandemie dauerhaft nutzen kann. Die Sicherheitsmaßnahmen und Test funktionieren. Schön die Nummer 2 wieder zurück zu haben!

8) Die UFC
Es war ein Glücksgriff Jorge Masvidal in letzter Minute gegen Kamaru Usman zu stellen, zumindest aus wirtschaftlicher Sicht, denn Masvidal sorgte für gigantische Zuschauerzahlen und machte UFC 251 zu einem der erfolgreichsten PPVs aller Zeiten. Das bedeutet für die UFC große Einnahme. Gerade in einer Zeit ohne Zuschauereinnahmen ist das sehr wichtig.

7) Jack Hermansson
Der Skandinavier Jack Hermansson (21-5) konnte in einem Spitzenkampf in der Mittelgewichtsklasse den ehemaligen Titelherausforderer Kelvin Gastelum besiegen und sich damit in der Spitze der Division schauen. Mal schauen gegen wen er nun ran darf.

6) Amanda Ribas
Die junge Brasilianerin Amanda Ribas (10-1) ist in der UFC gerade in echt guter Form und konnte im Juli die bei den Fans sehr beliebte Paige VanZant besiegen. Damit steht sie bei 4-0 in der UFC und hat aktuell eine Siegesserie von 5 Erfolgen. Sie klettert weiter in der Fliegengewichtsklasse der Damen nach oben und wirkt sehr talentiert.

5) Calvin Kattar
Der Federgewichtskämpfer Calvin Kattar (22-4) hat den vielleicht wichtigsten Sieg seiner Karriere eingefahren. Er konnte Dan Ige im Fight Night Finale besiegen und sich so als wichtiger Federgewichts-Contender etablieren. Er steht in der UFC bei 6-2 und ist wohl nur noch 1 oder 2 Siege von einem Titelkampf entfernt.

4) Jiri Prochazka
Viele zeigten sich vor dem UFC-Debüt von Jiri Prochazka (27-3-1) kritisch. Der Tscheche habe nur Dank Kämpfen über alte Kämpfer und Kämpfer in schlechter Form einen so guten Rekord. Außerdem sei sein Kampfstil viel zu wild. Prochazka zeigte nun aber, dass er in die UFC gehört und besiegte Volkan Oezdemir in beeindruckender Art und Weise. Damit hat er nun sofort einen wichtigen Platz im Halbschwergewicht. Er hat aktuell eine Siegesserie von 11.

3) Khamzat Chimaev
Der Schwede Khamzat Chimaev (8-0) hatte einen der besten Debütmonate aller UFC-Kämpfer. Zwei Siege in 10 Tagen, zwei gute Auftritte und zwei Finishes. Eigentlich war er nur ein Ersatzgegner, aber er konnte gegen den Veteranen John Philipps einen guten Auftritt hinlegen und nur wenige Tage später auch noch den ehemaligen Cage Warriors Champion Rhys McKee schlagen. Chimaev hat bereits viele Fans gewonnen und auch Dana White will in ihn investieren. Erleben wir gerade den Beginn des Aufstiegs des nächsten MMA-Stars? Gute Fähigkeiten im Jahr hat er auf jeden Fall.

2) Deiveson Figueiredo
Der Brasilianer Deiveson Figueiredo (19-1) hat es in dem zweiten Anlauf endlich geschafft: er ist der UFC Fliegengewichtschampion. Nachdem er vor dem ersten Titelkampf noch das Gewichtslimit verpasst hatte, trat er hier erneut gegen Joseph Benavidez an und konnte ihn in beeindruckender Art und Weise in der ersten Runde auseinandernehmen und gewinnen. Sein Aufgabegriff war brutal stark. In dieser Form wird er den Titel lange behalten können.

1) Petr Yan
Der Russe Petr Yan (15-1) hat den vakanten Bantamgewichtstitel gewonnen indem er Jose Aldo besiegt hat. Yan konnte eine gute Leistung zeigen und mit Aldo auch einen großen Namen besiegen. Nach dem Erfolg vieler russischer Kämpfer aus dem Kaukasus ist er nun neben Fedor Emelianenko der erfolgreichste ethnische Russe. Yan ist zudem sehr talentiert und hat mit seinem jungen Alte auch noch eine lange Karriere vor sich. Yan erzielte den beeindruckendsten Sieg in den drei Titelkämpfen von UFC 251.


VERLIERER

15) Bellator MMA

Einen kleinen Minuspunkt gibt es für Bellator MMA trotzdem. Da das erste Event sehr kurzfristig geplant wurde, wurde es nicht rechtzeitig bei DAZN gemeldet und somit fehlte auch die Streaming-Ausstrahlung. Damit ging Bellator gutes Geld durch die Lappen. Gerade durch die fehlenden Zuschauereinnahmen sind diese Einnahmen für Bellator natürlich noch wichtiger. Zwar ärgerlich, aber kein Weltuntergang.

