ROH: Davey Richards - Karriereende in Sicht & weitere Zukunftsplanung; Meinung übers Pro Wrestling, MMA und die heutige Wrestlergeneration

ZackAttack

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In den letzten Wochen vermehrten sich die Gerüchte um ein verfrühtes Karriereende von ROH Star Davey Richards. Dabei fiel von ihm selber immer wieder die Aussage, dass er spätestens mit dem Ende des kommenden Jahres die Schuhe an den Nagel hängen wolle.

Nun gab er dem MMA Insider ein weiteres Interview und nannte dabei den Termin August 2013. Er sagte, dass es einen guten Grund gebe, warum er Angebote von WWE und TNA stets ablehnte und dieser sei, dass er niemals den Drang hatte, ein Superstar zu werden oder einen Haufen Geld zu verdienen. Er gab an, eine neue Karriere anzustreben und aktuell betreibe er Wrestling mehr als eine Art Wochenendjob, während er zusammen mit Kyle O’Reilly und Tony Kozina 5 Tage die Woche in St. Louis Brazilian Jiu Jitsu trainiere.

„Ich habe mir Ziele gesetzt und ich habe meine Ziele erreicht. Ich habe das Gefühl, ich bin der beste Wrestler, der ich persönlich sein kann. Ich kann ganz ehrlich sagen, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt ein größeres Interesse in Brazilian Jiu Jitsu habe. Deshalb möchte ich meine Zeit und Energie auch in dieses Projekt investieren. Ich werde meine Zeit und Energie in eine neue Karriere stecken, was aber nicht bedeutet, dass ich jemals weniger als 100% gebe. Es ist einfach Zeit weiter zu ziehen.“
Obwohl dies noch mehr als ein Jahr hin ist, bedeutet dies dennoch einen großen Verlust für Ring of Honor. Obwohl man in den letzten Monaten alles unternahm, um die Company um Kevin Steen als großen Star aufzubauen, mache man Richards gleichzeitig zum großen Gegenspieler. Durch seinen jetzt schon verkündeten Abschied dürfte er sich bei den Fans zudem nicht beliebter gemacht haben, die Zuschauerreaktionen nahmen zuletzt ja eh schon deutlich ab und schlugen in ein leicht feindseliges Klima um.

Dave Meltzer geht im Übrigen davon aus, dass er das Brazilian Jiu Jitsu nur nebenberuflich ausüben wird und weiterhin seinen Traum verfolgt, Feuerwehrmann zu werden. Eigentlich wollte Richards schon früher in den MMA Bereich, nachdem er an der High School noch ein großer Wrestlingstar war. Allerdings war der Sport damals nicht so populär und in seiner Heimatstadt gab es keinerlei Schulen für die Ausbildung. So ging er ins Pro Wrestling, wurde damit aber bis heute nicht ganz warm. Besonders wurmen soll ihn dabei die Tatsache, dass er seine Siege und Niederlagen nicht gänzlich beeinflussen kann. Vor allem vor dem Hintergrund, dass er laut eigener Aussage immer härter trainiert als sein Gegner sorgt dafür, dass in ihm immer eine gewisse Unzufriedenheit vorherrscht. Mit dem japanischen Wrestling könne er sich daher auch noch etwas mehr identifizieren als mit dem amerikanischen, da in Japan der sportliche Aspekt noch immer einen hohen Stellenwert genießt. Dennoch wird er nach seiner No-Show im vergangenen Monat nicht mehr in Japan auftreten.

Richards, O’Reilly und Kozina haben auch schon alle an „Grappling Turnieren“ teilgenommen, sie würden es jedoch lieben, sich regelmäßig der sportlichen Herausforderung zu stellen. Sie sagen dazu auch selber, dass ihr Training eine Härte und Unempfindlichkeit aufbaut, die im heutigen Pro Wrestling immer mehr abnimmt. Um den Trainingsrhythmus nie zu unterbrechen sind die drei auch immer bestrebt, eine MMA Schule zu finden, wenn sie sich auf Tour befinden.

In Bezug auf andere Wrestler haben sie zudem eine Meinung, mit der sie sich nicht überall Freunde machen dürften. Denn während sie praktisch rund um die Uhr trainieren und immer bestrebt sind, neue Dinge zu lernen, sehen sie das bei den andere Wrestlern nicht. O’Reilly sagte dazu:

„Nicht einmal hat jemand gefragt: ‚Hey, können wir mit euch Jungs zum Training gehen?‘ Nicht einmal!“



Quelle: Wrestling Observer Newsletter
 
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