14) Jordan Mein
Der Kanadier Jordan Mein (31-13) wollte seine Karriere bei Bellator MMA neu starten, aber sein Debüt gegen Jason Jackson ging schief und er verlor klar. Mal sehen ob er sich noch einmal zurückkämpfen kann.

13) Rudy Schaffroth
Von einigen wurde Rudy Schaffroth (6-2) als Prospect mit Perspektive gelobt, doch diesen Status hat er nun definitiv verloren. Er unterlag klar gegen Ras Hylton bei Bellator 243 und Hylton war nur ein Ersatzgegner mit keiner Vorbereitungszeit und einem schlechten Rekord. Wieder ein Schwergewichtsprospect weniger.

12) Roman Bogatov
Wenn ein Foul ein Unfall ist, dann ist das eine Sache, aber wenn ein Kämpfer Fouls offensichtlich absichtlich als Mittel zum gewinnen einsetzt, dann es schon eine ziemliche Frechheit. So geschehen am 11. Juli durch Roman Bogatov (10-1) in seinem Kampf gegen Leonardo Santos. Zum Glück hat er den Kampf verloren. Aber solche Kämpfer braucht niemand.

11) PFL
Während alle anderen großen MMA-Ligen bereits wieder Shows veranstalten oder zumindest planen, wird die PFL 2020 wohl inaktiv bleiben. Einige Leuten mögen das für die richtige Entscheidung halten, aber die Kämpfer die aktuell unter Vertrag stehen finde das nicht so toll. Sie erhalten zwar angeblich monatliche Zahlungen als Ausgleich, aber wie hoch diese sind ist unklar. Lance Palmer ist zumindest damit sehr unzufrieden und will die Liga verlassen. Ob da noch weitere Stars folgen?

10) Herb Dean
Einige verspätete Kampfabbrüche haben zuletzt für einige Kritik an Herb Dean gesorgt. Im Sinne der Gesundheit der Kämpfer ist es sicherlich nicht Kämpfe zu lange laufen zu lassen. Hoffen wir, dass es einmalige Fehleinschätzungen bleiben.

9) Alexander Gustafsson
Der Schwede Alexander Gustafsson (18-7) kehrte nach gut einem Jahren wieder in den Käfig zurück, doch er unterlag Werdum klar und hat damit sein Schwergewichtsdebüt verloren. Er zeigte sich erneut anfällig für Aufgabegriffe. War es das schon mit seinem Comeback?

8) Kelvin Gastelum
Durch seine klare Niederlage gegen Jack Hermansson musste Kelvin Gastelum (16-6) nun schon die dritte Niederlage in Folge einstecken. Im Mittelgewicht ist er damit nun endgültig aus der Spitzengruppe gefallen. Hermansson besiegte ihn in nur 78 Sekunden.

7) Gilbert Burns
Der brasilianische Weltergewichtskämpfer Gilbert Burns (19-3) sollte eigentlich einen Titelkampf gegen Kamaru Usman kommen, doch da er sich mit COVID-19 infiziert hatte, durfte er nicht antreten und Usman besiegten stattdessen Jorge Masvidal. Burns hat die Infektion zwar problemlos überstanden, aber bekommt er auch den Titelkampf wieder? Schon vorher war es kontrovers ihn zum #1 Herausforderer zu machen, da Leon Edwards ebenfalls sehr gute Argumente hatte. Wenn er Pech hat, kostet ihm die Krankheit den kompletten Titelkampf und er muss vorher noch einmal antreten.

6) Paige VanZant
Paige VanZant (8-5) hat gegen Amanda Ribas klar verloren und ihr UFC-Vertrag ist ausgelaufen. Wahrscheinlich wird sie auch keinen Vertrag bekommen, da sie zu viel Geld fordert. In der UFC hatte sie eher eine durchwachsene Zeit. Fraglich ist auch, ob ihr eine andere MMA-Liga mehr Geld bieten kann als z.B. TV-Shows, bei denen sie bisher wohl schon mehr verdiente als in der UFC (laut eigenen Angaben).

5) Josh Emmett
Der Federgewichtskämpfer Josh Emmett (16-2) hatte zwar im Juni Shane Burgos in einem tollen Kampf besiegt, doch nun wurde klar, dass er sich dabei das Kreuzband gerissen und noch weitere Verletzungen erlitten hat. Diese schweren Verletzung werden für eine Auszeit von mindestens 6 Monaten sorgen und das gerade als Emmett mit drei Siegen in Folge auf dem besten Weg in Richtung Titel war.

4) Khabib Nurmagomedov
Der Leichtgewichtschampion Khabib Nurmagomedov (28-0) hat seinen geliebten Vater an das Coronavirus verloren. Der Vater, welcher Vorerkrankungen hatte, starb in einem Krankenhaus in Russland. Damit hat Khabib nicht nur seinen Vater, der ihm sehr nahe stand, sondern auch seinen Trainer verloren. An dieser Stelle möchte ich noch einmal mein Beileid aussprechen. Ob sich dies auch negativ auf seine zukünftigen Kämpfe auswirkt, werden wir sehen.

3) Mike Perry
Der Weltergewichtskämpfer Mike Perry (14-6) hat sich bei einem Kneipenbesuch mit einem älteren Herren angelegt und diesen nach einem Wortgefecht ins Gesicht geschlagen. Keine Spur von Vorbildwirkung und auch dem MMA-Sport im Ganzen tut er damit keinen Gefallen. Er wird keinen UFC-Kampf behalten bis er eine Therapie abgeschlossen hat.

2) Jose Aldo
Das Experiment Bantamgewicht ist für Jose Aldo (28-7) bisher nicht sehr gut gelaufen. Erst verlor er gegen Marlon Moraes. Dennoch erhielt er einen Titelkampf, welchen er aber ebenfalls gegen Petr Yan verlor. Am Anfang konnte er noch gut mithalten, wurde dann aber im Laufe des Kampfes verhauen. Er hat seine letzten 3 Kämpfer verloren.

1) Joseph Benavidez
Der Amerikaner Joseph Benavidez (28-7) hat seinen Titelkampf gegen Figueiredo verloren und damit setzt sich die Story seiner Karriere fort: in Titelkämpfen verliert er immer. Ob er sich nochmal bis zu einem Titelkampf zurückkämpfen kann ist unklar. Solange Figueiredo den Titel hat sicherlich nicht. Benavidez ist ein toller Kämpfer aber Champion wird er wohl nie werden.


Ranking:
1) Petr Yan (UFC): + 15
2) Deiveson Figueiredo (UFC): +14
3) Khamzat Chimaev (UFC): +13
4) Jiri Prochazka (UFC): +12
5) Kalvin Cattar (UFC): +11
6) Dustin Poirier (UFC), Amanda Ribas (UFC): +10
7) Aljamain Sterling (UFC), Jack Hermansson (UFC): +9
8) Shane Burgos (UFC): +8
9) Die UFC, Cody Garbrandt (UFC): +7
10) Sergio Pettis (Bellator MMA), Amanda Nunes (UFC), Bellator MMA: +6
11) Kamaru Usman (UFC): +5
12) Justin Gaethje (UFC), Paul Craig (UFC): +4
13) Fabricio Werdum (Free Agent), Justin Jaynes (UFC): +3
14) Sean O'Malley (UFC), Jason Jackson (Bellator MMA): +2
15) Lyman Good (UFC), Aaron Pico (Bellator): +1
16) Roosevelt Roberts (UFC): -1
17) Frank Camacho (UFC), Jordan Mein (Bellator): -2
18) Curtis Blaydes (UFC), rudy Schaffroth (Bellator), Josh Emmett (UFC): -3
19) Die weiblichen UFC Federgewichte, Roman Bogatov (UFC): -4
20) Mickey Gall (UFC), PFL: -5
21) Herb Dean: -6
22) ONE Championship, Alexander Gustaffson (UFC): -7
23) Alexander Volkov (UFC), Kelvin Gastelum (UFC): -8
24) Raphael Assuncao (UFC), Gilbert Burns (UFC): -9
25) Philipe Lins (UFC), Paige VanZant (Free Agent): -10
26) Khabib Nurmagomedov (UFC): -12
27) Mike Perry (UFC): -13
28) Jose Aldo (UFC): -14
29) Joseph Benavidez (UFC): -15
 
Zuletzt bearbeitet:

SammyJankis

Undercard
11) PFL
Während alle anderen großen MMA-Ligen bereits wieder Shows veranstalten oder zumindest planen, wird die PFL 2020 wohl inaktiv bleiben. Einige Leuten mögen das für die richtige Entscheidung halten, aber die Kämpfer die aktuell unter Vertrag stehen finde das nicht so toll. Sie erhalten zwar angeblich monatliche Zahlungen als Ausgleich, aber wie hoch diese sind ist unklar. Lance Palmer ist zumindest damit sehr unzufrieden und will die Liga verlassen. Ob da noch weitere Stars folgen?
Naja, soweit ich das mitbekommen habe war der Stein des Anstoßes bei Palmer, dass sein Vater im Zuge der BLM Proteste irgendeinen rassistischen/sexistischen Bullshit gepostet und die PFL darunter markiert hat und dieses sich im Anschluss von davon distanziert hat.
 

Alex aus Sachsen

World Champion
Naja, soweit ich das mitbekommen habe war der Stein des Anstoßes bei Palmer, dass sein Vater im Zuge der BLM Proteste irgendeinen rassistischen/sexistischen Bullshit gepostet und die PFL darunter markiert hat und dieses sich im Anschluss von davon distanziert hat.
Dazu kann ich nichts genaues sagen, der Account ist privat und der Post damit nicht einsehbar.
In einem Interview hat Palmer aber gesagt, dass er wegen der geringen Bezahlung (nicht mal 1.000 $ pro Monat) und dem Fakt, dass alle anderen Ligen jetzt auch wieder kämpfen verärgert ist. Das hier hat höchstens noch das Fass zum überlaufen gebracht.
 
Oben